Nikon Z6

Nikon Z6 die neue an Board

Lange habe ich mir überlegt wie ich mich Ausrüstungstechnisch Verändere. Ich habe einige Nikkore und so ist mir dann die Entscheidung bei Nikon zu bleiben, doch relativ einfach gefallen. Nur die Entscheidung für die Nikon Z6 war gar nicht so leicht.

Das Stigma des einen Kartenslot

Es gab bei der Einführung der Nikon Z6* gleich negative Kritik wegen dem einzelnen Steckplatz für Speicherkarten. Das hatte mir die Kauflaune auch erst einmal verhagelt und ich habe auf die D850* geschielt, nur das war auch nicht was ich wollte. Meine Absicht war, eine leise und etwas leichtere Kamera einzusetzen. Ich habe mich derart in das Thema eingelesen das ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen habe und war so frustriert, das ich schon dachte ich muss den ganzen Krempel verkaufen und wie so viele zu Sony wechseln.

Meine neue an Board, die Nikon Z6

Es war immer die Rede davon was los ist wenn die eine, einzige Speicherkarte den Geist aufgibt. Eine zweite Kamera hat man ja schließlich dabei! Doch bei der Kamera wird immer davon ausgegangen das der Verschluss oder sonst ein mechanisches Teil den Geist aufgibt oder die Software komplett abkackt. Aber was ist wenn bei der Kamera mit zwei Kartenschächten der Controller den Geist aufgibt und beide Karten mit Müll beschreibt? Der Bildschirm zeigt bei der Bildkontrolle aber ein gutes Bild, der Supergau wird erst am heimischen Computer Realität. Was dann?
Es kommt vor das auf beiden Karten die gleichen Fehler geschrieben werden, nur bei einigen Bildern, nicht oft, selten sogar, bei mir genau einmal. Aber es ist passiert! Es ist mir genauso oft passiert, so oft wie bei mir eine Speicherkarte bei einigen Bildern defekte aufwies, einmal.

Diese Erkenntnis hat mich irgendwie beruhigt und ich kam zu dem Schluss, das ich einfach beide Kameras gleichmäßig einsetzen muss, um die Wahrscheinlichkeit eines kompletten Verlusts auf ein Minimum zu drücken.

Gegen das Stigma des einzelnen Kartenslot, war der leichte Wisch-Effekt im Sucher, bei schnellen Bewegungen, die Tatsache das der Sucher Blendeneinstellungen nur bis Blende f5,6 mitgeht und der Augenfokus, der schlechter sein soll wie bei der Sony, nur Nebensache. Scheissdrauf, hab se mir trotzdem bestellt, yeah!

Die Sache mit der dargestellten Blende

Das die Blende nur bis f5,6 mechanisch geschlossen und ansonsten nur noch der Sucher abgedunkelt wird, bedeutet das die Darstellung des Schärfebereiches nicht korrekt ist, weder im Sucher noch auf dem Monitor. Das wäre bei Makroaufnahmen und Landschaftsaufnahmen nicht von Vorteil. Ok, ich habe schon ein paar Makros produziert aber ich bin jetzt nicht der Makrofotograf und Landschaften gehen mehr nebenher. Bei Makro kann ich das Problem aber auf jeden Fall nachvollziehen. Bei der D750* kann man im Liveview die Schärfe in der 100% Ansicht bei der jeweils eingestellten Blende überprüfen und die Blende ändern bzw. die Schärfe einstellen. Das dann der AF nicht mehr funktioniert ist bei Makros hinfällig, da sowieso in diesen Bereichen manuell scharf gestellt wird. Das Verhalten der D750 bei Makros ein klarer Pluspunkt. Warum das so nicht bei den Z’s implementiert wurde verstehe ich nicht.

Bei Landschaften hat das vorgehen an den Z’s auch einen Nachteil den ich nachvollziehen kann, der Blendenstern von Lichtern kann nicht mehr abgeschätzt bzw. auf den Punkt eingestellt werden. Es müssten Probeaufnahmen gemacht werden, nicht immer reicht dafür die Zeit.
Das muss man wissen, für meine Fotografie ist das aber nicht wirklich wichtig bzw. relevant.

Der Augenfokus der Z6

Kann ich absolut nichts negatives sagen, funktioniert super. Wenn mehrere Personen auf dem Bild sind kann man mit dem Joystick zwischen den Personen wechseln. Und das im ganzen Sucher, das ist ein unschlagbarer Vorteil gegenüber der D750 mit ihrem kleinen AF-Feld im Sucher. Das ist mal eine richtige Hilfe! Um nicht zu sagen geiler Scheiß!

Im Wald bei 1/25 f8 iso400 (zugeschnitten)

Der Bildstabilisator der Z6

Den FTZ Adapter habe ich schon an einigen Objektiven getestet. Am häufigsten habe ich im Moment mein 50’er f1.8* auf der Nikon Z6. Eine Erweiterung der technischen Grenzen! Die Schärfe auch unterhalb von 1/20s ist bemerkenswert.

Nikon Z6 flimmerts?

Als meine Nikon Z6 angekommen war und ich durch den Sucher geschaut habe, flimmerte der im LED-Licht meiner Esszimmer Beleuchtung. Aja, stimmt das sollen Spiegellose ab und an auch noch machen, bei LED- und manchen Neonröhren. Bevor ich diese Zeilen geschrieben habe, wollte ich diesen Effekt noch einmal nachvollziehen, bei mir am Esstisch. Doch siehe da, kein flimmern mehr, egal in welcher Stufe ich die LED’s gedimmt habe. Seltsam aber so war es. Ich habe einige LED’s bei mir verbaut und habe überall getestet, nix, kein flimmern mehr. Die Aufnahme mit Flimmerfunktion, war und ist bei mir ausgeschaltet, also auf „Off“. So ist es manchmal… Also alles gut was das angeht.

Wischeffekt bei schnellen Bewegungen

An den leichten Wischeffekt bei schnellen Bewegungen, muss man sich gewöhnen wenn man vom optischen Sucher kommt. Der Wischeffekt rückt im Alltag aber weit in den Hintergrund. Für Format füllende Sportaufnahmen mit schnellen Bewegungen, könnte ich mir aber vorstellen das es eng wird. Aber mal ehrlich, dafür ist diese Kamera nicht gebaut.

Es werden immer Fehler bei Kameras gefunden. Nikon hatte hier mit DSLR Kameras schon richtige Probleme. Zum Beispiel Staub/Öl bei der D600 und auch bei meiner D750 wurde der Verschluss gewechselt per Rückruf. Das kann in dem Artikel „D750 Verschlusseinheit defekt- ein Nikon Repair Erfahrungsbericht“ gelesen werden.
Dagegen sind die Probleme der Nikon Z6 geradezu minimal. Der Augenfokus wurde per Firmware Update nachgeliefert, wer weis was in Zukunft noch alles geht. Ich bin begeistert von der Kamera, weil diese meine Fotografie erleichtert. Klar ist aber auch das DSLR wie meine D750 noch lange nicht zum alten Eisen gehören und weiterhin Ihre Berechtigung haben werden.

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