Sonnenuntergang am Binsfeld

Sonnenuntergang Spiegelungen am See

Es gibt Tage im Winter, da scheint auch mal Sonne und ich freue mich dann die ganze Zeit über auf den Sonnenuntergang. Irgendwie verrückt, aber in solchen fällen mache ich mir tagsüber nur Gedanken darüber wo ich diesen Sonnenuntergang am besten einfangen kann. Langzeitbelichtungen sehen mit Wasser immer interessant aus, das noch garniert mit Spiegelungen und den Farben des Sonnenuntergangs, perfekt! Ausgesucht habe ich mir einen Badesee bei Speyer, in der Mitte ist eine kleine Insel und am See ist ein kleiner Strand, der auch noch in die richtige Himmelsrichtung zeigt. Die Location ist gewählt, das Wetter spielt mit und ich habe keine anderweitigen Termine. Dennoch bin ich seit Jahren schon nicht mehr an dem Flecken gewesen und fragte mich ob es gut werden wird.  Ich war rechtzeitig dort, und konnte mir in Ruhe die richtige Position aussuchen. Es sollten keine oder wenige Bauten am gegenüberliegenden Ufer mit auf das Foto.

Es kommen nicht immer diese fließenden starken Farben am Himmel, oft war es auch schon ein grau-blauer-Matsch. Ich glaube das hängt auch mit der Temperatur zusammen. Deswegen bin ich immer aufgeregt wenn es losgeht, dieses mal wurde ich nicht enttäuscht.

Die Vorbereitungen

Bei den Vorbereitungen richte ich das Stativ* gut aus, damit ich später einfach am Panoramakopf drehen kann um den Bildausschnitt zu verändern ohne den Kugelkopf* öffnen zu müssen. Zusätzlich lege ich mir die Anzeige für die Neigung im Sucher auf die vordere Funktionstaste der D750*. Die ISO stelle ich auf den kleinsten Wert, in meinem Fall Iso 50 so habe ich mehr Spielraum mit der Blende und muss diese für längere Belichtungszeiten nicht zwangsweise gnadenlos hoch drehen. Dann sieht man auch nicht so den Dreck auf dem Sensor, der gehört bei mir sowieso gereinigt. Das reinigen des Kamerasensors mache ich selbst, nur musste ich mir neues Material bestellen, da ich keines mehr hatte. Aber das ist ein anderes Thema.

Der Sonnenuntergang kann kommen

Am Anfang mache ich natürlich Testfotos und taste mich etwas an die richtigen Einstellungen heran. Dazu messe ich die Belichtung in dunklen, sowie in hellen Stellen mit der Kamera. Die Wahrheit liegt dazwischen. Der Dynamikumfang des D750 Sensors ist groß genug das ich keine Belichtungsreihen anfertigen muss. Bei den meisten meiner Langzeitbelichtungen Unterbelichte ich, nicht viel. Den in den dunklen Bereichen bleibt mehr Information erhalten als in den zu hellen Bereichen und der Himmel muss Textur haben sonst ist das Bild Müll.

Dann ist es endlich soweit, der Sonnenuntergang lässt den Himmel brennen. Die ersten Fotos sind im Kasten, noch etwas länger belichtet, ich lass mir das Foto anzeigen und bin begeistert. „Shot of the day!“ schießt es dann durch meinen Kopf! Das sind Fotos bei denen ich sofort sehe, da gibt es nix zu meckern, Bilder nach denen ich eigentlich einpacken könnte und nach hause fahren. Habe ich natürlich nicht gemacht und noch andere Perspektiven ausprobiert.

Es wurde dunkel und ich war ganz alleine am See. Da lernte ich meine LED Taschenlampe* so richtig zu schätzen! Es war schon ein bisschen ein komisches Gefühl, da ich ohne Lampe wirklich nix mehr gesehen habe.

Sonnenuntergang am Binsfeld bei Speyer
Sonnenuntergang am See
Sonnenuntergang am Binsfeld bei Speyer
Skyporn am See
Sonnenuntergang am Binsfeld bei Speyer
Insel Spiegelung

 

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