Licht-Freibeuten im Lufthafen Frankfurt

Unsere Nachbarin ist aktiv im S.e.H.T. (Selbständigkeits-Hilfe bei Teilleistungsschwächen e.V.) und hat für eine Gruppe einen Ausflug zum Flughafen Frankfurt gebucht. Wie das manchmal eben ist, es sind einige kurz vorher abgesprungen. So kamen wir auf den Plan. Unsere Nachbarin hat meine Frau kurzerhand gefragt ob wir den nicht einspringen wollen. Hat mich sehr gefreut denn ich war schon ewig nicht mehr als “Besucher” am Flughafen, um Fotos zu machen eigentlich noch nie. In Frankfurt angekommen haben wir uns auf einen dieser Sündhaft teuren Parkplätze gestellt und sind zu dem angegebenen Schalter marschiert. Dort hat uns denn auch unser Guide abgeholt, ein Werksstudent. Sehr freundlicher und sympathischer Typ. Dachte zuerst der studiert was in Richtung Flugzeugbau oder Logistik da er sehr viel über die Flugzeuge, Technik und den Ablauf wusste. Weit gefehlt, ich glaube er sagte das er Geschichte und Psychologie auf Lehramt studiert. Nach der Sicherheitskontrolle, da mussten wir durch sonst kommt man nicht auf das Vorfeld, wurden wir mit dem Bus auf dem Flugfeld herumgefahren. Ich dachte mir nur, was ein Aufwand. Wie viel Energie verwendet wird um unsere Hintern in die letzten Winkel dieser Erde zu wuchten. Hundertausende von Litern Kerosin, in einem A380. Abgesehen von meinen Umweltbedenken, auf einem Flughafen packt mich immer das Fernweh, einfach weg, den Globetrotter raushängen. Man spürt es förmlich, hier ist die Drehscheibe, von hier aus geht es in die weite Welt als wenn man nur durch ein Tor gehen müsste. Im Minutentakt kommen und gehen hunderte von Menschen, Geschichten, Schicksale und werden in alle Welt verteilt. Die pure Technik ist beeindruckend, aber das was so ein “Lufthafen” wirklich hervorhebt ist das hier die Welt “klein gemacht” wird, das ist faszinierend.

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