Archiv der Kategorie: Nachgedacht

Gedanken des Lichtfreibeuters zur Straßenfotografie

Straßenfotografie. Klingt schmutzig. Klingt urban. Eine Hupe, ein zahnloses Grinsen, eine Sirene die im Hintergrund heult. Kaugummi das unter deinem Schuh klebt, der Geruch der Straße wabert herauf und zieht dir in die Nase. Straßenfotografie ist ein harter Name für einen schönen Zweig der Fotografie. Bezähme das Chaos, gib der Kakophonie des Modernen Lebens einen Rahmen. Erfasse, was es bedeutet am Leben zu sein. Gedanken des Lichtfreibeuters zur Straßenfotografie weiterlesen

Asyl, ein Spiel des Überlebens

Am letzten Sonntag war die Abschlussvorstellung des Theaterstückes „Asyl“ im Kinder- und Jugendtheater Speyer. Es war wie eine Game-Show, die Verlierer bekamen Überlebenspunkte abgezogen, die Gewinner bekamen Asyl. Asyl, ein Spiel des Überlebens weiterlesen

Zoofotografie oder Tierfotos im Zoo

Tierfotos im Zoo, da gehen die Meinungen auseinander. Die einen finden diese Fotos langweilig, da man auf den Bildern oft erkennt das diese im Zoo geschossen wurden, andere haben eben ein Problem mit eingesperrten Tieren.

Gedanken die ich mir mache

Ich gehe gern mit meiner Familie in den Zoo um die Tiere zu sehen und zu fotografieren. Bei uns in der Nähe gibt es einige Zoos und ich habe schon viele besucht. Es ist nicht so das mich das Thema mit den eingesperrten Tieren kalt lässt und ich es generell gut heiße, aber deswegen verteufel ich  nicht den ganzen Zoo. Das ist kein einfaches Thema und ich will hier nicht weiter darauf herum reiten, sondern meine Fotos zeigen und kurz aufreisen wie man im Zoo bessere Fotos schießt.

Auf Augenhöhe

Oft ist es so das man bei den Gehegen dazu neigt von oben über den Zaun oder das Gitter zu fotografieren. Das Bild sieht später aus wie es aufgenommen worden ist „von oben herab“. Besser ist so nah wie möglich an den Zaun oder Gitter ran und auf Augenhöhe, das macht das Bild besser und trainiert die Beine. Ist der Zaun dünn und man steht direkt mit der Linse davor, verschwinden die Drähte später auf dem Bild. Die Schneeeule ist ein gutes Beispiel dafür.Schneeeule

Sind die Stäbe zu dick, kann man das Bild eigentlich vergessen. Wenn man doch gezwungen ist über die Absperrungen zu fotografieren, dann sollte man den Abstand vergrößern und heranzoomen. Das hat den Effekt das der Winkel zum am Boden sitzenden Tier flacher wird. Dieses Murmeltier wurde aus Brusthöhe abgelichtet, aber mit einer Brennweite von 180 mm
(am Kleinbild / mit Cropfaktor 270 mm).Murmeltier

Und immer grüßt der Bildaufbau

Wie bei jedem Foto sollte man sich beim Blick durch den Sucher kurz den Bildaufbau durch den Kopf gehen lassen. Das Motiv immer in die Mitte zu platzieren ist sehr oft zu langweilig. Man kann sich an den „Goldenen Schnitt“ halten und zur Hilfe die Linien im Sucher einblenden lassen (wenn man eine Kamera hat, mit dieser Funktion). Solche Linien helfen zu Beginn ungemein, benutzt man diese als Anfänger dann verbessert man seine Bilder meist Automatisch.  Die Blickrichtung des Tieres oder von einem anderen Protagonisten, ist auch eine Hilfestellung, denn lässt man in Blickrichtung mehr Platz auf dem Bild, dann hat der Betrachter Raum dem Blick zu folgen. Das Murmeltier schaut nach rechts, der Kopf ist relativ mittig, der Körper auf der linken Seite des Bildes. Der Blick hat Raum nach rechts, der Körper ist nicht angeschnitten und wirkt auch nicht an den linken Rand gedrängt.

Hintergrund erarbeiten

Im Zoo ist es eben so, das die Kulisse in den seltensten Fällen wie in der freien Natur aussieht. Man muss sich soweit das möglich ist den besten Hintergrund „erlaufen“. Dann sollte eine kleine Blende eingestellt werden um den Hintergrund unscharf zu gestalten. Vor allen Dingen sollte auf unnatürliche Farben und gerade Linien geachtet werden. Wenn gerade Linien vom Dach oder Gehege durch das Bild laufen, dann verliert das Bild oft an Wirkung.Ente

Aber nicht immer, wie man hier am Waschbären Bild schön sehen kann, diese zwei schauen so interessiert aus dem Stall das sie die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Waschbär

Zudem kennen wir die Waschbären aus dem TV und wie sie in Deutschland sehr nah beim Menschen Leben. Wir erwarten solche Bilder auf denen das vorhanden sein von Menschen zu sehen ist (hier durch die Anordnung der Stämme und die gesägte Kante)

Mitbewohner im Zoo

Es gibt immer noch andere Tiere im Zoo die vom Nahrungsangebot profitieren , aber keine Regulären Bewohner sind. Hier ein Graureiher, will man den am Rhein so nah ablichten, braucht man schon ein mächtiges Zoom. Im Tierpark steht der noch keine zwei Meter von einem weg und wartet bis was für ihn abfällt.

Graureiher

Storch

Störche hat es auch öfter in Zoos, die bekommen hier und da auch immer mal einen Fisch zugeworfen.

Der Streichelzoo

Auch für die kleinsten wird gesorgt, es gibt oft Ziegen und Schafe im Zoo die Gefüttert werden dürfen. Hat man Glück sind gerade Jungtiere im Gehege, da kommt der „Niedlichkeitsfaktor“ nicht zu kurz! Wenn im Frühjahr die Sonne rauskommt, bleiben die kleinen wie festgenagelt in den warmen Sonnenstrahlen stehen.Junge ZiegenJunge Ziegenhuhn Schaaf Ziege

Für die Aufnahmen habe ich ein Nikon 70-200/2.8*
benutzt. Meinen Konverter Nikon TC-20 E II* hatte ich zwar dabei, aber nicht benutzt. Die Tiere zeigten sich an dem relativ angenehmen Tag, in der Sonne sehr fotogen.
Was man bei Tieren nicht machen sollte ist blitzen, sieht man im Zoo häufig. Da wird die kompakte drauf gehalten und die Automatik blitzt. Nicht gut! Wird das beherzigt dann entstehen auch keine Probleme mit hässlichen Reflektionen in evtl. vorhandenen Scheiben.

in diesem Sinne
Euer Lichtfreibeuter

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Für alle Fälle, eine Kameraversicherung

Bevor ich zu meinem ersten Segeltörn aufbrach, machte ich mir Gedanken über die Sicherheit meines Equipments. Die Kamera könnte nass werden oder heftige Stöße abbekommen, die Objektive könnten stark verkratzen. Im nachhinein gab es tatsächlich einige Situationen die auch hätten sehr negativ für die Kamera ausgehen können. Verloren hätte ich sie nicht, dafür saß der Blackrapid einfach zu gut aber Rempler gab es einige und Wasser hatte es auch Meer mehr als genug. Eine Kameraversicherung musste her um wenigstens das teuerste abzusichern.

Die Suche nach meiner Versicherung war dann doch gar nicht so einfach. Immer wieder musste ich mich durch die Bedingungen und Regeln lesen.  Wann gilt die Versicherung und wann nicht? Manchmal habe ich mich vor lauter Ausschließenden Regeln gefragt was den nun eigentlich noch versichert ist.

Am Ende sind zwei Versicherungen in die engere Auswahl gekommen. Die „Pöppings Fotografenversicherung“ und die „Kameraversicherung“ von P&P (Pergande und Pöthe). Am Ende war es wohl die professionellere Homepage  die mich zu P&P tendieren ließen.

Einen Versicherungsfall hatte ich zum Glück noch nicht, meine Erfahrungen mit dem Service am Telefon waren aber sehr gut! Es war nur noch eine Woche Zeit bis zum Törn als ich meinen Antrag an P&P abschickte. Da ich einige Objektive gebraucht geschossen habe, musste ich die Gläser auf einer aktuellen Tageszeitung fotografieren. Die Neupreise musste ich entweder mit der Rechnung oder mit einem Bildschirmfoto von Amazon beweisen. Den Antrag, die Bilder, Screenshots und eine Geräteliste habe ich dann in ein PDF gepackt und abgeschickt. Nach ein paar Tagen hat sich noch nix getan, da habe ich mal angerufen und meine Situation erklärt das ich doch bald Segeln geh und es mir wichtig wäre das die Kameraversicherung da schon wirkt. Der freundliche Mitarbeiter hat dann tatsächlich meinen Antrag beschleunigt und ich hatte am Abreisetag die Police im Briefkasten. Schöne Sache, ich war beruhigt.

Falls es (was ich nicht hoffe) einmal einen Versischerungsfall gibt, werde ich natürlich darüber berichten wie die Schadensregulierung geklappt hat.

Euer Lichtfreibeuter

Ersterlebnisse verlängern das Leben

Wer kennt das nicht, man blickt zurück und denkt „Wie sind die Jahre nur verflogen…?“. Bis man 18 ist scheint die Zeit zu kriechen und fängt dann langsam an zu Beschleunigen. Das Zeitempfinden verändert sich, man hat das Gefühl je Älter man wird desto schneller vergeht die Zeit. Ich erinnere mich nur an die „Herausragenden“ Ereignisse welche sich in das Hirn eingegraben haben. Was ist mit der Zeit dazwischen? Komprimiert und weggepackt, die ganz normalen Tage, der Alltag, wird aus der Erinnerung gelöscht. Die Ersterfahrungen werden weniger je Älter man wird. Somit haben wir das Gefühl unser Leben vergeht „schneller“. Daran sind wir selber Schuld! Je häufiger Neues und Emotionales erlebt wird, desto mehr prägt sich im Gedächtnis ein und um so stärker „entschleunigt“ sich das Leben rückblickend.
Es gilt die gefühlte Zeit mit neuen Ersterlebnissen abzubremsen und sich neuem zu öffnen und noch einmal erste Male zu erleben.

Ich habe gerade eben einen Segeltörn in Kroatien hinter mir (wie in diesem Artikel angekündigt), ich war vorher noch nie Segeln. Auf diesem Trip hatte ich jeden Tag ein erstes Mal. Ich habe mich einfach darauf eingelassen und zig Erlebnisse haben sich unauslöschlich in mein Gedächtnis eingebrannt mit all ihren Emotionen und Bildern. Es funktioniert! Lebensverlängerung durch Ersterlebnisse, Rückblickend kommt mir die Woche wie eine kleine Ewigkeit vor, im positiven Sinne.

Ich habe den Segeltörn auch fotografisch begleitet, dazu wird es bald einen weiteren Artikel geben. Der Törn lief in Kooperation mit dem Get on Board Blog, dort werden dann zusätzlich zu den Bildern noch Videos Präsentiert. Ihr dürft also über meine Ersterlebnisse beim Segeln gespannt sein!

Genießt euer Leben!

Eurer Lichtfreibeuter

Hier noch ein Buchtipp über die Wahrnehmung der Zeit
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Wasserzeichen „Mega-scheiße“ ?

Wer anfängt Foto’s in das Internet zu laden, wird sich früher oder später die Frage stellen wie es denn mit den Rechten an dem Bild aussieht. Es kann schließlich ganz einfach kopiert werden. Klar ist, das kopieren und verwenden, ist ohne Zustimmung des Urhebers nicht erlaubt. Aber kopiert wird immer, deshalb sollte man überlegen welche Bilder im Netz landen. Ich schreibe die Bilder die ich in Facebook lade eigentlich ab und freue mich über Verbreitung. Anders sieht das bei Flickr aus, hier behalte ich mir alle Rechte vor.
Ich habe zuerst keine Wasserzeichen verwendet und als Kopierschutz sehe ich diese auch nicht. Diese Zeichen sind meist verpönt, dennoch habe ich mich für einen Hinweis in der linken unteren Ecke entschieden, der meinen Namen und die Adresse dieses Blogs zeigt. Das mache ich bei Facebook und Google plus, es hat schlicht und ergreifend eine höhere Werbewirkung. Zumindest in dem Bereich in dem ich mich bewege. Solange ich es in den Besucherzahlen sehe werde ich ein Wasserzeichen bei Netzwerken wie Facebook verwenden.

Ich verfolge auf Facebook verschiedene Fotografen, unter anderen Steffen Böttcher und Paul Ripke. In einem Interview sind die beiden einstimmig zu dem Schluss gekommen, das Wasserzeichen mega-scheiße sind. So ein Zeichen beeinflusst das Bild und stellt eigentlich kein Kopierschutz dar, viele sind sogar so dominant das Bilder regelrecht zerstört werden. Dem stimme ich zu! Wenn man das ganze als zusätzliche Werbung sieht, in den sozialen Medien, dezent anwendet, merke ich aber einen Effekt. Das hilft, das kann man auch in den Besucherzahlen sehen, deswegen kann ich nicht ganz mit der „totalen“ Ablehnung konform gehen. Falls einmal die Ströme auf meinen Blog so groß sind das solche kleinen Einflüsse nicht mehr auffallen, dann lass ich das weg. Bis jetzt ist es eine nützliche Sache. Ich folge den beiden immer noch, hat scheinbar nach dem dritten Teil des Interviews, nicht jeder weiterhin gemacht. Dabei ist klar das die beiden ihre Linie hart vertreten, die beiden haben es „geschafft“ und zwar genau so wie sie es eben machen, ohne Wasserzeichen. Am Ende muss man seinen eigenen Weg finden.

Kulturbeutel 2014 Versuch einer Reflexion

Letztes Jahr im Herbst ging es darum die Proben im Kinder- und Jugendtheater Fotografisch zu dokumentieren. Da bin ich nicht richtig darauf angesprungen, es hat sich überschnitten mit den Aufnahmen für das Fotobuch  „Speyer im Dunkeln“.  Es kam eine längere Funkstille, doch zum Kulturbeutel Auftakt ist dann doch alles glatt gelaufen. Beim „Kick Off“ für die Ehrenamtlichen Helfer war ich dabei und das war auch wichtig, von Anfang an dabei zu sein ist etwas anderes als dann irgendwann aufzutauchen und von nix eine Ahnung zu haben. An diesem Abend setzte ich mir das Ziel so viele Veranstaltungen wie möglich zu fotografieren, ich wollte mir nicht nur die Rosinen rauspicken, ganz oder gar nicht. Leicht gedacht, ich wusste es wird schwer. Der Blick in das Programm eröffnete mir die Möglichkeit in fünfzehn Veranstaltungen zu gehen. Ich habe zu jedem Event das ich besuchte, einen kleinen Artikel geschrieben und die jeweiligen Bilder veröffentlicht und in der Linkschleuder Facebook geteilt. Mit durchwachsenem Erfolg. Manchmal dachte ich da muss doch mehr gehen, aber das Theater hat nicht die Lobby, als ich annahm. Bei einigen Veranstaltungen waren gerade mal dreißig Leute, davon viele Bekannte und Familie der Künstler. Ich wunderte mich als es an der Kasse hieß: „Klasse, ist heute viel los!“ Da war ich wohl von anderen Größenordnungen ausgegangen, die meisten Auftritte wurden auch im kleinen Saal unter dem alten Stadtsaal aufgeführt. Am Anfang war ich da etwas genervt. Man kann sich dort nicht wirklich frei Bewegen. Doch es ist nur eine andere Herangehensweise gefragt. Ich muss zugeben das ich zum Schluss des Festival gar nicht mehr so oft aufgestanden bin. Ich kannte dann schon die guten Plätzchen und blieb auch dort. Insgesamt habe ich „nur“ vierzehn mal fotografiert, exklusiv dem Helferfrühstück.
Zwischendurch waren auch noch andere Foto Kollegen der Fotogruppe anwesend. Einmal bei „Alan“ fand ich es fast peinlich, da bin ich dann auch früh gegangen, es waren satte fünf Fotografen. Es hat in jeder Ecke geklickt und auch geblitzt. Das Blitzen war so heftig im Halbdunkel das ich gegenüber dachte: „So jetzt siehst erstmal nix mehr!“ Auf den Notizzettel für das nächste mal:“Besser absprechen!“ Es ist klar das wir Bilder machen sollen und wollen, aber dabei muss das oberste Gebot sein die zahlenden Gäste so wenig wie möglich zu stören. Ich habe lieber mal kein Bild gemacht, es muss auch nicht die ganze Handlung abgelichtet werden, wer es genau wissen will soll in die Aufführung gehen.
Mir ist aufgefallen das, dass Publikum am Anfang Toleranter ist. Deswegen würde ich je nach Veranstaltung höchstens in den ersten 2 Minuten Blitzen. Wenn es die Handlung zulässt. Ich habe das Blitzen generell gelassen. Bei manchen Theaterstücken wird es so ruhig, das man eine Stecknadel fallen hört, da sollte man auch nicht zwischenrein Funken, das wird die Spannung stören. Leider sind diese Momente, oft die fotografisch interessanten Motive. Ein schmaler Grat. Der Moment in dem ausgelöst wird muss passen, die Aufnahme muss im Kasten sein ohne „Dauerfeuer“ ein Schuss ein Bild. Das war der Anspruch und eine sehr lehrreiche Übung. Auch eine körperliche, das schwere Objektiv mit der Kamera und Akku-griff über eine gewisse Zeit im Anschlag halten ohne sonderlich zu wackeln will trainiert sein.
An Günter Weißkopf und an Moritz Weißkopf habe ich Bilder geschickt und bekam von beiden ein sehr schönes Feedback. Das freut einem! Man fühlt sich „gebauchpinselt“.
Von meiner Seite her ist das Theaterstück „Kill Your Darling“ der Favorit, soweit ich das überhaupt bewerten kann. Genial, es hat sich aber auch gezeigt, wer den Film „Fight Club“ nicht kennt, hatte es schwer mit der Story. Momentan kann ich zu dem Auftritt allerdings keine Bilder zeigen, da noch eine Zustimmung zur Veröffentlichung fehlt. Starke Bilder, Juwelen in der Schatzkiste…
Das ganze Projekt ist um ehrlich zu sein, nicht nur da um das Festival zu Dokumentieren, im Foyer des Theaters werden Bilder des Festivals hängen, die meisten wahrscheinlich von mir. Wenn es erlaubt wird, kommt ein dezentes Wasserzeichen ins linke untere Eck, als Werbung für diesen Blog. Das ist ein Angebot des Theaters und wie ich finde unterschätzt. Deswegen habe ich dieses Jahr zugeschlagen und werde so wie es aussieht gut vertreten sein.

Zum Abschluss des Festivals gab es ein Helferfrühstück, bei dem die Ehrenamtlichen Helfer noch einmal hervorgehoben wurden, ohne die wäre so etwas gar nicht möglich. Überrascht hat mich Nicole Schneider und Mathias Folz als sie mich erwähnten, auch direkt meinen Blog ansprachen und das  ich nun bis Kassel bekannt sei, durch die Bilder vom Traumfresserchen. Bin vor Stolz fast geplatzt.

Mir hat es sehr gut gefallen, als es vorbei war hab ich es vermisst.

Euer Lichtfeibeuter













Plastik Rhein

Durch einen Artikel in der Rheinpfalz wurde ich auf ein Thema Aufmerksam das ansonsten immer nur ab und zu mal im Fernsehen aufpoppt. Es geht um Kunststoffabfälle in unseren Gewässern der dann eben auch in den Meeren und Ozeanen landet. Der Kunststoff wird durch die mechanische Beanspruchung vom Wellenschlag langsam aber sicher zerkleinert. Diese bunten kleinen Stücke sehen für Tiere oftmals aus als wären sie etwas fressbares. Die Meeresbewohner die diese Kunststoffe fressen leiden unter schmerzhaften und oftmals extrem Lebensverkürzenden Folgen. Aber auch große Stücke werden gefressen, im März 2013 wurde vor der Spanischen Küste ein toter Pottwal angeschwemmt, in seinem Magen befanden sich satte 17 Kg Kunststoffabfall. Insgesamt förderten die Forscher 59 verschiedene Kunststoffteile aus dem elf Meter langen Tier. Darunter alleine 30 Meter Kunststofffolie wie sie im Gartenbau verwendet wird, dazu Gartenschläuche, Blumentöpfe und Kleiderbügel.

Wir in Deutschland produzieren 7,5% der weltweiten Kunststoffnachfrage, die restlichen EU-Staaten zusammen weitere 5%. Das ist ein riesen Berg an Plastik, 2008 wurden weltweit 245Mio Tonnen Kunststoff produziert. Die Zahlen kommen aus einem EU Bericht “(BIOIS) Plastic waste in the Environment (Kunststoffabfälle in der Umwelt), Abschlussbericht, Europäische Kommission, November 2010“. In diesem Bericht steht unter anderem das wir in Deutschland mehr als 98% unseres Plastik Abfalls wiederverwerten, das reicht für Platz drei, beim Recyceln sind wir auf Platz eins in Europa.

Zurück zu dem Zeitungsartikel, darin schlägt das Umweltbundesamt eine Bezahlpflicht für Kunststofftüten vor. Das ist doch schon mal nicht schlecht, nur was passiert dann wieder mit den Mehreinnahmen, werden diese so eingesetzt das auch nachweisbar weniger Kunststoff “wild” entsorgt wird? Und ist diese “Tüten-Steuer” auch wirklich neu? In allen Supermärkten die ich kenne kosten die Tüten ohnehin schon Geld. In Schuh- und Kleiderläden kostet es nichts. Jeder Bundesbürger verbraucht im Schnitt 65 Plastiktüten im Jahr, EU weit sind es 197 Stück, diese Zahl gibt das Umweltbundesamt raus. Ich wohne am Rhein und gehe auch oft an diesem Spazieren, was ich da so am Ufer sehe sind viele Plastikteile aber wenige Tüten. Meist sind es Flaschen oder Teile davon und es gibt noch viele Pfandfreie Flaschen. Kommen wir wieder zu unseren Tüten beim Schuh- und Kleiderkauf  diese nimmt man mit nach Hause, wirft sie in den Wertstoffsack, benutzt sie nochmal zum einkaufen oder eben auch als Müllsack. Die wenigsten Tüten werden wohl wild entsorgt, was zu meinem Subjektiven Empfinden von den Rheinspaziergängen passen würde und auch vom Bundesamt so gesehen wird. Unser recht gutes Abfallsystem in Deutschland kümmert sich um den Rest. Aber was passiert mit den Pfandfreien Flaschen und dem ganzen anderen Verpackungsmüll? Die/den kann man überall wegwerfen, wie praktisch und es kost ja nix! Oder Kanister die als Behälter für Scheibenreiniger oder Destilliertes Wasser gedient haben. Von Flaschen für Grillanzünder über Folien von Zigarettenschachteln zu Einwegfeuerzeugen, alles Dinge die man mit “raus” nimmt dorthin wo es keinen Mülleimer gibt. Nicht zu vergessen die ganzen Petri-Jünger die nach ihrem Angelvergnügen die Madendosen und Tau-Würmer Schachteln aus Styropor am Wasser liegen lassen. Lecker, denkt sich da manch eine Möwe! Das fatale ist, das alle Kunststoffteile die in die Flüsse gelangen, irgendwann im Meer ankommen dort zersetzen sie sich nicht, sie werden höchstens kleiner. Alles Plastik das vom Rhein ins Meer gespült wird wird da so für 450 Jahre vor sich hin dümpeln.

Hier ein paar Bilder wie das bei Speyer aussieht:

Ich habe mich nicht anstrengen müssen um diesen Müll zu finden, auffällig viele Fastfood Verpackungen, die auch Plastikteile enthält. PET-Flaschen und sonstige Lebensmittelverpackungen liegen auf der Rangliste noch vor den Plastiktüten. Eigentlich solange es Menschen gibt die so etwas machen kann man sich nur “Fremd-Schämen” das sind Voll-Honks denen alles egal ist.

Chris Jordan hat sich auch in einem Projekt mit diesem Thema beschäftigt, ist zu den Midway Inseln und hat dort Kadaver von Vögeln Fotografiert die aufgrund von Kunststoff im Körper gestorben sind, daneben hat er darüber auch einen Film gedreht. Hier noch ein Film den man sich ansehen sollte, Plastik-Planet. Danach werdet ihr die Auswirkungen unseres Kunststoffproblems globaler sehen.

Ein Thema das bewegt!

Gruß
Lichtfreibeuter

Zwischen den Jahren – dem Mondjahr und Sonnenjahr

Habe ich schon oft gehört und benutze es auch selbst. Diese Redewendung „zwischen den Jahren“ verwende ich eigentlich für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Aber warum eigentlich? Diese Zeit erscheint mir oft als unwirklich, als wenn die Welt stillsteht, was sie natürlich nicht macht. Die Welt dreht sich weiter und zwar um die Sonne in 365 Tagen und ein paar Stunden. Die zwölf Monate die über das Jahr durch die wechselnden Phasen des Mondes angezeigt werden, daher hat auch der Monat seinen Namen hat, dauern 354 Tage. Seit ältesten Zeiten hat die Menschen diese Differenz zwischen Mondjahr und Sonnenjahr beunruhigt. Es geht um elf Tage und zwölf Nächte, die vor der Kalenderreform von Julius Cäsar (Julianischer Kalender) die überzählige Tage auf die zwölf Monate verteilte, monatslos „zwischen den Jahren“ standen. Es ist schon ein erstaunlicher Fakt das sich diese Redewendung für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr erhalten hat, obwohl das schon seit über 2000 Jahren in unseren Breiten nicht mehr relevant ist.

Genaugenommen sind es die „Raunächte“, die Zeit zwischen Wintersonnenwende und Neujahr die aus dem Rahmen fallen. In früheren Zeiten glaubte man, in diesen zwölf außergewöhnlichen Nächten, in besonderer Weise, übersinnlichen Einflüssen ausgeliefert zu sein, positiv wie negativ. Das Spektakel und der Lärm den man in der Neujahrsnacht veranstaltet, wird als Versuch erklärt das sich aus der Lücke zwischen den Jahren keine bösen Geister zu uns drängen können, diese Geister sollen vertrieben werden. Es wird so lautstark gezeigt das man nicht schläft, sondern wacht.

Vom Christentum hat die aufgeklärte Welt gelernt, solche Dinge als Unfug anzusehen, das sich niemand mehr zu fürchten braucht. Mir persöhnlich gefällt die Idee böse Geister zu vertreiben sehr gut!