Ersterfahrung im Bootsmannstuhl bei Susak

Der dritte Tag vom Kroatien Segeltörn bricht an. Brot kaufen ist angesagt, also mit Stefan und dem Dinghi nach Ilovik gepfiffen und super gutes Weißbrot gebunkert. Zum Frühstück machte Christian Rührei mit Schinken, yeah! Danach ein morgendliches Bad im Meer mit den Fischen, klares Wasser mit einer Sicht bis zum Boden bei sieben Metern Tiefe.Kaum aus dem Wasser hieß es schnell anziehen und das Boot Seefest machen, damit wir los können. Es soll nach Susak gehen, eine Insel mit einer schönen Bade-Bucht. Ein Katamaran- Skipper hatte die gleiche Idee.Auf dem Weg dorthin wurde ich darauf hingewiesen das ich bei Susak im Bootsmannstuhl am Mast hochgezogen werde. Äh, ich hatte das mal erwähnt, so als Spaß, Fotos von da oben wären cool, aber das es nun Wirklichkeit werden sollte war krass! Seltsamerweise legte sich meine Aufregung ziemlich schnell und als wir an der Boje festmachten und die Vorbereitungen  liefen freute ich mich sogar darauf. Der Mast ist 19 m hoch. Ich habe bei 11 m gesagt es langt, nicht aus Angst, es reichte, es war die optimale Position ohne Störende Stahlseile.Die Katamaran Besatzung schaute interessiert zu, wie ich Stück für Stück vom Christian und Markus mit der Winch  hoch gekurbelt wurde. „Wenn ich am Mast hochgezogen… weis der Christian wie schwer mein Arsch gewogen!“ viel mir da nur ein.

Nach mir war Stefan dran, er war ganz oben!

Nach diesem perfektem Ersterlebnis ging es Schwimmen und auspannen. Das war ein so abartig gutes Gefühl, es einfach gemacht zu haben! Schöne Zeit! Das ganze wurde auch als Video aufgezeichnet und wird demnächst unter anderem, auf dem Get on Board Blog veröffentlicht.

Wir wollten weiter nach Artatore auf der Insel Losinj. Diese Bucht sollte für uns eine Herausforderungen werden. Beim Ankern wollte Markus das Bugstrahlruder verwenden, doch es klackerte nur. Nach Überprüfung ob die Schraube frei ist, bemerkten wir am Motor das der Schütz flatterte. Keiner konnte sich erklären warum. Das war nicht so schlimm. Es war nur der Auftakt einer langen schlaflosen Nacht, denn der Wind frischte auf und drückte die Wellen in die Bucht, auf unser Boot. Wir haben die ganzen Seile am Mast weg gebunden damit diese nicht laut gegen den Mast schlagen. Markus ließ später noch zusätzlich 10 Meter Ankerkette ab, zur Sicherheit. Jeder hatte vor dem schlafen gehen eine Vorahnung das dies keine gute Erfahrung werden sollte. Nach einem Scheppern in der Nacht stürmten Markus, Stefan und Christian nach draußen um festzustellen das es „nur“ die Töpfe waren. Wie wir die Nacht überstanden haben, das gibt’s im nächsten Artikel…

Euer Lichtfreibeuter

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