Dragonfly - Libelle

Nikon Z6 meine ständige Begleitung in der Krise

Es liegen aufwühlende Wochen hinter mir. Hochzeiten wurden verschoben oder abgesagt, man wurde auf das wichtige im Leben geerdet, die Gesundheit. In dieser Zeit war ich tatsächlich häufiger als sonst mit meinem Dackel im Wald. Ich wollte aus meinem Fotomotivationsloch raus und so wurde der Wald zu meinem neuen Fotoprojekt. Zuerst habe ich einfach drauflos fotografiert, da ich nicht wirklich einen Plan hatte. Natürlich sind viele Bilder von meinem Dackel entstanden, ich fühlte mich zurückversetzt in die Zeit, als ich anfing mit der Fotografie.

Mein Rauhaardackel „Schiller“

Um mich auf das nötigste zu reduzieren hatte ich auf die Z6 zuerst das 50‘er gesteckt. Die Fotos waren aber nicht der Burner, irgendwie langweilig. Da erinnerte ich mich an einen Spruch den ich mir zu Anfang immer ins Bewusstsein gerufen hatte: “Ist es zu langweilig, bist Du zu weit weg!“. Ergo wurde das 105mm Micro Nikkor auf die Z6 geschnallt und von da ab lief alles wie am Schnürchen. Das 105mm Nikkor habe ich schon eine gefühlte Ewigkeit im Regal stehen und bin nie so richtig warm damit geworden. Das hat sich an der Nikon Z6 geändert, ich kann gar nicht genau sagen warum, es funktioniert bei mir einfach besser. Denke es ist die freie Wahl der Fokuspunkte die bei der D750 schon arg eng ist. Man benötigt für die erwähnten Objektive noch den FTZ Adapter an der Z6 was aber absolut kein Problem ist.

Flechten auf einem Baum

Makrofotografie mein neuer Schwerpunkt

Zuerst habe ich angefangen für mich interessante Rinde mit Flechten abzulichten. Die Auswahl dabei war willkürlich, was gefiel wurde mitgenommen. Dachte mir Rinden Textur auf großem Alu-Dibond im Wohnzimmer, vielleicht gar nicht schlecht! Später als Blüten den Wegesrand eroberten kamen diese auf den Plan mit ersten Schmetterlingen und sonstigen Insekten.

Da alles aus der Hand geschossen ist, bin ich auf so manches Insektenbild besonders stolz. Dazu muss man bedenken das ich für meinen Dackel umso interessanter wurde, je weiter ich mich auf den Boden bückte. Er wollte auch sehen was ich so toll fand an den Blümchen.

Ich habe noch einiges an Erfahrung zu sammeln, meine vergangenen Makroversuche waren eher kurze Strohfeuer aber im Moment hat es mich gepackt. Was mich stört sind die ausgefressenen stellen auf den glänzenden Körpern der Insekten, das kommt durch die Sonne, aber ohne Licht geht es eben nicht. Da muss ich mir wohl einen Diffusor für meinen Aufsteckblitz besorgen und den dann auch mit nehmen. Wenn ich mir die Makros aus diversen Facebookgruppen anschaue und dann meine, da sehe ich bei mir noch gewaltig Luft nach oben.

Jetzt habe ich die Z6 schon so viele Kilometer durch die Gegend getragen und ich muss sagen, es ist angenehm leicht das Teil. Auch Fotografisch wurde ich wieder geerdet und das ist auch gut so. Es wurde wahrscheinlich auch Zeit einen neuen Schwerpunkt zu setzen. Ihr dürft gespannt sein wo die Reise hin geht, ich bin es auch.

Rinde mit verdorrtem Efeubewuchs

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