Archiv der Kategorie: Equipment

Displayschutz für die Nikon D750

Die D750 ist nun meine dritte Nikon, die beiden vorangegangenen Kameras hatten alle einen mitgelieferten Displayschutz. Das fand ich ganz praktisch und der Schutz hat auch nicht gestört. Nach Jahren der Nutzung sieht man dem Kunststoffschutz deutlich an das er nötig ist, eine Menge Kratzer und Stöße hat das Teil wegstecken müssen. Aus diesem Grund war ich verwundert das nun bei der Nikon D750* darauf verzichtet wurde. Displayschutz für die Nikon D750 weiterlesen

Rhein fotografieren am frühen morgen

Es war eine sehr ausgefüllte Woche und da letztes Wochenende nichts anstand wollte ich eigentlich nicht so früh aufstehen. Wie das so bei Vorsätzen länger zu schlafen ist, bin ich Freitags ziemlich früh eingeknackt und Samstags dann recht zeitig aufgewacht. Somit ergab sich mir die unerwartete Möglichkeit noch vor Sonnenaufgang am Rhein zu sein. Rhein fotografieren am frühen morgen weiterlesen

Neues Equipment an Board, die D750

Ich gebe zu, die letzten Tage war es etwas ruhiger, hier auf dem Blog, das lag einfach daran das es viel zu tun gab. Zuerst war da ein Auftrag, für das Kindertheater fünf Premieren zu fotografieren, dann eine Hochzeit und ein Familien-Shooting, es ging Schlag auf Schlag.

Nikon D750
Nikon D750 mit Nikkor 24-120 1:4G VR

Gut etwas Zweit-Body in der Tasche zu haben

Vor der Hochzeit die ich zu fotografieren hatte, habe ich mir Gedanken über meine Kamera gemacht, die Nikon D7000* . Das gute Stück hat nun auch schon einige Auslösungen auf dem Buckel, funktioniert zwar einwandfrei aber wer verspricht mir das bei der Hochzeit nicht etwas kaputt geht? Bisher habe ich mir immer ein zweit Body ausgeliehen. Das ist aber auf Dauer nicht so prickelnd, zudem ist in mir die Entscheidung gereift, einen Schritt weiter zu gehen und mir eine Vollformat als Arbeitspferd zuzulegen und die D7000 als Zweit- und Ersatz-Body herzunehmen. Vollformat ist wegen der enormen Iso-Power einfach sehr interessant für mich, die technischen Grenzen bei meiner Theater- und Hochzeitsfotografie würden sich deutlich erweitern.

Stundenlange Recherche und Abwägen

In die engere Auswahl kam eigentlich nur die Nikon D750*, diese Kamera lag auf Anhieb gut in meinen Händen. Am Anfang hat mich das Klappdisplay abgeschreckt, habe ich nie vermisst. Bei der Suche im Netz gab es neben den Top Referenzen auch immer wieder negative Stimmen. Das Streulicht-Problem bei Gegenlicht wurde oft aufgeführt, vielen Fotografen ist dieses Problem gar nicht aufgefallen, da es nur bei bestimmten engen Bedingungen auftritt. Daneben kann die D750 „nur“ max 1/4000 sek und 1/200 sek Blitzsynchronisation.

Im Gegenzug hat diese Kamera einen Autofokus der weniger Licht benötigt und hohe ISO Werte sind absolut kein Problem. Wenn man nun schaut wo ich am häufigsten fotografiere, im knappen Licht, fallen die Verschlusszeit und die Blitzsynchronisation nicht wirklich ins Gewicht. Dazu hat Nikon das Streulicht-Problem behoben.  Beim Umstieg auf die D750 muss ich mich auch nicht großartig umgewöhnen da der Body von der Anordnung der Knöpfe fast identisch ist, praktisch! Was vielen auch noch fehlte ist der AF-ON Knopf auf der Rückseite, diese Funktion kann man aber auf eine Funktionstaste festlegen, wenn man das unbedingt braucht.

Nach dem Body, das Zubehör

Am Ende war die Bestellung geplant und es sollte nicht nur der Body werden. Mir fehlte noch ein Objektiv für den Brennweitenbereich von 24-70mm. Die D750 gibt es im Kit mit dem Nikon AF-S 24-120mm 1:4G ED VR* mit durchgehender 4’er Blende. Im Paket war das sehr verlockend, auch wenn das Objektiv nicht die besten Referenzen hatte. Der Schärfeabfall zu den Rändern, wurde  zum Beispiel oft aufgeführt. Grundsätzlich aber soll es ein wunderbares Reportageobjektiv sein. Also zugegriffen, einmal das Kit D750 mit 24-120mm Objektiv!

Was auch nicht fehlen durfte war der Nikon MB-D16 Multifunktions-Batteriehandgriff*, daran haben sich meine großen Hände so gewöhnt, das musste auch sein. Als dieser geliefert wurde, war ich von der Passgenauigkeit und Festigkeit der Verbindung mit der Kamera überrascht. Dennoch hätte ich für die enormen Kosten einen Griff aus, zumindest teilweise, Metall erwartet.

Nikon D750
Nikon D750

Erstes Testen der D750

Alle Bestellungen trafen noch vor der anstehenden Hochzeit ein und ich konnte Testen. Von den ersten Fotos war ich schon überzeugt. Die Schärfe sitzt einfach, der Autofokus in Verbindung mit dem Verwacklungsschutz im Objektiv machen ihre Arbeit auf den Punkt. Der Batteriegriff sitzt und gleicht das Gewicht des Objektives aus, ohne den Griff wäre die Kamera Kopflastig und dadurch schlechter zu greifen,vor allem im unteren Bereich.

Nikon D750
Nikon D750

Die runden Dinger sind Peak Design* Anker für den Kameragurt. An diesen Gurt habe ich mich schon dermaßen gewöhnt, ich will ihn auch an der D750 nicht missen.  Zack-Zack ist der Gurt gewechselt oder entfernt, geiles System.

Beim Objektiv ist mir im Weitwinkel zum Rand hin ein gewisser Schärfeabfall aufgefallen,  aber ich habe auch danach gesucht. Genauso ist im Weitwinkelbereich eine Vignettierung zu sehen, die kann man nicht wegdiskutieren. Das ist aber alles zu verkraften, dafür ist es eben ein Zoom, man ist flexibel und es werden viele Situationen abgedeckt. Wenn mehr Zeit vorhanden ist und Dinge vorhersehbarer, schraubt man eben eine Festbrennweite drauf. Der Kit Preis ist in Ordnung, dummerweise ist diese Zusammenstellung D750 und Nikkor 24-120 VR im Moment bei vielen Händlern vergriffen. Kein Wunder es werden im Vergleich zum Einzelpreis satte drei Lappen weniger verlangt, das macht das ganze sehr Interessant.

Nikon D750
Nikon D750

Hier Bilder von der Hochzeit bei der ich zum ersten mal die neue Kamera eingesetzt habe, dazu gibt es auch eine kleine Geschichte die ich in einem anderen Artikel erzählen werde.

RobertsRoberts

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Test und Vergleich von Blitz-Funkauslöser Yongnuo YN-622N

Es gibt Momente da will ich entfesselt Blitzen, dafür habe ich mir von Pixel „Rook“ Profi Funkauslöser besorgt. Aber irgendwie bin ich mit den Dingern nie warm geworden. Zuerst dachte ich es liegt an mir. Aber mit immer den gleichen Einstellungen kamen doch unterschiedliche Ergebnisse raus. Ich schob es auf die Akkus, ich bildete mir immer ein das diese bestimmt nicht richtig geladen waren. Ich verzweifelte oft und habe den Fehler bei meinen Einstellungen gesucht. Meistens hat der Blitz zu spät ausgelöst oder gar nicht. Dazu kam es vor das der Blitz nicht aus dem Standby aufgewacht ist. Das war immer spannend wenn mitten im Shooting mal wieder der Blitz aufgeweckt werden musste. Ich habe mich immer so „durchgewurschtelt“ und wenn es gar nicht ging dann habe ich mein 10m TTL Flash Kabel ausgepackt, da hat alles funktioniert wie ich es von den Einstellungen her erwartet habe. Mit dieser mehrfachen guten Erfahrung mit dem Kabel verfestigte sich bei mir die Meinung das der Fehler bei den Pixel-Rook Funkauslösern liegen musste. Nach einer weiteren Enttäuschung bei einem Shooting hatte ich genug.

Toletec Standbesucher Shooting
Sponsor Shooting auf der Convention X-Treme

Also wieder auf die Suche nach Funkauslösern gemacht, das kann doch nicht so schwer sein! Ich bin fündig geworden und zwar bei Yongnuo, ich bestellte die YN-622N und zwar im Set. Einmal den 622N TX mit Display und zweimal die Transciever ohne Display. Wobei die beiden Transciever ebenfalls als Sender und Empfänger benutzt werden können, nur eben ohne Display.

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Toletec Shooting bei der Convention X-Treme

Beim ersten Testen, hab ich sofort gedacht: „Wie geil ist das denn!?“ Die Blitze lassen sich über die Funkauslöser bzw. über die Kamera komplett einstellen. Am Display lässt sich der Modus des Blitzes einfach auswählen. Da ich noch einen SB-800 habe und die Bedienung einfach Mist ist, bin ich mit den neuen Möglichkeiten super zufrieden. Kein Gefummel mehr am Blitz, alles aus der Ferne einstellbar! Auch das erwachen aus dem Standby funktioniert wie es soll! Um den Blitz aus der ferne einstellen zu können muss dieser allerdings TTL fähig sein, also der rein Manuelle Blitz von Yongnuo der YN-560 II, löst nur aus.

Keine Frage die Yongnuo Auslöser sind etwas größer. Es werden AA Mignon eingelegt. Dafür hat man ein AF-Licht das sehr gut funktioniert. Der erste richtige Einsatz war bei der Convention X-Treme, einer Lan-Party bei der ich Sponsoren Bilder fotografiert habe. Nach dem einstellen und Probeschüssen, hatte ich schon ein sehr sicheres Gefühl und ich wurde den ganzen Abend und bis spät in die Nacht nicht enttäuscht. Der Blitz hat immer ausgelöst, ich konnte mich darauf verlassen und darauf kommt es an. Die Akkus hatten auch nach fünf Stunden noch nicht schlapp gemacht.

Keine Frage diese Yongnuo 622N sind ihr Geld auf alle Fälle Wert! In Kombination mit dem 622N TX (Mit Display) Einfach ein Vergnügen! Die eingestellte Blitzleistung wird im Manuellen Modus im Display angezeigt und lässt sich einfach erhöhen oder verringern, bei allen Blitzen in den verschiedenen Gruppen. Was man wissen muss der TX hat keinen extra Blitzschuh, bedeutet man kann keinen Blitz mehr auf die Kamera stecken, für manche ist das ein Kriterium, für mich nicht. Wenn ich das jemals brauchen sollte dann kann ich einen Transciever als Sender verwenden, die haben einen weiteren Blitzschuh.

Die Pixel-Rook fliegen auf jeden Fall in die Tonne!

Euer Lichtfreibeuter

(Links sind Amazon Affiliate)

Test: Dauerlicht-Set mit Softbox und Stativ

Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt mir Dauerlicht Equipment zuzulegen. Dauerlicht ist ja nicht unbedingt eine günstige Alternative zu Blitzen, doch es gibt ja auch  Energiesparlampen. Sucht man nach Erfahrungen mit diesen Sparlampen, dann wird oft das ungleichmäßige Licht oder Farbspektrum und die Tatsache das sie nicht Dimmbar sind, als negativ aufgezählt. Positiv ist auf jeden Fall die geringere Wärmeentwicklung, das ist nicht zu unterschätzen. Ein weiterer positiver Punkt, man kann seine Kamera wie gewohnt benutzen, denn es ist ja hell. Der Belichtungsmesser funktioniert mit dem Dauerlicht wie sonst auch unter Tageslicht Bedingungen.

Nach längerem hin und her habe ich mich entschieden das LIFE of PHOTO Daylight Studioset DS-5070-2, 8×150 W  mit zwei Rechteck Softboxen (ca. 70×50) mit je 4 x 150W Lampen zu testen. Jeweils zwei Lampen haben einen Schalter, somit kann man etwas „Dimmen“.

LIFE of PHOTO Daylight Studioleuchte, 4x150 W
LIFE of PHOTO Daylight Studioleuchte, 4×150 W

Als das Paket ankam war ich doch überrascht, ich hatte bei der Bestellung übersehen das noch eine Tasche mit im Lieferumfang ist, in die das ganze Equipment verstaut werden kann. Wenn man sich nur auf die Lampen konzentriert und schon viele, viele Seiten durch geklickt hat sei mir das „überlesen“ verziehen. Ich hatte Bedenken vor dem Aufbau der Softboxen, habe schon so meine Erfahrungen. Aber hier war das kein Problem, zack zack waren beide aufgebaut. Dann noch die Leuchtmittel eingeschraubt, sind schon ganz schöne Dinger. Nach dem Aufbau kann man sagen, Fassungen und Boxen sind in Ordnung, die Stative sind mir etwas zu klein und könnten robuster daher kommen.Dauerlicht

Beim ersten Test, war ich erstaunt wie viel Licht da heraus kommt! Der erste richtige Einsatz sollte an Weihnachten sein wenn Familienbilder angesagt sind. Zu diesem Zweck habe ich jeweils nur einen Schalter bzw. zwei Lampen pro Box angeschaltet. Die Boxen links und rechts Positioniert, um die Haare von oben/hinten etwas aufzuhellen hatte ich noch meine Octabox mit einem Mobilen Blitz aufgebaut.

Es sind ein paar schöne Portraits herausgekommen und vor allen Dingen hat es Spaß gemacht! Vom Licht her kann ich nichts negatives sagen. Wenn man alle vier Lampen anschaltet hat man auf ca. 2 Meter genug Licht  um bei Iso 100-200 bei 1/80 – 1/125 bei f2.8 – F4. Mit zwei Boxen und somit acht Lampen kann das schon ganz schön grell werden.

 

Schnelle SD-Karten braucht die DSLR-Kamera

Als ich mir meine Kamera zugelegt habe, dacht ich mir, kaufst gleich paar schnelle und große SD-Karten. Es wurden 32 GB SD-Karten von Sandisk und zwar Ultra’s mit 30 MB/s. Das hat auch funktioniert, eine Zeit lang, dann sind mir gewisse Dinge aufgefallen. Im normalen Alltag funktioniert das alles soweit unauffällig. Doch bei Konzerten wenn man schnell zwei drei Bilder hintereinander schießt, den Finger kurz absetzt und dann weiter machen will, dann ging öfter mal nix. Das kostet Zeit und Augenblicke die dann vorbei sind. Der Schreibvorgang blockiert die Kamera und dauerte zu lange. Eine kurze Recherche bringt an den Tag das es nur 30 MB/s beim lesen sind, beim schreiben sieht die Sache ganz anders aus. Es waren im Mittel 15 MB/s das ist relativ wenig, wenn man bedenkt das ein Raw mit 16MP ca. 17-20 MB groß ist. Bedeutet das der Auslöser mehr als eine Sekunde gesperrt ist (wenn der Kamera interne Speicher voll ist), solange geschrieben wird. Das macht bei sechs Bildern im Puffer über sechs Sekunden warten. Manch einer wird jetzt denken, das hätte man auch früher nachlesen können! Stimmt, aber auf der Sandisk Website wird bei den Technischen Details nur darauf hingewiesen das die Schreibgeschwindigkeit geringer ist als die Lesegeschwindgkeit, das wars.

Erst ab den SanDisk Extreme Plus SD-Karten wird die Schreibgeschwindigkeit angegeben. Also der Marke Sandisk treu geblieben und ein paar Extreme Plus Karten geordert, die sollen 80 MB/s lesen und maximal 60 MB/s schreiben. Die Leistung hat sich merklich verbessert. Der Zwischenspeicher kann scheinbar schneller geleert werden. Allerdings müssten so 2-3 Bilder in der Sekunde geschrieben werden, bei Dauerfeuer dauert es aber länger. Da habe ich wohl die Rechnung ohne die Kamera gemacht, nach Recherche bei Google fand ich eine Seite die angibt das die D7000 ca. 26MB/s schreiben kann. Generell fällt es mir nun nicht mehr auf das der Auslöser blockiert ist wegen dem Schreibvorgang, es ist flüssiger. Eine Karte die 30MB/s schafft hätte für die D7000 aber gereicht.

Wer sich eine DSLR zulegt, sollte gleich schnelle Karten mit einplanen. Sonst kauft man zweimal. Ich hatte mir vier Ultras gekauft, die waren seinerzeit auch nicht so günstig, zwei Karten kommen in die Kamera und dann noch zwei als Backup. Das gleiche Spiel jetzt für die Extreme Plus. Außerdem sollte man auch nachlesen wie viel MB die Kamera in der Sekunde packt. Das müssen die SD-Karten mindestens schaffen. Lernen aus Erfahrung ist der schmerzhafteste Weg.

Euer Lichtfreibeuter

Für alle Fälle, eine Kameraversicherung

Bevor ich zu meinem ersten Segeltörn aufbrach, machte ich mir Gedanken über die Sicherheit meines Equipments. Die Kamera könnte nass werden oder heftige Stöße abbekommen, die Objektive könnten stark verkratzen. Im nachhinein gab es tatsächlich einige Situationen die auch hätten sehr negativ für die Kamera ausgehen können. Verloren hätte ich sie nicht, dafür saß der Blackrapid einfach zu gut aber Rempler gab es einige und Wasser hatte es auch Meer mehr als genug. Eine Kameraversicherung musste her um wenigstens das teuerste abzusichern.

Die Suche nach meiner Versicherung war dann doch gar nicht so einfach. Immer wieder musste ich mich durch die Bedingungen und Regeln lesen.  Wann gilt die Versicherung und wann nicht? Manchmal habe ich mich vor lauter Ausschließenden Regeln gefragt was den nun eigentlich noch versichert ist.

Am Ende sind zwei Versicherungen in die engere Auswahl gekommen. Die „Pöppings Fotografenversicherung“ und die „Kameraversicherung“ von P&P (Pergande und Pöthe). Am Ende war es wohl die professionellere Homepage  die mich zu P&P tendieren ließen.

Einen Versicherungsfall hatte ich zum Glück noch nicht, meine Erfahrungen mit dem Service am Telefon waren aber sehr gut! Es war nur noch eine Woche Zeit bis zum Törn als ich meinen Antrag an P&P abschickte. Da ich einige Objektive gebraucht geschossen habe, musste ich die Gläser auf einer aktuellen Tageszeitung fotografieren. Die Neupreise musste ich entweder mit der Rechnung oder mit einem Bildschirmfoto von Amazon beweisen. Den Antrag, die Bilder, Screenshots und eine Geräteliste habe ich dann in ein PDF gepackt und abgeschickt. Nach ein paar Tagen hat sich noch nix getan, da habe ich mal angerufen und meine Situation erklärt das ich doch bald Segeln geh und es mir wichtig wäre das die Kameraversicherung da schon wirkt. Der freundliche Mitarbeiter hat dann tatsächlich meinen Antrag beschleunigt und ich hatte am Abreisetag die Police im Briefkasten. Schöne Sache, ich war beruhigt.

Falls es (was ich nicht hoffe) einmal einen Versischerungsfall gibt, werde ich natürlich darüber berichten wie die Schadensregulierung geklappt hat.

Euer Lichtfreibeuter

Ich packe meinen Seesack und nehme mit…

Wie angekündigt, dies ist der erste Post über den Kroatien Herbst-Segeltörn und was kommt vor dem Aufbruch? Genau! Das Packen! Wochen vor dem Beginn war der Wetterbericht nicht unbedingt gut, die Temperaturen waren so lala. Was nimmt man also mit? „Für jede Situation etwas!“ War die Antwort bei einer Nachfrage an den Skipper… Mist was frag ich auch! Dennoch, beim Zusammenstellen der Kleidung war eine Checkliste sehr Hilfreich, die uns Markus (Skipper und Blogger des „Get-on-Board„-Blogs) und Christian (Co-Skipper) bei einer Vorbesprechung gegeben haben.
Ja, es stand auch die Unterwäsche drauf, im Grunde abarbeiten und fertig. Die Unsicherheiten waren aber da, was ist wenn es regnet, reicht ein normales besseres Cape mit Regenhose? Zur Sicherheit besorgte ich mir noch so Surf-schuhe um wenigsten von oben bis unten Wasserdicht zu sein. Ich war hin und her gerissen zwischen, nehme ich mit und lasse ich da. im Boot ist eben nur begrenzt Platz und es ist voll belegt. Zum Schluss war der Seesack Knall voll gepresst. Das war aber erst die halbe Miete, denn welche Fotoausrüstung nehme ich mit? Welche Objektive werde ich verwenden und was ist mit Stativ?

Seesack

Zum Schluss hatte ich meine Kalahari und eine weiter Fototasche dabei. Bestückt  waren die Taschen mit dem
Nikkor 17-55mm 1:2,8,
Nikkor 70-200mm 1:2,8
Nikkor 35mm 1:1,8
NIKKOR 50 mm 1:1,8
Nikon DX 10,5/2,8 FISHEYE, Nikkor TC-20 Konverter
extra Kameraakku. Einen SB-800 Systemblitz, Funk Blitzauslöser, Fernauslöser. Dann hatte ich noch den Batteriegriff dabei und Akkus von Eneloop für zwei Ladungen. Ich wollte sichergehen das ich immer genug Energie hatte. Ladegeräte hatte ich trotzdem dabei. Dazu hatte ich noch Dinge zur Reinigung der Kamera, immerhin geht es raus auf das Meer, Wasserspritzer hinterlassen Salzflecken. Dann schon leicht Paranoid nahm ich noch meine alte D70 mit Tamron 18-50 mm mit, damit ich noch ein Body habe falls mir einer ins Wasser fällt. Dazu noch meine Graufilter und Polfilter inkl. Step-up Ringe. Beim Stativ habe ich echt gehadert, aber dann mein Manfrotto doch mitgenommen. Die Frage die sich jetzt stellt, was habe ich davon alles benutzt? Was war unnötig? Ich war mir überhaupt nicht im klaren was mich erwartet.
Also das 50 mm habe ich nie benutzt, genauso wie das Tamron auf der D70. Mir ist ja auch die D7000 nicht ins Meer gefallen. Ansonsten waren die Objektive/ Konverter im Einsatz. Das Fisheye hat mir sehr geholfen, auf dem engen Boot alles drauf zu bekommen. Ich hatte zu viele Akkus dabei, Funk Blitzauslöser unbenutzt genauso wie die ganzen Filter und Ringe. Das Stativ und der Blitz kamen genau einmal zum Einsatz. Die Utensilien zur Reinigung waren wichtig für die Linsen. Ging es runter vom Boot hatte ich immer nur mein 35 mm drauf, da es meistens abends war und ich erschöpft, nicht noch viel mit mir rumschleppen wollte, es hat immer ausgereicht und Lichtstark ist es obendrein.

Zum Schluss war ich derjenige der eigentlich am wenigsten dabei hatte! Reduce to the Max! Mir hat nichts gefehlt, ich habe nichts vermisst. Das nächste mal wird es weniger, Evolution!

In der Nacht ging es los, zwei Uhr dreißig, mitten in der Nacht… Eine zum Glück unspektakuläre Fahrt. Ich machte mir darüber Gedanken wie es sein wird, mit fünf anderen auf einem engen Boot. Markus und Frank kannte ich etwas näher, ansonsten war die Bekanntschaft mit der restlichen Crew eher oberflächlich. Eine Herausforderung, genauso wie das Meer, ich war noch nie auf dem Meer Segeln oder überhaupt in einem Schiff dieser Größenordnung unterwegs. Ich war fest davon überzeugt das mir nicht schlecht werden würde, ich hatte aber auch alles dabei um den Ernstfall zu verhindern. In meinem tiefsten inneren hoffte ich das wir richtig Seegang haben würden. Man(n) sucht das Unausweichliche, keine Chance vom Boot zu entkommen. Aber zuerst war ankommen in Vrsar angesagt, kurz vor dem Ziel war die Straße gesperrt.

Eine Rally! Zuerst dachten wir, es geht erst am späten Nachmittag weiter und es war erst zwölf Uhr! Doch der Trainingslauf dauerte zum Glück nur eine halbe Stunde und wir konnten Weiter.  

An der Yacht angekommen, war schleppen an der Tagesordnung, dann einkaufen und noch einmal schleppen, der Proviant wollte verstaut sein. Ca. dreieinhalb Tage ohne Hafen lagen vor uns, da muss für die Mannschaft genug an Bord sein.

einmal schlafen dann geht es endlich los, ich konnte es schon nicht mehr abwarten. Vorher in der Marina am Hafen noch einmal Essen gegangen und eine Kroatische Hochzeit im Restaurant beobachtet. Da waren auch drei Musikanten, aber es ist einem eher der Appetit vergangen, die waren… Naja, milde ausgedrückt, extrem schlecht.

Die Bilder sind am Abend und am nächsten morgen entstanden, auf dem Weg zum Brötchen und Brot besorgen. Das Wetter sollte jetzt doch durchgehend gut bleiben, hatte ich nun doch zu wenig leichte Klamotten dabei?

Das war nur der Anfang einer aufregenden Reise! Es geht weiter, keine Frage! Auf Facebook meine Fanseite Liken um auf dem neuesten Stand zu bleiben, Teilen nicht vergessen 😉 !

Euer Lichtfreibeuter

Einsatz eines Graufilter beim Sonnenuntergang

Mir kam in den Sinn den Speyerer Dom beim Sonnenuntergang von der Badischen Rheinseite aus, zu fotografieren. Ich habe mir so eine Art Scherenschnitt-Bild vorgestellt, mit der Silhouette des Domes. Dazu sollte der Graufilter ND 3 die Wolken und das Wasser durch die nötige Langzeitbelichtung „soften“. Viel mehr Extras hatte ich gar nicht dabei. Mein Stativ, Filter ,Nikkor 17-55mm* und natürlich den Fernauslöser. Als ich am Wasser ankam habe ich mich erst einmal von Kopf bis Fuß mit Anti Stechmückenspray* eingesprüht, die fliegenden Blutsauger waren zahlreich vertreten und flogen am liebsten vor der Sonnenblende des Objektives.

Ich habe bei den Bildern verschieden lange Belichtungszeiten ausprobiert um die Wirkung des Filters auf die Wolken und das Wasser zu sehen.  Die längste Belichtungszeit war über vier Minuten, leider wurde das Wasser des Rheins nicht „spiegelglatt“. Aber die unruhigen, ablenkenden Wellen waren verschwunden.  Die Belichtungszeit habe ich mir von einem App ausrechnen lassen. Zu dem Thema Einstellungen der Kamera bei der Verwendung von Graufilter*, habe ich auch schon einen eigenen Artikel, hier.

 

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