Plastik Rhein

Durch einen Artikel in der Rheinpfalz wurde ich auf ein Thema Aufmerksam das ansonsten immer nur ab und zu mal im Fernsehen aufpoppt. Es geht um Kunststoffabfälle in unseren Gewässern der dann eben auch in den Meeren und Ozeanen landet. Der Kunststoff wird durch die mechanische Beanspruchung vom Wellenschlag langsam aber sicher zerkleinert. Diese bunten kleinen Stücke sehen für Tiere oftmals aus als wären sie etwas fressbares. Die Meeresbewohner die diese Kunststoffe fressen leiden unter schmerzhaften und oftmals extrem Lebensverkürzenden Folgen. Aber auch große Stücke werden gefressen, im März 2013 wurde vor der Spanischen Küste ein toter Pottwal angeschwemmt, in seinem Magen befanden sich satte 17 Kg Kunststoffabfall. Insgesamt förderten die Forscher 59 verschiedene Kunststoffteile aus dem elf Meter langen Tier. Darunter alleine 30 Meter Kunststofffolie wie sie im Gartenbau verwendet wird, dazu Gartenschläuche, Blumentöpfe und Kleiderbügel.

Wir in Deutschland produzieren 7,5% der weltweiten Kunststoffnachfrage, die restlichen EU-Staaten zusammen weitere 5%. Das ist ein riesen Berg an Plastik, 2008 wurden weltweit 245Mio Tonnen Kunststoff produziert. Die Zahlen kommen aus einem EU Bericht “(BIOIS) Plastic waste in the Environment (Kunststoffabfälle in der Umwelt), Abschlussbericht, Europäische Kommission, November 2010“. In diesem Bericht steht unter anderem das wir in Deutschland mehr als 98% unseres Plastik Abfalls wiederverwerten, das reicht für Platz drei, beim Recyceln sind wir auf Platz eins in Europa.

Zurück zu dem Zeitungsartikel, darin schlägt das Umweltbundesamt eine Bezahlpflicht für Kunststofftüten vor. Das ist doch schon mal nicht schlecht, nur was passiert dann wieder mit den Mehreinnahmen, werden diese so eingesetzt das auch nachweisbar weniger Kunststoff “wild” entsorgt wird? Und ist diese “Tüten-Steuer” auch wirklich neu? In allen Supermärkten die ich kenne kosten die Tüten ohnehin schon Geld. In Schuh- und Kleiderläden kostet es nichts. Jeder Bundesbürger verbraucht im Schnitt 65 Plastiktüten im Jahr, EU weit sind es 197 Stück, diese Zahl gibt das Umweltbundesamt raus. Ich wohne am Rhein und gehe auch oft an diesem Spazieren, was ich da so am Ufer sehe sind viele Plastikteile aber wenige Tüten. Meist sind es Flaschen oder Teile davon und es gibt noch viele Pfandfreie Flaschen. Kommen wir wieder zu unseren Tüten beim Schuh- und Kleiderkauf  diese nimmt man mit nach Hause, wirft sie in den Wertstoffsack, benutzt sie nochmal zum einkaufen oder eben auch als Müllsack. Die wenigsten Tüten werden wohl wild entsorgt, was zu meinem Subjektiven Empfinden von den Rheinspaziergängen passen würde und auch vom Bundesamt so gesehen wird. Unser recht gutes Abfallsystem in Deutschland kümmert sich um den Rest. Aber was passiert mit den Pfandfreien Flaschen und dem ganzen anderen Verpackungsmüll? Die/den kann man überall wegwerfen, wie praktisch und es kost ja nix! Oder Kanister die als Behälter für Scheibenreiniger oder Destilliertes Wasser gedient haben. Von Flaschen für Grillanzünder über Folien von Zigarettenschachteln zu Einwegfeuerzeugen, alles Dinge die man mit “raus” nimmt dorthin wo es keinen Mülleimer gibt. Nicht zu vergessen die ganzen Petri-Jünger die nach ihrem Angelvergnügen die Madendosen und Tau-Würmer Schachteln aus Styropor am Wasser liegen lassen. Lecker, denkt sich da manch eine Möwe! Das fatale ist, das alle Kunststoffteile die in die Flüsse gelangen, irgendwann im Meer ankommen dort zersetzen sie sich nicht, sie werden höchstens kleiner. Alles Plastik das vom Rhein ins Meer gespült wird wird da so für 450 Jahre vor sich hin dümpeln.

Hier ein paar Bilder wie das bei Speyer aussieht:

Ich habe mich nicht anstrengen müssen um diesen Müll zu finden, auffällig viele Fastfood Verpackungen, die auch Plastikteile enthält. PET-Flaschen und sonstige Lebensmittelverpackungen liegen auf der Rangliste noch vor den Plastiktüten. Eigentlich solange es Menschen gibt die so etwas machen kann man sich nur “Fremd-Schämen” das sind Voll-Honks denen alles egal ist.

Chris Jordan hat sich auch in einem Projekt mit diesem Thema beschäftigt, ist zu den Midway Inseln und hat dort Kadaver von Vögeln Fotografiert die aufgrund von Kunststoff im Körper gestorben sind, daneben hat er darüber auch einen Film gedreht. Hier noch ein Film den man sich ansehen sollte, Plastik-Planet. Danach werdet ihr die Auswirkungen unseres Kunststoffproblems globaler sehen.

Ein Thema das bewegt!

Gruß
Lichtfreibeuter

Neues Zeug für die Planeten Zucht

Habe mir in der „elektronischen Bucht“ ein Nikkor Fisheye für DX geschossen. Hatte keine Ahnung wie klein das Teil wirklich ist, dementsprechend groß war die Überraschung als es denn am Freitag letzte Woche bei mir ankam. Dummerweise war das Wetter wie so oft Arschkalt und bedeckt, trotzdem nach  Kaiserslautern gefahren um uns auf der Gartenschau die Dino’s mit der kleinen anzusehen. Foto’s hab ich gemacht aber keines mit dem Fisheye, das war alles so trostlos und kalt. Am Sonntag war dann unerwartet Sonnenschein, was ein Glück! Also raus und das Fischeye ausprobiert, gleich vorm Haus in der wärmenden Sonne und ich muss sagen, Little Planets mit dem Fisheye zu fabrizieren ist viel angenehmer, fast schon einfach. Da werden noch ein paar dazu kommen!
Königsberger

Hochzeit in Lambsheim

Im März haben zwei Menschen sich ihr Leben geschenkt. Ich habe diese Hochzeit nicht wirklich fotografiert, das habe ich mir auch ehrlich gesagt noch nicht zugetraut. Als geladener Gast machte ich am Rande einige schöne Schnappschüsse und hielt Momente fest. Ich habe keine Pläne gemacht welche Foto’s ich nach der Feier haben will, alles war spontan. Das war zum Teil gut, andererseits habe ich auch viele schöne Augenblicke verschenkt. Dazu hatte ich mit der Technik Probleme, das kann man im Artikel „Wendepunkt zur Qualität“ lesen. Das mit der Technik hat mich viele schöne Bilder gekostet, frustrierend. Trotzalledem hat es mir sehr viel Spaß gemacht! Diese Hochzeit hat mich schon ein ganzes Stückchen weiter gebracht und dafür bin ich dankbar! Was auf meinen Merkzettel kommt ist „bessere Vorbereitung“, damit meine ich keinen Haarkleinen Plan, einfach Stichpunkte und bessere Technik. Da braucht auch kein Oberschlauer jetzt daherzukommen und einen auf: „Der hinter der Kamera macht die Foto’s“ zu bringen. Wenn das Licht gedimmt wird, wird die Tanzfläche voll, wer dann vernünftige Bilder ohne Blitz im Kasten haben will braucht Technik die begeistert. Weil, abgeblitzte Gesichter sind da irgendwie aus der Stimmung gerissen und doof. Ich freue mich jetzt schon die neuen Erfahrungen in die nächsten Bilder einfließen zu lassen.

Wendepunkt zur Qualität

Ich habe schon einmal über das Tamron 17-50 und den Auto Fokus Problemen an der D7000 geschrieben. An meiner alten D70 gibt es die Probleme seltsamerweise nicht. Vielleicht ein Kommunikationsproblem zwischen Kamera und Objektiv? Warum muss ich mir darüber den Kopf zerbrechen, kann es nicht einfach funktionieren wie versprochen? Nun war ich auf eine Hochzeit eingeladen, das Tamron war mit dabei und ich habe es auch eingesetzt. Hinterher dann das böse erwachen der Backfokus hat wieder erbarmungslos zugeschlagen, es gab einen Haufen matschiger Bilder. Das war ein, nein, der Wendepunkt! Die Entscheidung stand fest, keine Experimente mehr. Das Äquivalent von Nikon ist das AF-S Nikkor 17-55 1:2.8 G. Ich konnte das Nikkor auf Ebay günstig schießen und heute war es denn auch schon da. Die ersten Test Foto’s waren genial! natürlich kann man die beiden Objektive von ihren Daten her vergleichen aber vergleichbar sind sie nicht, das Nikon ist dermaßen robust gebaut, genial leise und auf den Punkt scharf, ein anderes Level auch ohne Verwacklungsschutz (oder gerade deswegen?). Keine Augen mehr die im Matsch versinken! Wenn man die Preise vergleicht sollte das auch so sein, das Nikon reißt schon ein Loch in die Kasse. Ich musste aber auch hier einmal mehr feststellen das man sich billiges Werkzeug eben immer zweimal kauft und beim zweiten dann auf Qualität achtet.

Ich bin vollends von meiner neuen Errungenschaft überzeugt, es gibt einem eine gewisse Sicherheit und auch Erleichterung, an das Objektiv nicht mehr denken zu müssen ob es den auch richtig funktioniert. Yeah das Ding rockt!

Erlus Schornsteinsprengung in Speyer

So manches mal im Leben gibt es Punkte da Blickt man zurück und denkt an alte Zeiten, heute war so  ein Tag. Als kleiner Bub bin ich öfter mit meinem Vater mit im LKW gefahren. Das war immer ein Erlebnis, eine Zeit lang ist er auch auf Baustellen und hat dort Steine abgeladen die er vorher bei der Firma Erlus in Speyer geladen hat. 1970 ist das Werk Speyer ausgebaut worden und 1979 noch einmal vergrößert worden. Heute wurde der Kamin gesprengt und macht Platz, für eine neue und im Vorfeld schon heftig Diskutierte neue Bebauung. Von dem abgesehen ist wieder ein Stück Speyerer Industriegeschichte zu Ende gegangen.
Wer Erinnert sich noch an die alte Walzmühle und den Verladekran am alten Hafen in Speyer? Heute sind dort schöne Villen und der Industriehafen wurde umgebaut zum Yachthafen. Die Walzmühle war ein hässlicher Betonklotz, aber auch ein Stück Geschichte von Speyer und auch dort war ich öfter mit meinem Vater den LKW laden. Die Stadt wandelt und erneuert sich in scheinbar immer schnellerem Tempo. Die Stellen an denen noch so große Veränderungen vorgenommen werden können werden immer mehr ausgedünnt. Umso wichtiger ist es solche und auch kleinere Veränderungen festzuhalten, damit man sich auch in zehn oder dreißig Jahren vorstellen kann wie es heute war.

 

https://www.youtube.com/watch?v=-F0hyb5TUiA

Foto Entwicklung und Verwaltung

Jeder der viel Fotografiert und dementsprechend viele Bilddateien auf seinem Rechner verwalten muss, wird sich irgendwann gefragt haben wie diese Aufgabe am besten gelöst werden kann. Da gibt es ja einige verschiedene Möglichkeiten. Wenn es sich um eine überschaubare Sammlung dreht, reicht vielleicht eine einfache kostenlose Anwendung. Doch wer eine Masse an Foto’s sein eigen nennt und nach jeder Fotosession werden es bekanntlich nicht weniger, der braucht auch ein gutes Tool um diese Bilder zu Entwickeln, Verwalten und zu Beschriften. Manche Foto’s sind ja schon einfach so sehr gut, so wie sie aus der Kamera kommen, die meisten aber nicht. Meist will man die Belichtung und die Tonwerte etwas nachjustieren, dazu noch schärfen und am besten die ganzen Änderungen auch wieder Rückgängig machen können, auch Tage und Jahre später! Bilder beschneiden ohne etwas zu verlieren, wer sagt das ich ein Jahr später nicht einen andern Bildausschnitt und eine ander Farbstimmung wählen will?

Ich gebe zu am Anfang habe ich auch „nur“ in JPG Fotografiert. Mir war das Entwickeln lästig. Jetzt bin ich soweit das ich Raw und JPG aufnehme. Wie oben erwähnt lasse ich einige Aufnahmen so wie sie aus der Kamera kommen, bei den meisten aber wird die Beleuchtung und der Tonwert leicht eingestellt. Es erstaunt mich dabei immer wieder was noch aus einer Raw in dunklen wie hellen Bereichen herauszuholen ist. Ein Bild im Raw Format kann an meiner D7000 in 12 oder 14 Bit gespeichert werden ein JPG nur in 8 Bit, das bedeutet auf deutsch, es wird bei Raw einfach viel mehr Information pro Bildpunkt gespeichert.

Ich habe Jahrelang die Software ACDsee Pro benutzt um meine Bilder zu Katalogisieren. Das war mir immer genug. Der Belichtungs Equalizer ist echt sehr gut gelungen. Die Struktur der Bilder ist die gleiche wie auf der Festplatte, es werden die Bild Informationen nicht erst in eine Datenbank eingelesen. Das macht das ganze enorm Performant, das Entwickeln macht wirklich Laune damit. Ein weiterer Vorteil ist das Bilddateien wie im Explorer per Drag & Drop direkt in andere Fenster gezogen werden könenn und vom Explorer direkt nach ACDSee.
Allerdings seit ich mit der D7000 gleichzeitig Raw und JPG aufnehmen kann und ich mich auf das Nachbearbeiten eingelassen habe, kommt ein großer Haken in die Sache. In ACDSee Entwickelte Raw Bilder werden z.B. In Photoshop nicht als Entwickelt erkannt, man bekommt das unentwickelte Raw Präsentiert. Da treffen zwei Welten aufeinander. Es ist kein Problem wenn die Bilder nicht Pixelgenau nachgearbeitet werden sollen. Aber was ist wenn man doch mal etwas nacharbeiten muss? Nochmal in Photoshop alles neu Entwickeln? Oder die Veränderung nur an einem vorher, vom Entwickelten Raw Konvertierten JPG, vornehmen? Entscheidet man sich für die JPG Variante und will später noch etwas am Licht Verändern dann geht das nur noch am JPG, denn sonst sind die Photoshop Aktionen ja weg wenn man neu vom Raw Konvertiert. Ein Dilemma, darüber können die Bearbeitungsfunktionen von ACDSee nur schwer hinweghelfen, irgendwie nicht so gut gelungen. Aber wie gesagt, ich habe ACDSee schon viele Jahre laufen und einen mächtigen Katalog aufgebaut mit vielen Stichwörtern Tags und Beschriftungen. Bei einem Systemwechsel müsste das irgendwie übertragen werden. Gerade das Übertragen ist nicht so einfach, die beste Lösung ist die Informationen in die Bilder zu Implementieren, das geht! Allerdings wenn man wie ich immer brav Backups (mit einer einfachen Sync Software) von seinen Bildern macht, würden dann ja alle Bilder in den Backups ausgetauscht werden weil diese ja verändert wurden, nicht nur der Katalog. Das wären nicht nur Stunden sondern wahrscheinlich Tage, bis das fertig wäre. Dann will ich auch nicht wenn ich mal Bilder weitergebe das dort irgendwelche Dinge drinnstehen die niemanden etwas angehen. Diese Informationen müssten bei jedem Export gelöscht werden.

Das sind ja schöne Probleme die da auf mich warten. Da ich zum bearbeiten Photoshop verwende, habe ich mir kurzerhand Lightroom als Testversion heruntergeladen. Ich war sehr skeptisch, was der Bauer nicht kennt, das will er erst mal nicht. Die Bedienung war nicht so einfach zu erlernen wie bei ACDsee das sich an den Explorer mit seiner Baumstruktur anlehnt. Was mir aber sofort sehr gut gefallen hat, war das ich von meinem Fotoordner gleich die komplette Anzahl an Bildern angezeigt bekommen habe. Dazu die verwendeten Kameras und Objektive. Respekt. Lightroom arbeitet mit einer Datenbank und das einlesen kostet Zeit. Dafür kann man die JPG Dateien ausblenden und schwups arbeitet man nur noch mit den Raw Dateien, als wenn es kein JPG mehr gäbe. Will man seine Jpg, dann exportiert man eben in den gleichen Ordner oder sonstwohin. Muss mal etwas wegretuschiert werden sind die Entwicklungseinstellungen auch in Photoshop vorhanden, ein grandioser Vorteil gegenüber ASDSee. Kommen wir zum Entwickeln selbst, da ist mir ACDSee eigentlich lieber gewesen mit dem Equalizer, jetzt ein paar hundert Entwicklungen später klappt das auch mit Lightroom, aber eben anders. Bei ACDSee hat man mit einem Klick das Original ohne Veränderungen ansehen können, bei Lightroom kann man nur zurücksetzen, dann ist aber alles was man Entwickelt hat weg. Ja, Natürlich kann man bei Ligtroom Schnapschüsse der Entwicklungseinstellungen machen, das muss man dann aber auch machen um die Einstellungen zu vergleichen, der Vorteil ist der Nachteil und umgekehrt es ist umständlicher. In Lightroom ist die Stichwortfunktion geschmeidiger, es können einfach Verschiedene Fotosammlungen angelegt werden ohne das Dateien auf der Festplatte doppelt angelegt oder verschoben werden. Seit Ligtroom benutze ich auch die integrierte Importfunktion, die ist besser, von der Kamera direkt in den richtigen Ordner.

Zusammengefasst ist ACDSee nicht schlechter als Ligtroom, es kommt einem nicht so aufgeblasen und schneller vor. Es hat gute bis sehr gute Entwicklungswerkzeuge. Damit ist ACDSee eine gute Wahl wenn man nicht mit Photoshop in Raw nachbearbeiten will. Arbeitet man eigentlich nur mit JPG und will seine Foto’s nur aufpeppen, dann ist ACDSee sogar eine sehr gute Wahl.
Will man mit Raw entwickeln und auch Photoshop benutzen, sollte man sich für Lightroom entscheiden. Der Workflow ist dann einfach um einiges flüssiger. Wenn auch Lightroom mit der Datenbank nicht so schnell daher kommt wie ACDSee mit seiner Dateistruktur. Ist man an den Raw flow aber erstmal gewöhnt dann will man nichts mehr anderes. Seit ich meinen zweiten Bildschirm am Recher stehen habe ist mir noch aufgefallen das Lightroom mit dem zweiten besser umgeht. Da muss man nicht viel rumfummeln, die Bilder werden am zweiten ratzfatz groß angezeigt während man am ersten das Raster hat oder eben umgekehrt.

Es ist vielleicht herauszulesen, ich habe mich für Lightroom entschieden. Und was ist jetzt mit dem Katalog und den Beschriftungen aus ACDSee? Ich werde es so machen das ich Stück für Stück in Lightroom einpflege, manuell. Solange bis das abgeschlossen ist werden beide Systeme ihre Berechtigung bei mir auf dem Rechner haben. Es ist nicht nur ein einfaches übertragen, am Anfang meines Fotografen Hobby’s waren die Stichwörter und Beschriftungen auch manchmal nicht so schlüssig und sinnvoll, man wird besser mit den Jahren. Das soll nun auch gleich verbessert werden, dann ist durch den Aufwand wenigstens der Katalog besser. Sowas macht man zum Glück nicht alle Tage und ich habe mir den Entschluss wirklich nicht leichtgemacht.

Vielleicht hilft dieser Artikel ja noch irgendeinem bei seiner Entscheidung, welche Verwaltungs und Entwicklungssoftware die beste für ihn ist.

Euer LichtFreibeuter

Autofokus Probleme mit dem Tamron 17-50 an der D7000

Beim letzten Geburtstag habe ich Foto’s von den Leuten gemacht. Zuhause dann das große Staunen. Mein geliebtes Tamron 17-50 2.8 hat unscharfe Bilder erzeugt. Es hat mich an meiner D70 bisher nie enttäuscht. Jetzt an der D7000 scheint es Probleme zu geben. Die Auschussrate ist extrem gestiegen. Die Google Suche hat ins Nirvana geführt, man gewinnt den Eindruck das es öfter Probleme mit dem Tamron und der D7000 gibt. Allerdings schreiben ja auch meistens Leute die Probleme haben, die schweigende Mehrheit wird wohl zufrieden sein. Die Artikel in denen von Backfokus die Rede ist habe ich jetzt nicht alle gezählt, es waren aber einige. Also den üblichen Testaufbau, Linieal in 45°, Kamera auf ein Stativ und die Skala anvisiert. Scharfgestellt mit dem Auslöser an der Kamera. Peng, das Objektiv trifft genau und nu? Mit mir nicht! Den Fokus Manuell stark weggedreht und dann mit Fernauslöser ausgelöst. Das ganze mit AF-S und mittigem AF-Feld. Das Ergebniss war ein Backfocus. Mir wurde nach mehreren Versuchen klar was den Unterschied ausmachte, mit dem Auslöser an der Kamera spielt man dann doch noch mal mit dem Knopf, wenn man durch den Sucher sieht und die Schärfe nicht getroffen ist, man gibt der Kamera sozusagen die zweite Chance. Dann hat es geklappt mit der Schärfe. Mit dem Fernauslöser stellt die Kamera scharf und löst nach 2 Sekunden aus und trifft nicht immer genau den Schärfepunkt. Bei Aufnahmen bei denen es auf Geschwindigkeit ankommt, wie bei einem Geburtstag mit seinen Spontanen Situationen, drückt man eben dann auch ab und verlässt sich auf seine Ausrüstung, was mit der Kombination aus Tamron und D7000 nicht immer funktioniert.

Diese Ungenauigkeit ist im ersten Moment schon lästig, allerdings waren auf dem Geburtstag die Lichtverhältnisse auch nicht die besten. Jetzt könnte man sagen ja deswegen habe ich mir ja dieses Lichtstarke Teil zugelegt. Dabei darf man aber auch nicht vergessen das bei Blende 2.8 die Schärfentiefe recht komprimiert ist, wenn dazu noch am Zoomring gedreht wird und ein Closeup geschossen werden soll wird das schon eng, da reicht eine kleine Bewegung. Das ganze bei mäßig bis schlechten Lichtverhältnissen, hätte ich bei diesen Faktoren mit der D70 überhaupt ein brauchbares Bild hinbekommen ohne Blitz?

Zusammenfassend muss ich sagen, das mein Bauchgefühl mir suggeriert da ist ein Problem beim AF und mäßigen Lichtverhältnissen. Dieses Problem zeigt sich vermehrt mit einen Backfocus, aber auch mit Frontfocus. Da ich das Tamron noch nicht so oft an der D7000 benutzt habe bekommt es noch etwas Zeit. Vielleicht gibt es ja noch einen übersehenen Faktor der einen starken Einfluss hat. Ich kann aber nicht leugnen das mein Vertrauen zu dem Objektiv gestört ist. Es gibt so viele nicht wiederholbare Momente, die dann einfach beim ersten mal Knackscharf sein sollen.

Ich werde von meinen weiteren Ehrfahrungen mit dem Tamron natürlich berichten!

Der Lichtfreibeuter

Zwischen den Jahren – dem Mondjahr und Sonnenjahr

Habe ich schon oft gehört und benutze diese auch selbst, die Redewendung „zwischen den Jahren“. Ich verwende sie eigentlich für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Aber warum eigentlich? Diese Zeit erscheint mir oft als unwirklich, als wenn die Welt stillsteht, was sie natürlich nicht macht. Die Welt dreht sich weiter und zwar um die Sonne in 365 Tagen und ein paar Stunden. Die zwölf Monate die über das Jahr durch die wechselnden Phasen des Mondes angezeigt werden, daher hat auch der Monat seinen Namen hat, dauern 354 Tage. Seit ältesten Zeiten hat die Menschen diese Differenz zwischen Mondjahr und Sonnenjahr beunruhigt. Es geht um elf Tage und zwölf Nächte, die vor der Kalenderreform von Julius Cäsar (Julianischer Kalender) die überzählige Tage auf die zwölf Monate verteilte, monatslos „zwischen den Jahren“ standen. Es ist schon ein erstaunlicher Fakt das sich diese Redewendung für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr erhalten hat, obwohl das schon seit über 2000 Jahren in unseren Breiten nicht mehr relevant ist.

Genaugenommen sind es die „Raunächte“, die Zeit zwischen Wintersonnenwende und Neujahr die aus dem Rahmen fallen. In früheren Zeiten glaubte man, in diesen zwölf außergewöhnlichen Nächten, in besonderer Weise, übersinnlichen Einflüssen ausgeliefert zu sein, positiv wie negativ. Das Spektakel und der Lärm den man in der Neujahrsnacht veranstaltet, wird als Versuch erklärt das sich aus der Lücke zwischen den Jahren keine bösen Geister zu uns drängen können, diese Geister sollen vertrieben werden. Es wird so lautstark gezeigt das man nicht schläft, sondern wacht.

Vom Christentum hat die aufgeklärte Welt gelernt, solche Dinge als Unfug anzusehen, das sich niemand mehr zu fürchten braucht. Mir persöhnlich gefällt die Idee böse Geister zu vertreiben sehr gut!

Entdeckung – Schärfentiefe mit der 50mm Festbrennweite

Mit dem Nikkor 50 mm 1:1,8G* der günstigen Festbrennweite, ging es auf die Pirsch. Wenn man vorher nur Zoom-Objektive benutzte, eine echte Umgewöhnung. So ein Objektiv Diszipliniert ungemein.

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Little Planet vor dem Dom

Dom-Heidentürmchen

Diese kleinen Dinger haben es mir angetan, ich find „Little-Planets“ gerade hip. Es war heute zum Glück ein etwas interessanterer Himmel als sonst die letzten zwei Wochen. Zuerst hat sogar die Sonne gelacht, da hab ich mich nimmer halten können, also nix wie raus. Der erste Gedanke wohin? Die Tage sind im Moment verdammt kurz, da gibt es keine Zeit zu verlieren wenn es darum geht brauchbares Licht zu erbeuten. Vor der kürzlich eröffneten Postgalerie war zuviel los, kein Platz auf der Straße für jemanden der sich ein paarmal um die eigene Achse drehen muss, für so einen Planeten. Da blieb mir nur der Domplatz, auch kein schlechtes Motiv mit dem Bau vom Bischof mit drauf. Gedacht getan, mittig positioniert und los gings. Muss schon lustig aussehen, wenn sich einer fotografierend ständig im Kreis dreht. Verwunderte Blicke waren mir sicher. Das Ergebniss kann sich sehen lassen. Little Planets rocken! Die Bilder habe ich mit dem Tamron 17-50mm aufgenommen, ein Fisheye ist für so etwas praktischer aber das fehlt noch in meiner Objektiv-Sammlung. Es wird wohl das Nikon Nikkor DX 10,5 f2,8* werden.