Archiv der Kategorie: Fotografie

Kulturbeutel 2013 Teil 2 mit Wladimir Kaminer

Wladimir Kaminer

Ich muss gestehen ich war noch nie auf einer Lesung, diese von Wladimir Kaminer war also meine erste und ich muss sagen ich war positiv überrascht. Das war witzig, interessant und gar nicht langweilig! Mir ist beim zuhören des Öfteren in den Sinn gekommen das diese Lesung ja wie Comedy ist, aber das wird dem ganzen nicht gerecht. Es war mit mehr “Attitude” um nicht zu sagen Niveau. Ich habe Wladimir Kaminer vorher praktisch nicht wahrgenommen bzw. gekannt, trotzdem kam es mir so vor als ob er auch auf der Bühne immer er selbst blieb, ein Comedian schlüpft ja gern in eine Rolle, also doch ein schlechter Vergleich? Das Publikum hat auf jeden Fall oft laut gelacht und Applaudiert. In der Pause sitzt er ganz entspannt bei seinen Büchern, signiert und beantwortet Fragen.

Nach der Lesung wurde umgebaut und es startete die “Russendisko”, genial zum rumzappeln, aber die Hölle zum fotografieren. Ständig wechselndes Licht in immer andern Farben. Sich schnell bewegende Personen im Zwielicht. Ich hatte meinen Blitz aufgesetzt, aber da wird eben auch die Stimmung weggeblitzdingsd. Also noch ein paar Fotos vom Hauptakteur und ab nach Hause, es war auch schon wieder kurz vor 0 Uhr der Tag war lang.

Kulturbeutel 2013 Teil 1

Der Kulturbeutel des Kinder und Jugend Theaters in Speyer ist am 7.6. eröffnet worden. Das ganze wurde in den vorherigen zwei Wochen mithilfe von Ehrenamtlichen Helfern aufgebaut und diese haben meinen vollen Respekt! Ohne die freie Unterstützung würde das ganze wahrscheinlich nicht funktionieren. Ein Tag vor der Eröffnung wurde ein Zelt das vom Lions Club Palatina Speyer gestiftet wurde übergeben und das ganze ein wenig gefeiert. Dazu gab es einen Rundgang über das Gelände, auch in den Backstage Bereich. War interessant wie das ganze fertig aussieht, den Bereich hatte ich schon gesehen, denn ich war beim Aufbau immer mal wieder anwesend. Naja, ganz fertig war es noch nicht, einen Tag vorher gab es noch einiges zu tun.

Was an dem Abend vor der Eröffnung außerdem klar wurde war der nötige Stechmückenschutz! Die Rheinschnaken haben zugeschlagen, auf den Notizzettel: Mückenspray!
Ich war aufgeregt vor der Eröffnung, dabei hatte ich nur die Aufgabe Foto’s zu machen. Den wirklichen Stress hatten die ganzen Helfer die bis zum Schluss noch viele Kleinigkeiten zu tun hatten. Auf der Bühne war schon alles für den Auftritt der „Wellküren“ gerichtet. Es wurden noch von den Schwestern die Instrumente gestimmt, das hat etwas länger gedauert da es im Auto zu warm gewesen ist beim Transport.

Da ich nicht wirklich die Erfahrung beim fotografieren von Veranstaltungen habe machte ich mir ständig Gedanken was denn Interessant sein könnte. Zum Schluss war es die Technik die mir Grenzen setzte. Ich habe zwar ein Lichtstarkes 17-55 aber ein Lichtstarkes Zoom Objektiv wie z.B. das Nikorr 70-200 2.8 fehlt noch in meiner Sammlung. Für Detail Aufnahmen verwendete ich dann eben mein altes Tamron 18-200 3,5- 5,6 somit hatte ich immer mit wenig Licht zu kämpfen und drehte dann die Empfindlichkeit hoch. Ich habe einigen Ausschuss aber es sind doch viele schöne Aufnahmen herausgekommen, viel mehr als ich mir mit den einfachen Mitteln erhofft hatte.

Am Samstag war dann die Gruppe „Alan“ an der Reihe, gute Unterhaltung mit Sonnenschein. Schön zum Chillen im freien, das ganze war in dem neuen kleineren Zelt und kostenlos. Schöne Sache!
Sonntag sind wir mit der kleinen zum Kindertheater, es wurde Max und Moritz aufgeführt. Auf diese Art und Weise gespielt, hatte ich Max und Moritz noch nie gesehen, Anke Scholz eine exzellente Puppenspielerin vom artisjoktheater.

Dienstags wurde die Dreigroschenoper von der Theater AG des Friedrich-Magnus-Schwerd Gymnasiums aufgeführt. Bei diesem Theaterstück gab es viele lohnende Motive und das lag nicht nur an den hübschen Mädels. Das ganze machte schon einen guten bis Semi-Professionellen Eindruck. Es hat sehr viel Spass gemacht die Akteure abzulichten und ich habe wieder einige Erfahrungen sammeln können.

Speyerer Fischsicht Teil 2

Wie schon angekündigt weitere Bilder die mit dem Fischauge erzeugt wurden, dieses mal Hauptsächlich vom und im Altpörtel. Es sind bei diesem „Shooting“ wieder interessante Ansichten herausgekommen. Wobei Dinge die ich mir vorher im Kopf ausgemalt habe, sind auf einmal gar nicht mehr so gut gekommen. Dinge die gar nicht auf der Liste standen dafür umso mehr.  Chromatische Aberration sind deutlich zu sehen, bei diesen Fotos habe ich die Fehler nicht entfernt.

Speyerer Fischsicht Teil 1

Die Sonnentage im Wonnemonat Mai kann man, bis jetzt, fast an einer Hand abzählen, Trübe und kalt, doch so hin und wieder kommt man in den Genuss von Sonne. Also gleich die Kamera mit dem Fisheye eingepackt um mal ein paar Bilder für das Projekt „Speyerer Fischsicht“ zu schießen. Dazu ging es in den Dom, natürlich auf die Aussichtsplattform. Das ganze kurz vor Torschluss in der letzten Gruppe oder besser mit dem letzten Grüppchen. Es war angenehm wenig los. Der Kaisersaal hat mich echt beeindruckt. Die Fresken sind schön in Szene gesetzt, in riesigen Rahmen mit dezenter rundum Beleuchtung. Der Dom gehört in meinem Kopf schon zum „Inventar“ wird also, wenn ich ehrlich bin, schon gar nicht mehr als Motiv wahrgenommen. Bei Sehenswürdigkeiten dem Betrachter etwas neues zu zeigen (Perspektive, Licht, Ausschnitt…)  was er noch nicht auf einem anderen Foto gesehen hat, ist schwer. Daher hätte ich nicht gedacht das mich der Dom noch einmal so in seinen Bann ziehen könnte aber Aussicht und Innenleben rockte!

Jetzt heißt es schnell sein, denn es ist und bleibt eine Sehenswürdigkeit, da kommt garantiert bald ein anderer auf die Idee mit dem Fischauge vom Dom zu knipsen. Die Bilder die rausgekommen sind fand ich gleich mal spannend, man muss sich auf die Perspektive einlassen dann vermitteln die Bilder den Eindruck als würde man auf dem Dom – Turm stehen und hinunterblicken. Die Bilder auf dem Domplatz sind auch mal was anderes.

Da es sich um ein Projekt mit dem Fisheye handelt werden in nächster Zeit noch einige Bilder mehr in die Galerie wandern.

Neues Zeug für die Planeten Zucht

Habe mir in der „elektronischen Bucht“ ein Nikkor Fisheye für DX geschossen. Hatte keine Ahnung wie klein das Teil wirklich ist, dementsprechend groß war die Überraschung als es denn am Freitag letzte Woche bei mir ankam. Dummerweise war das Wetter wie so oft Arschkalt und bedeckt, trotzdem nach  Kaiserslautern gefahren um uns auf der Gartenschau die Dino’s mit der kleinen anzusehen. Foto’s hab ich gemacht aber keines mit dem Fisheye, das war alles so trostlos und kalt. Am Sonntag war dann unerwartet Sonnenschein, was ein Glück! Also raus und das Fischeye ausprobiert, gleich vorm Haus in der wärmenden Sonne und ich muss sagen, Little Planets mit dem Fisheye zu fabrizieren ist viel angenehmer, fast schon einfach. Da werden noch ein paar dazu kommen!

Home Sweet Home!

Hochzeit in Lambsheim

Im März haben zwei Menschen sich ihr Leben geschenkt. Ich habe diese Hochzeit nicht wirklich fotografiert, das habe ich mir auch ehrlich gesagt noch nicht zugetraut. Als geladener Gast machte ich am Rande einige schöne Schnappschüsse und hielt Momente fest. Ich habe keine Pläne gemacht welche Foto’s ich nach der Feier haben will, alles war spontan.

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Wendepunkt zur Qualität

Ich habe schon einmal über das Tamron 17-50 und den Auto Fokus Problemen an der D7000 geschrieben. An meiner alten D70 gibt es die Probleme seltsamerweise nicht. Vielleicht ein Kommunikationsproblem zwischen Kamera und Objektiv? Warum muss ich mir darüber den Kopf zerbrechen, kann es nicht einfach funktionieren wie versprochen? Nun war ich auf eine Hochzeit eingeladen, das Tamron war mit dabei und ich habe es auch eingesetzt. Hinterher dann das böse erwachen der Backfokus hat wieder erbarmungslos zugeschlagen, es gab einen Haufen matschiger Bilder. Das war ein, nein, der Wendepunkt! Die Entscheidung stand fest, keine Experimente mehr. Das Äquivalent von Nikon ist das AF-S Nikkor 17-55 1:2.8 G. Ich konnte das Nikkor auf Ebay günstig schießen und heute war es denn auch schon da. Die ersten Test Foto’s waren genial! natürlich kann man die beiden Objektive von ihren Daten her vergleichen aber vergleichbar sind sie nicht, das Nikon ist dermaßen robust gebaut, genial leise und auf den Punkt scharf, ein anderes Level auch ohne Verwacklungsschutz (oder gerade deswegen?). Keine Augen mehr die im Matsch versinken! Wenn man die Preise vergleicht sollte das auch so sein, das Nikon reißt schon ein Loch in die Kasse. Ich musste aber auch hier einmal mehr feststellen das man sich billiges Werkzeug eben immer zweimal kauft und beim zweiten dann auf Qualität achtet.

Ich bin vollends von meiner neuen Errungenschaft überzeugt, es gibt einem eine gewisse Sicherheit und auch Erleichterung, an das Objektiv nicht mehr denken zu müssen ob es den auch richtig funktioniert. Yeah das Ding rockt!

Erlus Schornsteinsprengung in Speyer

So manches mal im Leben gibt es Punkte da Blickt man zurück und denkt an alte Zeiten, heute war so  ein Tag. Als kleiner Bub bin ich öfter mit meinem Vater mit im LKW gefahren. Das war immer ein Erlebnis, eine Zeit lang ist er auch auf Baustellen und hat dort Steine abgeladen die er vorher bei der Firma Erlus in Speyer geladen hat. 1970 ist das Werk Speyer ausgebaut worden und 1979 noch einmal vergrößert worden. Heute wurde der Kamin gesprengt und macht Platz, für eine neue und im Vorfeld schon heftig Diskutierte neue Bebauung. Von dem abgesehen ist wieder ein Stück Speyerer Industriegeschichte zu Ende gegangen.
Wer Erinnert sich noch an die alte Walzmühle und den Verladekran am alten Hafen in Speyer? Heute sind dort schöne Villen und der Industriehafen wurde umgebaut zum Yachthafen. Die Walzmühle war ein hässlicher Betonklotz, aber auch ein Stück Geschichte von Speyer und auch dort war ich öfter mit meinem Vater den LKW laden. Die Stadt wandelt und erneuert sich in scheinbar immer schnellerem Tempo. Die Stellen an denen noch so große Veränderungen vorgenommen werden können werden immer mehr ausgedünnt. Umso wichtiger ist es solche und auch kleinere Veränderungen festzuhalten, damit man sich auch in zehn oder dreißig Jahren vorstellen kann wie es heute war.

 

https://www.youtube.com/watch?v=-F0hyb5TUiA

Foto Entwicklung und Verwaltung

Jeder der viel Fotografiert und dementsprechend viele Bilddateien auf seinem Rechner verwalten muss, wird sich irgendwann gefragt haben wie diese Aufgabe am besten gelöst werden kann. Da gibt es ja einige verschiedene Möglichkeiten. Wenn es sich um eine überschaubare Sammlung dreht, reicht vielleicht eine einfache kostenlose Anwendung. Doch wer eine Masse an Foto’s sein eigen nennt und nach jeder Fotosession werden es bekanntlich nicht weniger, der braucht auch ein gutes Tool um diese Bilder zu Entwickeln, Verwalten und zu Beschriften. Manche Foto’s sind ja schon einfach so sehr gut, so wie sie aus der Kamera kommen, die meisten aber nicht. Meist will man die Belichtung und die Tonwerte etwas nachjustieren, dazu noch schärfen und am besten die ganzen Änderungen auch wieder Rückgängig machen können, auch Tage und Jahre später! Bilder beschneiden ohne etwas zu verlieren, wer sagt das ich ein Jahr später nicht einen andern Bildausschnitt und eine ander Farbstimmung wählen will?

Ich gebe zu am Anfang habe ich auch „nur“ in JPG Fotografiert. Mir war das Entwickeln lästig. Jetzt bin ich soweit das ich Raw und JPG aufnehme. Wie oben erwähnt lasse ich einige Aufnahmen so wie sie aus der Kamera kommen, bei den meisten aber wird die Beleuchtung und der Tonwert leicht eingestellt. Es erstaunt mich dabei immer wieder was noch aus einer Raw in dunklen wie hellen Bereichen herauszuholen ist. Ein Bild im Raw Format kann an meiner D7000 in 12 oder 14 Bit gespeichert werden ein JPG nur in 8 Bit, das bedeutet auf deutsch, es wird bei Raw einfach viel mehr Information pro Bildpunkt gespeichert.

Ich habe Jahrelang die Software ACDsee Pro benutzt um meine Bilder zu Katalogisieren. Das war mir immer genug. Der Belichtungs Equalizer ist echt sehr gut gelungen. Die Struktur der Bilder ist die gleiche wie auf der Festplatte, es werden die Bild Informationen nicht erst in eine Datenbank eingelesen. Das macht das ganze enorm Performant, das Entwickeln macht wirklich Laune damit. Ein weiterer Vorteil ist das Bilddateien wie im Explorer per Drag & Drop direkt in andere Fenster gezogen werden könenn und vom Explorer direkt nach ACDSee.
Allerdings seit ich mit der D7000 gleichzeitig Raw und JPG aufnehmen kann und ich mich auf das Nachbearbeiten eingelassen habe, kommt ein großer Haken in die Sache. In ACDSee Entwickelte Raw Bilder werden z.B. In Photoshop nicht als Entwickelt erkannt, man bekommt das unentwickelte Raw Präsentiert. Da treffen zwei Welten aufeinander. Es ist kein Problem wenn die Bilder nicht Pixelgenau nachgearbeitet werden sollen. Aber was ist wenn man doch mal etwas nacharbeiten muss? Nochmal in Photoshop alles neu Entwickeln? Oder die Veränderung nur an einem vorher, vom Entwickelten Raw Konvertierten JPG, vornehmen? Entscheidet man sich für die JPG Variante und will später noch etwas am Licht Verändern dann geht das nur noch am JPG, denn sonst sind die Photoshop Aktionen ja weg wenn man neu vom Raw Konvertiert. Ein Dilemma, darüber können die Bearbeitungsfunktionen von ACDSee nur schwer hinweghelfen, irgendwie nicht so gut gelungen. Aber wie gesagt, ich habe ACDSee schon viele Jahre laufen und einen mächtigen Katalog aufgebaut mit vielen Stichwörtern Tags und Beschriftungen. Bei einem Systemwechsel müsste das irgendwie übertragen werden. Gerade das Übertragen ist nicht so einfach, die beste Lösung ist die Informationen in die Bilder zu Implementieren, das geht! Allerdings wenn man wie ich immer brav Backups (mit einer einfachen Sync Software) von seinen Bildern macht, würden dann ja alle Bilder in den Backups ausgetauscht werden weil diese ja verändert wurden, nicht nur der Katalog. Das wären nicht nur Stunden sondern wahrscheinlich Tage, bis das fertig wäre. Dann will ich auch nicht wenn ich mal Bilder weitergebe das dort irgendwelche Dinge drinnstehen die niemanden etwas angehen. Diese Informationen müssten bei jedem Export gelöscht werden.

Das sind ja schöne Probleme die da auf mich warten. Da ich zum bearbeiten Photoshop verwende, habe ich mir kurzerhand Lightroom als Testversion heruntergeladen. Ich war sehr skeptisch, was der Bauer nicht kennt, das will er erst mal nicht. Die Bedienung war nicht so einfach zu erlernen wie bei ACDsee das sich an den Explorer mit seiner Baumstruktur anlehnt. Was mir aber sofort sehr gut gefallen hat, war das ich von meinem Fotoordner gleich die komplette Anzahl an Bildern angezeigt bekommen habe. Dazu die verwendeten Kameras und Objektive. Respekt. Lightroom arbeitet mit einer Datenbank und das einlesen kostet Zeit. Dafür kann man die JPG Dateien ausblenden und schwups arbeitet man nur noch mit den Raw Dateien, als wenn es kein JPG mehr gäbe. Will man seine Jpg, dann exportiert man eben in den gleichen Ordner oder sonstwohin. Muss mal etwas wegretuschiert werden sind die Entwicklungseinstellungen auch in Photoshop vorhanden, ein grandioser Vorteil gegenüber ASDSee. Kommen wir zum Entwickeln selbst, da ist mir ACDSee eigentlich lieber gewesen mit dem Equalizer, jetzt ein paar hundert Entwicklungen später klappt das auch mit Lightroom, aber eben anders. Bei ACDSee hat man mit einem Klick das Original ohne Veränderungen ansehen können, bei Lightroom kann man nur zurücksetzen, dann ist aber alles was man Entwickelt hat weg. Ja, Natürlich kann man bei Ligtroom Schnapschüsse der Entwicklungseinstellungen machen, das muss man dann aber auch machen um die Einstellungen zu vergleichen, der Vorteil ist der Nachteil und umgekehrt es ist umständlicher. In Lightroom ist die Stichwortfunktion geschmeidiger, es können einfach Verschiedene Fotosammlungen angelegt werden ohne das Dateien auf der Festplatte doppelt angelegt oder verschoben werden. Seit Ligtroom benutze ich auch die integrierte Importfunktion, die ist besser, von der Kamera direkt in den richtigen Ordner.

Zusammengefasst ist ACDSee nicht schlechter als Ligtroom, es kommt einem nicht so aufgeblasen und schneller vor. Es hat gute bis sehr gute Entwicklungswerkzeuge. Damit ist ACDSee eine gute Wahl wenn man nicht mit Photoshop in Raw nachbearbeiten will. Arbeitet man eigentlich nur mit JPG und will seine Foto’s nur aufpeppen, dann ist ACDSee sogar eine sehr gute Wahl.
Will man mit Raw entwickeln und auch Photoshop benutzen, sollte man sich für Lightroom entscheiden. Der Workflow ist dann einfach um einiges flüssiger. Wenn auch Lightroom mit der Datenbank nicht so schnell daher kommt wie ACDSee mit seiner Dateistruktur. Ist man an den Raw flow aber erstmal gewöhnt dann will man nichts mehr anderes. Seit ich meinen zweiten Bildschirm am Recher stehen habe ist mir noch aufgefallen das Lightroom mit dem zweiten besser umgeht. Da muss man nicht viel rumfummeln, die Bilder werden am zweiten ratzfatz groß angezeigt während man am ersten das Raster hat oder eben umgekehrt.

Es ist vielleicht herauszulesen, ich habe mich für Lightroom entschieden. Und was ist jetzt mit dem Katalog und den Beschriftungen aus ACDSee? Ich werde es so machen das ich Stück für Stück in Lightroom einpflege, manuell. Solange bis das abgeschlossen ist werden beide Systeme ihre Berechtigung bei mir auf dem Rechner haben. Es ist nicht nur ein einfaches übertragen, am Anfang meines Fotografen Hobby’s waren die Stichwörter und Beschriftungen auch manchmal nicht so schlüssig und sinnvoll, man wird besser mit den Jahren. Das soll nun auch gleich verbessert werden, dann ist durch den Aufwand wenigstens der Katalog besser. Sowas macht man zum Glück nicht alle Tage und ich habe mir den Entschluss wirklich nicht leichtgemacht.

Vielleicht hilft dieser Artikel ja noch irgendeinem bei seiner Entscheidung, welche Verwaltungs und Entwicklungssoftware die beste für ihn ist.

Euer LichtFreibeuter

Autofokus Probleme mit dem Tamron 17-50 an der D7000

Beim letzten Geburtstag habe ich Foto’s von den Leuten gemacht. Zuhause dann das große Staunen. Mein geliebtes Tamron 17-50 2.8 hat unscharfe Bilder erzeugt. Es hat mich an meiner D70 bisher nie enttäuscht. Jetzt an der D7000 scheint es Probleme zu geben. Die Auschussrate ist extrem gestiegen. Die Google Suche hat ins Nirvana geführt, man gewinnt den Eindruck das es öfter Probleme mit dem Tamron und der D7000 gibt. Allerdings schreiben ja auch meistens Leute die Probleme haben, die schweigende Mehrheit wird wohl zufrieden sein. Die Artikel in denen von Backfokus die Rede ist habe ich jetzt nicht alle gezählt, es waren aber einige. Also den üblichen Testaufbau, Linieal in 45°, Kamera auf ein Stativ und die Skala anvisiert. Scharfgestellt mit dem Auslöser an der Kamera. Peng, das Objektiv trifft genau und nu? Mit mir nicht! Den Fokus Manuell stark weggedreht und dann mit Fernauslöser ausgelöst. Das ganze mit AF-S und mittigem AF-Feld. Das Ergebniss war ein Backfocus. Mir wurde nach mehreren Versuchen klar was den Unterschied ausmachte, mit dem Auslöser an der Kamera spielt man dann doch noch mal mit dem Knopf, wenn man durch den Sucher sieht und die Schärfe nicht getroffen ist, man gibt der Kamera sozusagen die zweite Chance. Dann hat es geklappt mit der Schärfe. Mit dem Fernauslöser stellt die Kamera scharf und löst nach 2 Sekunden aus und trifft nicht immer genau den Schärfepunkt. Bei Aufnahmen bei denen es auf Geschwindigkeit ankommt, wie bei einem Geburtstag mit seinen Spontanen Situationen, drückt man eben dann auch ab und verlässt sich auf seine Ausrüstung, was mit der Kombination aus Tamron und D7000 nicht immer funktioniert.

Diese Ungenauigkeit ist im ersten Moment schon lästig, allerdings waren auf dem Geburtstag die Lichtverhältnisse auch nicht die besten. Jetzt könnte man sagen ja deswegen habe ich mir ja dieses Lichtstarke Teil zugelegt. Dabei darf man aber auch nicht vergessen das bei Blende 2.8 die Schärfentiefe recht komprimiert ist, wenn dazu noch am Zoomring gedreht wird und ein Closeup geschossen werden soll wird das schon eng, da reicht eine kleine Bewegung. Das ganze bei mäßig bis schlechten Lichtverhältnissen, hätte ich bei diesen Faktoren mit der D70 überhaupt ein brauchbares Bild hinbekommen ohne Blitz?

Zusammenfassend muss ich sagen, das mein Bauchgefühl mir suggeriert da ist ein Problem beim AF und mäßigen Lichtverhältnissen. Dieses Problem zeigt sich vermehrt mit einen Backfocus, aber auch mit Frontfocus. Da ich das Tamron noch nicht so oft an der D7000 benutzt habe bekommt es noch etwas Zeit. Vielleicht gibt es ja noch einen übersehenen Faktor der einen starken Einfluss hat. Ich kann aber nicht leugnen das mein Vertrauen zu dem Objektiv gestört ist. Es gibt so viele nicht wiederholbare Momente, die dann einfach beim ersten mal Knackscharf sein sollen.

Ich werde von meinen weiteren Ehrfahrungen mit dem Tamron natürlich berichten!

Der Lichtfreibeuter