Höllennacht in der Bucht von Artatore und das schöne Cres

Wir hatten keine Wahl, wir konnten nicht in eine andere Bucht, es war zu spät. Die Vorahnung das eine falsche Entscheidung getroffen wurde lag in der Luft. Noch waren die Wellen und die Bewegung des Schiffes auszuhalten, es sollte schlimmer werden. Der Tag hat uns gefordert, wir gingen nach dem Essen müde ins Bett, doch an einen ruhigen Schlaf war nicht zu denken. Es wurde ein Halbschlaf, ein Dösen in  kleinen Dosen. Das ganze folgte einem Rhythmus, das war das eigentlich furchtbare daran. Auf eine Hammerwelle folgte eine Stille, immer wenn man gerade dachte es ist ruhiger geworden, hat es langsam wieder angefangen zu schaukeln. Das Schaukeln wurde immer schlimmer bis zur nächsten Breitseite. Die große Welle drückte das Schiff aus dem Wind und dann wanderte es wieder in den Wind für die nächste Abreibung. Eine Kombination von rollenden und stampfenden Schiffsbewegungen, Hölle. Jeder Blick auf die Uhr war eine Enttäuschung, noch so viele Stunden bis zum Sonnenaufgang. Dazu die Gedanken was passiert wenn sich der Anker losreißt, im nachhinein eine übertrieben Angst, das Ding war Bombenfest. Dann war es soweit, aufstehen, die Erlösung! Kaffee aufbrühen, Frühstück und fertig machen zum auslaufen! Raus aus der Horrorbucht!

Als wir endlich die Bucht verlassen haben, war soviel Action auf dem Meer das wir unsere Westen Sicherheitshalber anlegten. Es ging richtig die Post ab, so wollte ich es haben und alles war besser wie die vergangene Nacht. Die Stimmung war gut! Auf nach Cres auf der Insel Cres, eine wirklich schöne Stadt! Der Marinero am Hafen hat uns nicht kommen sehen und so haben wir uns, den für uns besten Platz ausgesucht. Das Bugstrahlruder war ja defekt. Nach dem anlegen und dem leichten Unmut des nun anwesenden Marineros war Hafenkino und ein Bier der „Anleger“ angesagt. Eigenlob stinkt ja bekanntlich, aber die anderen Schiffe die nach und nach einliefen, haben Grottenschlecht angelegt. Das machte uns schon ein wenig Stolz. Abends ging es Essen im Ort.

Das Restaurant lag direkt am Hafen der in den Ort integriert ist.

Am nächsten Morgen haben wir das Groß-Segel vorsorglich gerefft damit wir das nicht auf See machen müssen.Tja die Ema hat kein Rollgroß, da ist noch richtig Handarbeit angesagt. Wir hatten guten Wind und machten Fahrt. Es ging wieder zurück in die Veruda Bucht, nach den ganzen Erlebnissen eine eher unspektakuläre Bucht.

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