Zoofotografie oder Tierfotos im Zoo

Tierfotos im Zoo, da gehen die Meinungen auseinander. Die einen finden diese Fotos langweilig, da man auf den Bildern oft erkennt das diese im Zoo geschossen wurden, andere haben eben ein Problem mit eingesperrten Tieren.

Gedanken die ich mir mache

Ich gehe gern mit meiner Familie in den Zoo um die Tiere zu sehen und zu fotografieren. Bei uns in der Nähe gibt es einige Zoos und ich habe schon viele besucht. Es ist nicht so das mich das Thema mit den eingesperrten Tieren kalt lässt und ich es generell gut heiße, aber deswegen verteufel ich  nicht den ganzen Zoo. Das ist kein einfaches Thema und ich will hier nicht weiter darauf herum reiten, sondern meine Fotos zeigen und kurz aufreisen wie man im Zoo bessere Fotos schießt.

Auf Augenhöhe

Oft ist es so das man bei den Gehegen dazu neigt von oben über den Zaun oder das Gitter zu fotografieren. Das Bild sieht später aus wie es aufgenommen worden ist „von oben herab“. Besser ist so nah wie möglich an den Zaun oder Gitter ran und auf Augenhöhe, das macht das Bild besser und trainiert die Beine. Ist der Zaun dünn und man steht direkt mit der Linse davor, verschwinden die Drähte später auf dem Bild. Die Schneeeule ist ein gutes Beispiel dafür.Schneeeule

Sind die Stäbe zu dick, kann man das Bild eigentlich vergessen. Wenn man doch gezwungen ist über die Absperrungen zu fotografieren, dann sollte man den Abstand vergrößern und heranzoomen. Das hat den Effekt das der Winkel zum am Boden sitzenden Tier flacher wird. Dieses Murmeltier wurde aus Brusthöhe abgelichtet, aber mit einer Brennweite von 180 mm
(am Kleinbild / mit Cropfaktor 270 mm).Murmeltier

Und immer grüßt der Bildaufbau

Wie bei jedem Foto sollte man sich beim Blick durch den Sucher kurz den Bildaufbau durch den Kopf gehen lassen. Das Motiv immer in die Mitte zu platzieren ist sehr oft zu langweilig. Man kann sich an den „Goldenen Schnitt“ halten und zur Hilfe die Linien im Sucher einblenden lassen (wenn man eine Kamera hat, mit dieser Funktion). Solche Linien helfen zu Beginn ungemein, benutzt man diese als Anfänger dann verbessert man seine Bilder meist Automatisch.  Die Blickrichtung des Tieres oder von einem anderen Protagonisten, ist auch eine Hilfestellung, denn lässt man in Blickrichtung mehr Platz auf dem Bild, dann hat der Betrachter Raum dem Blick zu folgen. Das Murmeltier schaut nach rechts, der Kopf ist relativ mittig, der Körper auf der linken Seite des Bildes. Der Blick hat Raum nach rechts, der Körper ist nicht angeschnitten und wirkt auch nicht an den linken Rand gedrängt.

Hintergrund erarbeiten

Im Zoo ist es eben so, das die Kulisse in den seltensten Fällen wie in der freien Natur aussieht. Man muss sich soweit das möglich ist den besten Hintergrund „erlaufen“. Dann sollte eine kleine Blende eingestellt werden um den Hintergrund unscharf zu gestalten. Vor allen Dingen sollte auf unnatürliche Farben und gerade Linien geachtet werden. Wenn gerade Linien vom Dach oder Gehege durch das Bild laufen, dann verliert das Bild oft an Wirkung.Ente

Aber nicht immer, wie man hier am Waschbären Bild schön sehen kann, diese zwei schauen so interessiert aus dem Stall das sie die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Waschbär

Zudem kennen wir die Waschbären aus dem TV und wie sie in Deutschland sehr nah beim Menschen Leben. Wir erwarten solche Bilder auf denen das vorhanden sein von Menschen zu sehen ist (hier durch die Anordnung der Stämme und die gesägte Kante)

Mitbewohner im Zoo

Es gibt immer noch andere Tiere im Zoo die vom Nahrungsangebot profitieren , aber keine Regulären Bewohner sind. Hier ein Graureiher, will man den am Rhein so nah ablichten, braucht man schon ein mächtiges Zoom. Im Tierpark steht der noch keine zwei Meter von einem weg und wartet bis was für ihn abfällt.

Graureiher

Storch

Störche hat es auch öfter in Zoos, die bekommen hier und da auch immer mal einen Fisch zugeworfen.

Der Streichelzoo

Auch für die kleinsten wird gesorgt, es gibt oft Ziegen und Schafe im Zoo die Gefüttert werden dürfen. Hat man Glück sind gerade Jungtiere im Gehege, da kommt der „Niedlichkeitsfaktor“ nicht zu kurz! Wenn im Frühjahr die Sonne rauskommt, bleiben die kleinen wie festgenagelt in den warmen Sonnenstrahlen stehen.Junge ZiegenJunge Ziegenhuhn Schaaf Ziege

Für die Aufnahmen habe ich ein Nikon 70-200/2.8*
benutzt. Meinen Konverter Nikon TC-20 E II* hatte ich zwar dabei, aber nicht benutzt. Die Tiere zeigten sich an dem relativ angenehmen Tag, in der Sonne sehr fotogen.
Was man bei Tieren nicht machen sollte ist blitzen, sieht man im Zoo häufig. Da wird die kompakte drauf gehalten und die Automatik blitzt. Nicht gut! Wird das beherzigt dann entstehen auch keine Probleme mit hässlichen Reflektionen in evtl. vorhandenen Scheiben.

in diesem Sinne
Euer Lichtfreibeuter

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