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Erste Ausfahrt mit der „Ema“

Der Herbst-Segeltörn in Kroatien kommt in Fahrt!
Ich bin eigentlich kein großer Frühaufsteher, aber am Tag der ersten Ausfahrt mit der „Ema“ war ich derjenige der die Brötchen und das Brot besorgen sollte.  Die Kamera nahm ich mit. Am Hafen hatten Fischer angelegt und zogen die letzten Fische aus den Netzen. Rauhe Gesichter, braungebrannt und zerfurcht. Mit welch kleinen Booten die Fischer auf das Meer fahren, ich würde sterben.  Auf zum Bäcker.

Nach dem Frühstück ging es dann endlich los und zwar mit der Einweisung der Neulinge in Sachen Sicherheit, Verhalten an Bord und wie man das Boot „Seefest“ macht. Das Ablegemanöver wurde besprochen, jeder wusste nun was er zu tun hatte. Wir waren mit uns selbst beschäftigt und merkten nicht wie ein „Einmannsegler“ am Steg festmachte. Nachdem er fertig war beschwerte er sich warum wir nicht geholfen hatten, naja also hätten wir gemacht, aber haben wir nicht realisiert.
Unser Ablegemanöver war fehlerlos ;-). Stefan (Bootsmann) und ich waren für die Leinen am Bug verantwortlich, die Mooring, los machen, absinken lassen. Wir waren unterwegs! Stefan und ich blieben auf dem Vorderdeck stehen und genossen die Sonne, die Nächte waren immer so kalt das auf dem Deck des Bootes immer große Tau Tropfen waren.

Mit dem Diesel ging es raus auf das Meer, es war kaum Wind und Wellen. Ich war zuerst enttäuscht, aber dachte mir dann, für den Anfang vielleicht genau richtig. Urlaubsstimmung kam auf und der „Ableger“ wurde getrunken. Da kam auch schon die erste Überraschung, Delfine!

Das war meine erste Begegnung mit Delfinen! Ich habe nicht wirklich daran geglaubt und auf einmal waren sie da, eine ganze Schule ist zwei- dreimal aufgetaucht und dann waren sie alle wieder verschwunden. Sie zeigten nur ihre Rückenflosse, aber beeindruckt war ich trotzdem.

Die See war ruhig und viele andere Segler waren unterwegs. Wir haben die Segel gesetzt und machten ca. 3 Knoten Fahrt. Nicht besonders schnell, aber es war ja erst der Anfang. Christian hat eine Speyerer und eine Baden Baden Fahne gehisst, war eben nicht jeder aus der schönen Pfalz.

Es kam die Idee auf im Schlepp zu Schwimmen. Ich dachte erst das ist ein Scherz. Aber kaum war es ausgesprochen, war schon ein Fender an zwei Seilen befestigt im Wasser. Markus hat sich die Virb Action Cam umgeschnallt und ist mit Frank ins Meer gesprungen. Die beiden ließen sich hinter dem Boot herziehen. Ich habe eine Zeit lang gehadert, was wenn ich das Seil nicht zu fassen bekomme oder unter dem Fender durchrutsche. Aber was soll pasieren? Nix! Also rein gesprungen und ziehen lassen.

Das war eine Ersterfahrung, vorne das fahrende Schiff und wir hinterher gezogen. Geniale Sache! Nein, es ist nicht jeder von Bord gesprungen, drei Mann waren immer an Deck.

Um unser Tagesziel zu erreichen mussten wir die Segel einholen und den Diesel anwerfen. Es war einfach zu wenig Wind. Da habe ich auch lernen müssen das so ein Schiff ein „Autopilot“ hat, tolle Sache!

Das Ziel war die „Veruda“ Bucht Südlich von Pula. Erst noch ein wenig gedöst, dann wurde das Schlauchboot klar gemacht, nicht weil wir es brauchten, einfach nur um in der Bucht noch etwas Spaß zu haben.

Das Meer ist so weit und doch kreuzen immer wieder Boote auf, mit denen man zusammenstoßen würde. Wenn das doch beim Lotto spielen auch so gut funktionieren würde!

Angekommen am Ziel waren schon andere da, aber es war mehr als genug Platz um zu Ankern. Wir waren relativ nah am Rand bei 6 m Wassertiefe, es wurde 30 m Kette herunter gelassen. Immer das 4-5 fache der Wassertiefe, tja, wieder was neues.

Jetzt war Dinghi-Action angesagt! Es war nicht perfekt aufgepumpt und bei manchen Richtungswechseln bekam man einen nassen Hintern.

Zu guter letzt war noch ein Fischer mit seiner frau unterwegs.

Das war der erste Seetag mit der „Ema“. Abends gab es Chilli. So ein Tag auf dem Meer schlaucht, ich bin müde in die Koje gefallen. Gut gelaufen auch mit wenig Wind. Ich machte mir Gedanken ob mein Wunsch auf mehr Wind in Erfüllung gehen würde.  Einmal richtig Segeln mit einer ordentlichen Schräglage (Krängung)!

Am Ball bleiben und meine Facebook Seite Liken!

Gruß
euer Lichtfreibeuter

Ich packe meinen Seesack und nehme mit…

Wie angekündigt, dies ist der erste Post über den Kroatien Herbst-Segeltörn und was kommt vor dem Aufbruch? Genau! Das Packen! Wochen vor dem Beginn war der Wetterbericht nicht unbedingt gut, die Temperaturen waren so lala. Was nimmt man also mit? „Für jede Situation etwas!“ War die Antwort bei einer Nachfrage an den Skipper… Mist was frag ich auch! Dennoch, beim Zusammenstellen der Kleidung war eine Checkliste sehr Hilfreich, die uns Markus (Skipper und Blogger des „Get-on-Board„-Blogs) und Christian (Co-Skipper) bei einer Vorbesprechung gegeben haben.
Ja, es stand auch die Unterwäsche drauf, im Grunde abarbeiten und fertig. Die Unsicherheiten waren aber da, was ist wenn es regnet, reicht ein normales besseres Cape mit Regenhose? Zur Sicherheit besorgte ich mir noch so Surf-schuhe um wenigsten von oben bis unten Wasserdicht zu sein. Ich war hin und her gerissen zwischen, nehme ich mit und lasse ich da. im Boot ist eben nur begrenzt Platz und es ist voll belegt. Zum Schluss war der Seesack Knall voll gepresst. Das war aber erst die halbe Miete, denn welche Fotoausrüstung nehme ich mit? Welche Objektive werde ich verwenden und was ist mit Stativ?

Seesack

Zum Schluss hatte ich meine Kalahari und eine weiter Fototasche dabei. Bestückt  waren die Taschen mit dem
Nikkor 17-55mm 1:2,8,
Nikkor 70-200mm 1:2,8
Nikkor 35mm 1:1,8
NIKKOR 50 mm 1:1,8
Nikon DX 10,5/2,8 FISHEYE, Nikkor TC-20 Konverter
extra Kameraakku. Einen SB-800 Systemblitz, Funk Blitzauslöser, Fernauslöser. Dann hatte ich noch den Batteriegriff dabei und Akkus von Eneloop für zwei Ladungen. Ich wollte sichergehen das ich immer genug Energie hatte. Ladegeräte hatte ich trotzdem dabei. Dazu hatte ich noch Dinge zur Reinigung der Kamera, immerhin geht es raus auf das Meer, Wasserspritzer hinterlassen Salzflecken. Dann schon leicht Paranoid nahm ich noch meine alte D70 mit Tamron 18-50 mm mit, damit ich noch ein Body habe falls mir einer ins Wasser fällt. Dazu noch meine Graufilter und Polfilter inkl. Step-up Ringe. Beim Stativ habe ich echt gehadert, aber dann mein Manfrotto doch mitgenommen. Die Frage die sich jetzt stellt, was habe ich davon alles benutzt? Was war unnötig? Ich war mir überhaupt nicht im klaren was mich erwartet.
Also das 50 mm habe ich nie benutzt, genauso wie das Tamron auf der D70. Mir ist ja auch die D7000 nicht ins Meer gefallen. Ansonsten waren die Objektive/ Konverter im Einsatz. Das Fisheye hat mir sehr geholfen, auf dem engen Boot alles drauf zu bekommen. Ich hatte zu viele Akkus dabei, Funk Blitzauslöser unbenutzt genauso wie die ganzen Filter und Ringe. Das Stativ und der Blitz kamen genau einmal zum Einsatz. Die Utensilien zur Reinigung waren wichtig für die Linsen. Ging es runter vom Boot hatte ich immer nur mein 35 mm drauf, da es meistens abends war und ich erschöpft, nicht noch viel mit mir rumschleppen wollte, es hat immer ausgereicht und Lichtstark ist es obendrein.

Zum Schluss war ich derjenige der eigentlich am wenigsten dabei hatte! Reduce to the Max! Mir hat nichts gefehlt, ich habe nichts vermisst. Das nächste mal wird es weniger, Evolution!

In der Nacht ging es los, zwei Uhr dreißig, mitten in der Nacht… Eine zum Glück unspektakuläre Fahrt. Ich machte mir darüber Gedanken wie es sein wird, mit fünf anderen auf einem engen Boot. Markus und Frank kannte ich etwas näher, ansonsten war die Bekanntschaft mit der restlichen Crew eher oberflächlich. Eine Herausforderung, genauso wie das Meer, ich war noch nie auf dem Meer Segeln oder überhaupt in einem Schiff dieser Größenordnung unterwegs. Ich war fest davon überzeugt das mir nicht schlecht werden würde, ich hatte aber auch alles dabei um den Ernstfall zu verhindern. In meinem tiefsten inneren hoffte ich das wir richtig Seegang haben würden. Man(n) sucht das Unausweichliche, keine Chance vom Boot zu entkommen. Aber zuerst war ankommen in Vrsar angesagt, kurz vor dem Ziel war die Straße gesperrt.

Eine Rally! Zuerst dachten wir, es geht erst am späten Nachmittag weiter und es war erst zwölf Uhr! Doch der Trainingslauf dauerte zum Glück nur eine halbe Stunde und wir konnten Weiter.  

An der Yacht angekommen, war schleppen an der Tagesordnung, dann einkaufen und noch einmal schleppen, der Proviant wollte verstaut sein. Ca. dreieinhalb Tage ohne Hafen lagen vor uns, da muss für die Mannschaft genug an Bord sein.

einmal schlafen dann geht es endlich los, ich konnte es schon nicht mehr abwarten. Vorher in der Marina am Hafen noch einmal Essen gegangen und eine Kroatische Hochzeit im Restaurant beobachtet. Da waren auch drei Musikanten, aber es ist einem eher der Appetit vergangen, die waren… Naja, milde ausgedrückt, extrem schlecht.

Die Bilder sind am Abend und am nächsten morgen entstanden, auf dem Weg zum Brötchen und Brot besorgen. Das Wetter sollte jetzt doch durchgehend gut bleiben, hatte ich nun doch zu wenig leichte Klamotten dabei?

Das war nur der Anfang einer aufregenden Reise! Es geht weiter, keine Frage! Auf Facebook meine Fanseite Liken um auf dem neuesten Stand zu bleiben, Teilen nicht vergessen 😉 !

Euer Lichtfreibeuter

Alte Freunde, neue Erfahrungen und Vorfreude auf ein Abenteuer

Alte Freunde

Jetzt weis ich gar nicht wie ich Anfangen soll, vor ein paar Monaten ist was schönes passiert, das Schicksal meint es gut mit mir. Mein alter Freund Markus, den ich schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen habe, hat sich bei mir über Facebook gemeldet (oder ich bei Ihm?). Auf jeden Fall ging es um das Bloggen, Markus hat einen schönen neuen Blog den „Get on Board!“ und schreibt über seine Freizeitgestaltung wie Snowboard fahren, Canyoning und seine Passion das Segeln.

Segeln mit der Midgard                       Der Skipper Markus

Vorfreude auf ein Abenteuer

Ich wunderte mich noch, wo er nur die ganze Zeit her nimmt für die vielen Aktionen, da fragte er mich ob ich nicht Lust hätte Anfang Oktober mit einer gecharterten Yacht vor Kroatien zu Segeln. Peng, wie geil war das denn? Man muss dazu sagen das wir uns bestimmt zehn Jahre nicht mehr gesehen haben und unsere ganze neuere Konversation über den Chat von Facebook abgelaufen ist. Dementsprechend hat mich das Angebot erst einmal umgehauen. Zu sechst auf einem Boot, mit Leuten die ich bis auf Markus eigentlich nicht kenne. Wie soll ich mich Entscheiden? Scheissdrauf! Manchmal muss man das Schicksal laufen lassen! Also habe ich angenommen, die Yacht ist gechartert, die Mannschaft steht. Die Vorfreude auf ein Abenteuer wächst!

Segeln mit der Midgard

Neue Erfahrungen

Jetzt hat Markus auch eine kleine Jolle, die „Midgard“ mit der wollten wir mal segeln und davon Foto’s schießen. Das ganze wurde oft verschoben, hat aber nun endlich geklappt. Es sollte meine erste Erfahrung mit einem Segelboot werden. Nebenbei sahen wir uns das erste mal seit Lichtjahren, wir hatten noch nicht mal Telefoniert, das ist mir aber erst aufgefallen als mir bewusst wurde das wir gar nicht unsere Nummern ausgetauscht hatten. Meine Frau würde jetzt sagen „Typisch Mann!“.
Die Midgard kam aus dem Winterlager, bei den Eltern von Markus und wurde am See zusammen gebaut.

Segeln mit der MidgardSegeln mit der Midgard

Ich lies mir ein paar Segel-Begriffe erklären und von denen gibt es viele. Für jedes Stück und für jeden Handgriff eine eigene Bezeichnung, glaube ich.

Segeln mit der Midgard

Auf dem Wasser war wenig bis gar kein Wind, genau richtig für so einen Segel-Frischling wie mich. Im Boot waren wir zu dritt, Christian ein Freund und Kollege von Markus war mit dabei. Christian ist auch Mannschaftsmitglied bei unserem Herbstsegeltörn.
Die Unbekannten werden weniger! Auf den Bilder sieht man die Besatzung Paddeln um etwas vom Land weg zu kommen.

Segeln mit der Midgard       Christian

Segeln mit der Midgard

Auf dem Boot hatte ich meine D7000 mit dem Nikkor 17-55 f2.8 dabei. Angst, das ich mit samt der Kamera ins Wasser fallen könnte, hatte ich nicht, ist mir aber hin und wieder durch den Kopf geschossen. Ich habe mir überlegt vor dem Herbst-Törn eine Kameraversicherung abzuschließen. Darüber werde ich dann auch berichten.

Segeln mit der Midgard

Segeln mit der MidgardSegeln mit der Midgard

Nebenbei hat Markus sich bei Garmin als Tester von einer Actioncam beworben und den Zuschlag bekommen. Das Segeln war eine schöne Möglichkeit den ersten Film mit der Test-Cam in den Speicher zu brennen. Dazu wird es auf dem „Get on Board-Blog“ einen ersten Testbericht geben, als erstes gibt es dort den Filmstreifen unseres Segel-Nachmittag. Gut es hätte etwas mehr Wind sein können um dem Wort „Action“ etwas mehr Leben einzuhauchen. Da wurde kurzerhand mit einem Sprung ins Wasser die Dichtheit des Gerätes überprüft.

Segeln mit der MidgardSegeln mit der Midgard

Meine erste Segelerfahrung hat mir Lust auf Meer mehr gemacht. Angst das ich bei Wellengang Seekrank werde hab ich nicht, da habe ich schon einschlägige Erfahrungen auf Motorbooten hinter mir. Segeln und Lichtfreibeuter passt! Ich halte euch auf dem laufenden!

Euer Lichtfreibeuter

 

Brezelfest, Dirndel Weltrekord und Festumzug in Speyer

Das Brezelfest in Speyer ist für die Wohlfühlstadt ein Großereignis. Bei diesem Volksfest ist der ganze Festplatz mit Fahrgeschäften und Gastronomie-Betrieben ausgefüllt. Um das ganze noch attraktiver zu gestalten wurde im letzten Jahr ein Weltrekord mit den meisten Dirndel-Trägerinnen aufgestellt. Dieses Jahr sollte es die längste Polonaise mit Dirndel-Trägerinnen sein. Die Domstadt rief und die Dirndeln kamen, der bestehende Weltrekord wurde gebrochen. Die Aufstellung zur Polonaise war vor dem Altpörtel. Ein lustiges Völkchen das sich einstimmte auf den bevorstehenden Erfolg. Am Ende waren es 2697 Trachtenträgerinnen und Träger. Gerade 33 Trachten mehr als 2013 bei der Faschingspolonaise in Nürnberg.

Sonntags gibt es immer vor dem Brezelfestumzug einen Brezelfestlauf, an dem viele Betriebe Teilnehmen. Dieses mal hat es immer mal wieder geregnet. Zum Glück war die VIP Tribüne für den Umzug frei und ich stand im trockenen zum fotografieren. Diese Idee hatten auch andere aber es war genug Platz. Zuerst hatte ich das Nikkor 17-55 drauf und dann das Nikkor 70-200 durch die kleine Blende konnte ich die Schärfe schön platzieren.

Der Umzug an sich war bis auf einige Highlights, der Umzug eben, wie die Jahre zuvor. Eine Tradition, ein Familien Erlebnis,  muss sein, gewisse Wagen wirken schon schwer wie aus einer anderen Zeit. Ich fand ihn nicht schlecht, aber eben auch nicht besonders prickelnd.

Disneyland Paris und die Buffalo Bill Show

Ich kann nicht sagen das ich begeistert war als mich meine Frau fragte ob wir nicht mal ins Disneyland Paris fahren sollen. Ehrlich gesagt habe ich es versucht abzuwehren, aber es half nichts. Ich musste mir irgendwann eingestehen das ich keine Argumente und Chancen mehr hatte und ich jetzt da durch muss.  Im Reisebüro blieb ich dann auch tapfer bei der Offenbarung der Kosten für drei Übernachtungen und Eintritt, inkl. Buffalo Bill Show.

Irgendwann war es soweit, Auto gepackt, Navi aktualisiert, Familie noch mal auf die Toilette geschickt und los. Die Fahrt war unspektakulär, da bin ich längeres gewohnt. Der Park liegt günstig, man bekommt vom Paris Verkehr eigentlich nichts mit, um Paris kann es auch recht eng zu gehen, hab ich auch schon erlebt. Im Hotel angekommen, dem Magic Circus einem vier Sterne Hotel, fällt mir gleich der eingespielte Duftstoff auf. Süßlich, soll wahrscheinlich die Atmosphäre wie auf dem Jahrmarkt erzeugen, hat nicht geklappt, fand es widerlich. Im Aufzug hat sich der Geruch gestaut, bäh. An der Rezeption dann musste man sich fast anschreien den die Musik war teilweise auch so laut wie im Zirkus. Ansonsten war das Zimmer in Ordnung, man hätte über das versiffte Telefon oder den nicht funktionierenden zweiten Fernseher bei den Kinderbetten Reklamieren können, aber das war mir zu doof, brauchen die Kids eh nicht, die sollen müde vom Park sein und abends pennen.

Am Anteisetag war geplant abends in die Buffalo Bill Show zu gehen, da es hier auch was zu futtern gibt. Der Plan ging auf, die Show sollte man sich nicht entgehen lassen, macht Spaß zuzuschauen und dabei ständig was auf den Teller und ins Glas zu bekommen.

Buffalo Bill ShowBuffalo Bill Show

Der Tag darauf wurde im Themenpark verbracht. Der erste Eindruck nach dem laufen auf der „Main Street“, so groß ist der Park gar nicht. Was einem auch noch ins Auge sticht, ist der totale Kommerz. Überall Geschäfte, in denen für teuer Geld alles gekauft werden kann was das Disney Imperium so hergibt.

Buffalo Bill ShowBuffalo Bill ShowBuffalo Bill Show

Wir haben uns angeschaut und gefahren was man in zehn Stunden nur machen kann. Dann war Schluss, fix und alle. Die Erkenntnis ist, man braucht mindestens zwei Tage für den Park weil man so lange anstehen muss. Die Wartezeiten waren bei uns noch Human, zwischen 20 und 45 Minuten musste eingerechnet werden. Nach der Größe der Wartebereiche zu urteilen, war fast nix los.

Tags darauf im Disneyland Abenteuer, wurde in den Disney Studios verbracht. Ein ganz eigener Park, neben dem Park. Filmkulissen, zum Beispiel „Herrschaft des Feuers“ waren aufgebaut. War ganz interessant. Die Stuntshow hätte bisschen mehr bieten können, da hat irgendwas gefehlt. Wieder nach 10 Stunden, Feierabend. Ursprünglich waren wir so Motiviert und sagten uns das wir am Abreisetag noch einmal in den Park gehen, da wir Spät auschecken konnten bis zwölf Uhr. Scheiß drauf! Haben wir nicht mehr gemacht, drei Tage mit ca. 25 Stunden halligalli Bedröhnung war wirklich genug. Es war nun Feiertag und sichtlich mehr los im Hotel. Auschecken und Abfahrt, gemütlich nach Hause und den Trubel hinter einem lassen. Mit dem Gefühl das es gut war, aber keiner Wiederholung Bedarf. Meine Frau ist auch geheilt.

Studio Tram TourStudio Tram TourEisenbahn

Da ich keine schwere Fotoausrüstung mit mir rumschleppen wollte, habe ich auf mein Tamron Reiseobjektiv zurück gegriffen. Dazu habe ich noch das Nikkor 35mm 1,8 mit genommen. Es war das erste mal das ich das Tamron wieder länger angeschraubt hatte. Die Bilder sind für Urlaubsfotos auch ausreichend, das war es dann aber auch. Das 35’er war scharf und zuverlässig, wie immer. Geiles Teil!

Disney Studios

THW Ortsverband Speyer 60. Jubiläum

dieses Jubiläum hatte ich schon über ein Jahr in meinem Kalender stehen. Ich wurde von Christian Kripp aufgefordert das Jubiläum des Technischen Hilfswerk Speyer etwas zu Dokumentieren. Denn es werden zwar viele Fotos gemacht aber wenige kommen beim THW an. Da schon einen Tag vorher alles aufgebaut wurde, dachte ich mir, gehst mal vorbei und lässt dich blicken. Dann bin ich kein unbekannter mehr und die Fahrzeuge lassen sich auch noch ablichten. Dort angekommen waren die Helfer alle schön am putzen und sauber machen. Es war schon sehr warm und der Samstag sollte brüllend heiß werden. Da gab es schon Befürchtungen das viele den Weg zum Badeweiher lieber gehen als den zum Jubiläum. Wie vorhergesagt wurde der Samstag heiß, trotzdem waren viele gekommen. Natürlich durfte der Oberbürgermeister Hansjörg Eger auch nicht fehlen. Der Ortsbeauftragte Jan Görich hat das Fest mit einer Rede eröffnet, dann kam der OB und noch einige mehr.  Mit der Zeit wurde der Sonnenstreifen vor dem Rednerpult immer größer und der Abstand zu den Interessierten Zuhörern eben auch, man suchte den Schatten. Bei diesem Festakt durften die Pressefotografen natürlich nicht fehlen. Es war interessant zu sehen wie verschieden die Vorgehensweise der Fotografen war.  Und an dieser Stelle muss ich zugeben, ich hatte keinen Blitz dabei. Also konnte ich auch nicht gegen die Sonne anblitzen. Die Premium Foto Positionen bei den Vorführungen, damit meine ich solche aus der nicht jeder mit seiner Kompaktkamera Fotografieren kann, blieben mir so, meistens versperrt. Nun musste ich eben aus der Situation das beste machen und das ist mir ganz gut gelungen.  Auf meinen Notizzettel kommt aber trotzdem dick und fett, dass der Blitz dabei sein muss gerade bei gleißendem Sonnenlicht.

Gegen mittag wurden vom THW Präsidenten Auszeichnungen für die Hochwasserhelfer verliehen. Das und eine Leiterübung des Jugend THW nahm ich noch mit. Dann hat uns die Hitze so zugesetzt, das wir heim gingen und auch nicht wie geplant am Abend wieder kamen, schade die Band abends soll richtig gut gewesen sein.

An dieser Stelle muss ich auch noch einmal meinen Respekt für die freiwilligen und Ehrenamtlichen Helfer aussprechen! Denn keine Helfer, keine Hilfe! Gerade in diesen Unwetter-Tagen ist es wichtig zu wissen das einem geholfen wird, wenn mal etwas schief läuft.

 

 

Der Rezitator

Einen der letzten Auftritte im Kulturbeutel des Kinder- und Jugendtheaters Speyer, hatte Oliver Steller. Wir waren nur Nachmittags auf der Kindervorstellung. Die war ganz witzig, den Kindern hat es gefallen. Na, jetzt weis ich zumindest was ein Rezitator ist.  Abends gab es von Oliver Steller auch noch einen Auftritt für Erwachsene. Den habe ich ausfallen lassen.
Das war sie nun die letzte Vorstellung im Kulturbeutel 2014, es war schon ab und zu zeitraubend und so manches mal spät. Es bleibt ein weinendes und ein lachendes Auge. Das weinende, weil es hat einfach Spaß gemacht! Das lachende, noch ne Woche fast jeden Tag im Theater, ich wär auf dem Zahnfleisch gegangen. Es wird noch einen „Rückblick“ Artikel geben.

Oliver StellerOliver StellerOliver StellerOliver StellerOliver Steller

Projekt – Kinder und Jugendtheater Speyer

Im ersten Halbjahr 2013 war der „Kulturbeutel“ auf der Domwiese. Das Kinder und Jugendtheater Speyer hat dort ein Zirkuszelt aufbauen lassen in dem die Verschiedensten Aufführungen stattfanden. Die Fotogruppe Speyer wurde eingeladen um während den Veranstaltungen zu Fotografieren. So kam ich als Mitglied der Fotogruppe, auch in den Genuss Veranstaltungen abzulichten, nun hängen im Kindertheater einige Bilder der Veranstaltungen im Treppenaufgang, auch welche von mir. Macht mich schon ein wenig Stolz, immerhin laufen Tag für Tag viele Leute auf dem Weg zu den Aufführungen an diesen Bildern vorbei. Leider sind die Bilder nicht beschriftet. Bilder von den „Wellküren“, „Laura Brückmann“, „Max und Moritz“ und vom Zeltaufbau sind von mir (insgesamt acht).

Am coolsten finde ich das im neuen Theaterprogramm über dem Artikel der Fotoausstellung ein Bild von mir ist. Man sieht das innere des Bauwagens in dem sich die Schauspieler und Künstler vor und nach den Auftritten zurechtgemacht haben.

Die „Boxettes“ die auch während des Kulturbeutels aufgetreten sind haben in diesem Bauwagen spontan gesungen und ein Video gedreht das sie später auf Youtube veröffentlicht haben. Leider ist dieses Video nun in Deutschland wegen der Musikrechte gesperrt.
Über den Kulturbeutel 2013 habe ich drei Artikel:
Teil 1 / Teil 2 / Teil 3
Damit ist es aber noch nicht zu Ende, so werden für die neuen Stücke die im Theater gespielt werden, auch immer wieder andere Kostüme und Aufbauten benötigt. Diese werden in einer kleinen aber feinen Werkstatt mit viel Herzblut genäht und gebaut. Da wird während der 24. Spielzeit auch fotografiert. Damit immer wieder „frisches“ Material in die Rahmen  des Kinder und Jugendtheaters kommt und dem Betrachter ein Eindruck vermittelt wird, wie die Kostüme und der Bühnenaufbau entstehen. Theater ist nicht nur Kultur  die Spaß macht, sondern auch viel Arbeit. Ein paar erste Impressionen gibt es vorab:

Cava Herstellung in Sant Sadurni d’Anoia

Da wir schon mal in der Nähe von Sant Sadurni d’Anoia in Katalonien waren, habe ich bei dem großen Cava Hersteller Freixenet eine Tour durch die Keller gebucht. Cava ist ein geschützter Begriff der nur für Schaumwein aus bestimmten Spanischen Regionen verwendet werden darf. Da es sich um eine Traditionelle Herstellung handelt, wird die zweite Gährung in der Flasche vollzogen. Wenn man sich die Anzahl der Flaschen versucht vorzustellen, liegt man schon daneben, es sind mehr. Neben den Hauptsorten werden einige Cavas noch komplett Traditionell hergestellt und von Hand gerüttelt und gedreht, diese liegen in den alten Gewölbekellern und das teilweise schon über Jahrzehnte. Geniale Keller, muffig, voller alter Flaschen, altes Gemäuer, soll man nicht glauben wenn man die Flaschen im Geschäft sieht. Die Modernen Keller sind mit Maschinen befahrbar die vollautomatisch die Flaschen in Boxen setzten für den nächsten Arbeitsgang. Aber selbst diese neueren Keller sind beeindruckend. Das drehen der Flaschen, ob nun von Hand oder durch Maschinen, ist nötig um die Hefe im Flaschenhals zu sammeln. Diese wird heutzutage dann gefroren, die Flasche gedreht und der Kronkorken geöffnet, die gefrorene Hefe schießt raus und der richtige Korken wird eingesetzt. Genial! Die Grundweine werden aus verschiedenen Traubensorten aus verschiedenen Gebieten ausgebaut. Der Traubensaft dieser Trauben ist dermaßen mild und hat einen eigenen Geschmack, der mir zuerst fremd erschien und nicht richtig mit dem Gedanken an Trauben zusammen passte, aber sehr gut das Zeug! Guter Grundstoff für ein gutes Ergebnis. Diese Grundweine werden je nach dem, in Edelstahltanks oder eben auch nach traditioneller Art in Holzfässern gelagert. Ganz so wie der Cava dann schmecken soll. Die Reifung wird mit dem entfernen der Hefe unterbrochen, er ist also im Moment der Auslieferung Trinkfertig und am besten. Nach der Führung gab es eine Verkostung von Cava Cordon Negro Brut, ehrlich gesagt bin ich kein so ein Sekt-Trinker eher meine Schwiegermutter, für die ich diese Tour auch organisiert hatte, der Negro war mir immer zu trocken und schmeckte mir nie so richtig. Doch diesmal war der Geschmack besser um nicht zu sagen vollkommen anders, ich vermute das dieser eben “frisch” aus der Fertigung ist und nicht schon ein Jahr oder länger im Regal steht.

Es gab einen Haufen Motive, aber im absoluten Dämmerlicht. Um irgendwie bei der Geschwindigkeit des Rundgangs ein paar Fotos herauszubekommen die man danach auch ansehen konnte musste ich schon erheblich an der ISO Schraube drehen. Es sind mir trotz der Widrigkeiten ein paar gute Schüsse gelungen die einen kleinen Eindruck vermitteln wie riesig die Mengen an Flaschen sind innerhalb der zwanzig Kilometer Keller-System.

Freixenet RennwagenFreixenet HauptsitzFreixenet BasisweinFreixenet BasisweinCava FlaschengährungFreixenet Traditionelles Werbeschild
Cava FlaschengährungFreixenet alter CavaFreixenet alter CavaFreixenet Flaschengährung

Kellerei Freixenet, ein Album auf Flickr.

Feste feiern

Die letzten Jahre habe ich meinen Geburtstag auf der Wiese vor unserer Wohnung gefeiert. Dazu lade ich immer das ganze Haus ein, dieses Jahr kam auch noch dazu, das ein Pärchen aus der Nachbarschaft sich entschlossen hat zu Heiraten. Das war also ein tripple oder Hattrick oder wie auch immer, Geburtstag, Hochzeit und Haus-Fest in einem sozusagen.

Vor dem feiern kommt das Shooting

Freitags wurde Standesamtlich geheiratet, schön war das, danach in den Domgarten zum Fotos schießen. Da war ich schon etwas angespannt, das erste mal das es funktionieren muss. Als Zweitfotograf war mein “Bootsmann” Jürgen mit dabei, dazu als Assi fürs Licht Manuela. Wir waren im Domgarten, durch das Shooting mit Yasmin Walloschek hatten wir schon etwas Erfahrung an dem Flecken gesammelt, da zeigten sich gleich parallelen und wir erinnerten uns auf was man achten sollte, das hat uns einiges geholfen. Es wurde uns wieder auf einigen Bildern zum Verhängnis das die Sonne so brachial reinbrannte und alles was nicht im Schatten war in helles gleißendes Licht tauchte. Trotz aller Aufregung vorher sind nicht wenige gute Bilder dabei rausgesprungen. Nach dem Shooting hatten wir uns den Kaffee und Kuchen verdient.

Dann die Feier

Am Samstag dann die Tripple Feier, am Abend war die Wiese voll und als Überraschung kam auch die Guggenmusik Gruppe “Die Schnoogefetzer” vorbei, laut war das, keine Frage!

Die Bilder der Standesamtlichen Trauung gibt es hier:
Gabi und Werner Hochzeit in Speyer