Höllennacht in der Bucht von Artatore und das schöne Cres

Wir hatten keine Wahl, wir konnten nicht in eine andere Bucht, es war zu spät. Die Vorahnung das eine falsche Entscheidung getroffen wurde lag in der Luft. Noch waren die Wellen und die Bewegung des Schiffes auszuhalten, es sollte schlimmer werden. Der Tag hat uns gefordert, wir gingen nach dem Essen müde ins Bett, doch an einen ruhigen Schlaf war nicht zu denken. Es wurde ein Halbschlaf, ein Dösen in  kleinen Dosen. Das ganze folgte einem Rhythmus, das war das eigentlich furchtbare daran. Auf eine Hammerwelle folgte eine Stille, immer wenn man gerade dachte es ist ruhiger geworden, hat es langsam wieder angefangen zu schaukeln. Das Schaukeln wurde immer schlimmer bis zur nächsten Breitseite. Die große Welle drückte das Schiff aus dem Wind und dann wanderte es wieder in den Wind für die nächste Abreibung. Eine Kombination von rollenden und stampfenden Schiffsbewegungen, Hölle. Jeder Blick auf die Uhr war eine Enttäuschung, noch so viele Stunden bis zum Sonnenaufgang. Dazu die Gedanken was passiert wenn sich der Anker losreißt, im nachhinein eine übertrieben Angst, das Ding war Bombenfest. Dann war es soweit, aufstehen, die Erlösung! Kaffee aufbrühen, Frühstück und fertig machen zum auslaufen! Raus aus der Horrorbucht!140_4959.jpg140_4931.jpg140_4929.jpg

Als wir endlich die Bucht verlassen haben, war soviel Action auf dem Meer das wir unsere Westen Sicherheitshalber anlegten. Es ging richtig die Post ab, so wollte ich es haben und alles war besser wie die vergangene Nacht. Die Stimmung war gut! Auf nach Cres auf der Insel Cres, eine wirklich schöne Stadt! Der Marinero am Hafen hat uns nicht kommen sehen und so haben wir uns, den für uns besten Platz ausgesucht. Das Bugstrahlruder war ja defekt. Nach dem anlegen und dem leichten Unmut des nun anwesenden Marineros war Hafenkino und ein Bier der „Anleger“ angesagt. Eigenlob stinkt ja bekanntlich, aber die anderen Schiffe die nach und nach einliefen, haben Grottenschlecht angelegt. Das machte uns schon ein wenig Stolz. Abends ging es Essen im Ort.
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140_5012.jpgDas Restaurant lag direkt am Hafen der in den Ort integriert ist.140_5025.jpg140_5030.jpg

Am nächsten Morgen haben wir das Groß-Segel vorsorglich gerefft damit wir das nicht auf See machen müssen.Tja die Ema hat kein Rollgroß, da ist noch richtig Handarbeit angesagt. Wir hatten guten Wind und machten Fahrt. Es ging wieder zurück in die Veruda Bucht, nach den ganzen Erlebnissen eine eher unspektakuläre Bucht.

CresCresCresCres Hafen EinfahrtLeuchtturm

Ersterfahrung im Bootsmannstuhl bei Susak

Der dritte Tag vom Kroatien Segeltörn bricht an. Brot kaufen ist angesagt, also mit Stefan und dem Dinghi nach Ilovik gepfiffen und super gutes Weißbrot gebunkert. Zum Frühstück machte Christian Rührei mit Schinken, yeah! Danach ein morgendliches Bad im Meer mit den Fischen, klares Wasser mit einer Sicht bis zum Boden bei sieben Metern Tiefe.Fische Kaum aus dem Wasser hieß es schnell anziehen und das Boot Seefest machen, damit wir los können. Es soll nach Susak gehen, eine Insel mit einer schönen Bade-Bucht. Ein Katamaran- Skipper hatte die gleiche Idee.Katamaran Auf dem Weg dorthin wurde ich darauf hingewiesen das ich bei Susak im Bootsmannstuhl am Mast hochgezogen werde. Äh, ich hatte das mal erwähnt, so als Spaß, Fotos von da oben wären cool, aber das es nun Wirklichkeit werden sollte war krass! Seltsamerweise legte sich meine Aufregung ziemlich schnell und als wir an der Boje festmachten und die Vorbereitungen  liefen freute ich mich sogar darauf. Der Mast ist 19 m hoch. Ich habe bei 11 m gesagt es langt, nicht aus Angst, es reichte, es war die optimale Position ohne Störende Stahlseile. 140_4868.jpgDie Katamaran Besatzung schaute interessiert zu, wie ich Stück für Stück vom Christian und Markus mit der Winch  hoch gekurbelt wurde. „Wenn ich am Mast hochgezogen… weis der Christian wie schwer mein Arsch gewogen!“ viel mir da nur ein.Bootsmannstuhl

Nach mir war Stefan dran, er war ganz oben!BootsmannstuhlBootsmannstuhlBootsmannstuhl

Nach diesem perfektem Ersterlebnis ging es Schwimmen und auspannen. Das war ein so abartig gutes Gefühl, es einfach gemacht zu haben! Schöne Zeit! Das ganze wurde auch als Video aufgezeichnet und wird demnächst unter anderem, auf dem Get on Board Blog veröffentlicht.Brillenspiegel

Wir wollten weiter nach Artatore auf der Insel Losinj. Diese Bucht sollte für uns eine Herausforderungen werden. Beim Ankern wollte Markus das Bugstrahlruder verwenden, doch es klackerte nur. Nach Überprüfung ob die Schraube frei ist, bemerkten wir am Motor das der Schütz flatterte. Keiner konnte sich erklären warum. Das war nicht so schlimm. Es war nur der Auftakt einer langen schlaflosen Nacht, denn der Wind frischte auf und drückte die Wellen in die Bucht, auf unser Boot. Wir haben die ganzen Seile am Mast weg gebunden damit diese nicht laut gegen den Mast schlagen. Markus ließ später noch zusätzlich 10 Meter Ankerkette ab, zur Sicherheit. Jeder hatte vor dem schlafen gehen eine Vorahnung das dies keine gute Erfahrung werden sollte. Nach einem Scheppern in der Nacht stürmten Markus, Stefan und Christian nach draußen um festzustellen das es „nur“ die Töpfe waren. Wie wir die Nacht überstanden haben, das gibt’s im nächsten Artikel…

Euer Lichtfreibeuter

Fahrt nach Ilovik

Mir gefällt am Segeln das einfach so, Inseln angefahren werden können. So sollte es auch am zweiten Tag, meines ersten Segeltörn in Kroatien sein. Nach dem Frühstück in der Veruda-Bucht habe ich mein Fisheye angeschraubt und ein paar Aufnahmen des Cockpits auf den Chip gebannt. CockpitUm halb zehn morgens wurde der Anker gelichtet. Ab da war wieder das 17-55 mein Begleiter. Das Ziel war Ilovik oder besser gesagt eine engere Durchfahrt zwischen zwei kleinen Inseln. Die eine trägt den Name Ilovik genau wie das kleine Dörfchen darauf. Auf dem Weg dorthin hat nun endlich der Wind aufgefrischt. Wir machten gute Fahrt und hatten Krängung (Schräglage), darauf hatte ich mich am meisten gefreut! Ohne Motor nur der Wind und das Rauschen des Wassers, geile Sache!Skipper

Auf dem Bild ist Markus der Skipper. Die Gischt zeigt schön wie wir durch die Wellen geritten sind. Die Bierdosen stammen noch vom „Ableger“. Rudergänger war Frank der Bruder des Skippers, der Mann am Ruder wurde öfter mal abgewechselt.

Rudergänger

Mit der Krängung kam ich ziemlich gut klar, nur einmal als ich am Bug fotografierte, wurde der Kurs so verändert das die Ema sich weiter neigte und ich rutschte auf dem Hintern über das Deck. Da war mir die Lust auf dem Vorderdeck kurz vergangen.

Leuchtturm / LighthouseLeuchtturm / LighthouseVerkehr auf dem Meer

Später am Tag war wieder Flaute, wir mussten mit dem Diesel das letzte Stück nach Ilovik fahren. Christian und Stefan haben es sich abwechselnd auf dem Vorderdeck bequem gemacht, da ist man für sich, da hat man seine Ruhe, obwohl Männer können sich auch mal anschweigen und es absolut super finden!

Auf dem Vorderdeck

Flaggen am MastCo-SkipperWas ich bis dahin auch noch nicht wusste, ist das die Bojen bewirtschaftet werden. Da kam eine grimmig dreinschauende Frau mit ihrem Motorboot angefahren und hat uns nach dem festmachen in Ilovik abkassiert. Immerhin hat sie unseren Müll gleich mitgenommen und beim Geld einstecken auch kurz ihr Gesicht aufgehellt.
Bei einer Wassertiefe von ca. sieben Metern eine klare Sicht bis auf den Grund, das hat mich schier umgehauen. Abends ist noch ein Boot von einer Insel zur anderen gefahren und hatte Schaafe an Bord die auf der kleineren Insel abgesetzt wurden. Leider war meine Kamera nicht klar und ich konnte nur das zurück fahrende Boot einfangen.FischerZu so einer Insel muss eben alles über das Meer verfrachtet werden. So richtig bewusst wurde mir das, als ein kleiner Frachtkahn um die Ecke bog mit Bauholz und Eisengitter zum Betonieren.Baustoff Lieferung

Da ich gerade das 70-200 drauf hatte hab ich gleich noch ein Portrait des Skippers mitgenommen.

Skipper
Da wäre ich auch schon wieder fertig mit dem zweiten Tag auf See.
Am dritten Tag sollte ich vor eine Herausforderung gestellt werden die mir einige abverlangte. Dran bleiben! Facebookseite Liken!

Euer Lichtfreibeuter

Sonnenuntergang

Erste Ausfahrt mit der „Ema“

Der Herbst-Segeltörn in Kroatien kommt in Fahrt!
Ich bin eigentlich kein großer Frühaufsteher, aber am Tag der ersten Ausfahrt mit der „Ema“ war ich derjenige der die Brötchen und das Brot besorgen sollte.  Die Kamera nahm ich mit. Am Hafen hatten Fischer angelegt und zogen die letzten Fische aus den Netzen. Rauhe Gesichter, braungebrannt und zerfurcht. Mit welch kleinen Booten die Fischer auf das Meer fahren, ich würde sterben.  Auf zum Bäcker.

Fischer in VrsarHafen in Vrsar

Nach dem Frühstück ging es dann endlich los und zwar mit der Einweisung der Neulinge in Sachen Sicherheit, Verhalten an Bord und wie man das Boot „Seefest“ macht. Das Ablegemanöver wurde besprochen, jeder wusste nun was er zu tun hatte. Wir waren mit uns selbst beschäftigt und merkten nicht wie ein „Einmannsegler“ am Steg festmachte. Nachdem er fertig war beschwerte er sich warum wir nicht geholfen hatten, naja also hätten wir gemacht, aber haben wir nicht realisiert.
Unser Ablegemanöver war fehlerlos ;-). Stefan (Bootsmann) und ich waren für die Leinen am Bug verantwortlich, die Mooring, los machen, absinken lassen. Wir waren unterwegs! Stefan und ich blieben auf dem Vorderdeck stehen und genossen die Sonne, die Nächte waren immer so kalt das auf dem Deck des Bootes immer große Tau Tropfen waren.

Markus am SteuerStefan am BugMit dem Diesel ging es raus auf das Meer, es war kaum Wind und Wellen. Ich war zuerst enttäuscht, aber dachte mir dann, für den Anfang vielleicht genau richtig. Urlaubsstimmung kam auf und der „Ableger“ wurde getrunken. Da kam auch schon die erste Überraschung, Delfine!

Delfin

Das war meine erste Begegnung mit Delfinen! Ich habe nicht wirklich daran geglaubt und auf einmal waren sie da, eine ganze Schule ist zwei- dreimal aufgetaucht und dann waren sie alle wieder verschwunden. Sie zeigten nur ihre Rückenflosse, aber beeindruckt war ich trotzdem.

Segelschiff

Die See war ruhig und viele andere Segler waren unterwegs. Wir haben die Segel gesetzt und machten ca. 3 Knoten Fahrt. Nicht besonders schnell, aber es war ja erst der Anfang. Christian hat eine Speyerer und eine Baden Baden Fahne gehisst, war eben nicht jeder aus der schönen Pfalz.

Segel

Es kam die Idee auf im Schlepp zu Schwimmen. Ich dachte erst das ist ein Scherz. Aber kaum war es ausgesprochen, war schon ein Fender an zwei Seilen befestigt im Wasser. Markus hat sich die Virb Action Cam umgeschnallt und ist mit Frank ins Meer gesprungen. Die beiden ließen sich hinter dem Boot herziehen. Ich habe eine Zeit lang gehadert, was wenn ich das Seil nicht zu fassen bekomme oder unter dem Fender durchrutsche. Aber was soll pasieren? Nix! Also rein gesprungen und ziehen lassen.

SchleppschwimmenSchleppschwimmen

Das war eine Ersterfahrung, vorne das fahrende Schiff und wir hinterher gezogen. Geniale Sache! Nein, es ist nicht jeder von Bord gesprungen, drei Mann waren immer an Deck.

Bug mit Leuchtturm

Um unser Tagesziel zu erreichen mussten wir die Segel einholen und den Diesel anwerfen. Es war einfach zu wenig Wind. Da habe ich auch lernen müssen das so ein Schiff ein „Autopilot“ hat, tolle Sache!StefanChristian mit Ableger

Das Ziel war die „Veruda“ Bucht Südlich von Pula. Erst noch ein wenig gedöst, dann wurde das Schlauchboot klar gemacht, nicht weil wir es brauchten, einfach nur um in der Bucht noch etwas Spaß zu haben.

140_4674.jpgVorderdeck

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Das Meer ist so weit und doch kreuzen immer wieder Boote auf, mit denen man zusammenstoßen würde. Wenn das doch beim Lotto spielen auch so gut funktionieren würde!140_4681.jpg

Angekommen am Ziel waren schon andere da, aber es war mehr als genug Platz um zu Ankern. Wir waren relativ nah am Rand bei 6 m Wassertiefe, es wurde 30 m Kette herunter gelassen. Immer das 4-5 fache der Wassertiefe, tja, wieder was neues.140_4733.jpg

Jetzt war Dinghi-Action angesagt! Es war nicht perfekt aufgepumpt und bei manchen Richtungswechseln bekam man einen nassen Hintern.

140_4709.jpgZu guter letzt war noch ein Fischer mit seiner frau unterwegs.140_4719.jpg

Das war der erste Seetag mit der „Ema“. Abends gab es Chilli. So ein Tag auf dem Meer schlaucht, ich bin müde in die Koje gefallen. Gut gelaufen auch mit wenig Wind. Ich machte mir Gedanken ob mein Wunsch auf mehr Wind in Erfüllung gehen würde.  Einmal richtig Segeln mit einer ordentlichen Schräglage (Krängung)!

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Gruß
euer Lichtfreibeuter

Ich packe meinen Seesack und nehme mit…

Wie angekündigt, dies ist der erste Post über den Kroatien Herbst-Segeltörn und was kommt vor dem Aufbruch? Genau! Das Packen! Wochen vor dem Beginn war der Wetterbericht nicht unbedingt gut, die Temperaturen waren so lala. Was nimmt man also mit? „Für jede Situation etwas!“ War die Antwort bei einer Nachfrage an den Skipper… Mist was frag ich auch! Dennoch, beim Zusammenstellen der Kleidung war eine Checkliste sehr Hilfreich, die uns Markus (Skipper und Blogger des „Get-on-Board„-Blogs) und Christian (Co-Skipper) bei einer Vorbesprechung gegeben haben.
Ja, es stand auch die Unterwäsche drauf, im Grunde abarbeiten und fertig. Die Unsicherheiten waren aber da, was ist wenn es regnet, reicht ein normales besseres Cape mit Regenhose? Zur Sicherheit besorgte ich mir noch so Surf-schuhe um wenigsten von oben bis unten Wasserdicht zu sein. Ich war hin und her gerissen zwischen, nehme ich mit und lasse ich da. im Boot ist eben nur begrenzt Platz und es ist voll belegt. Zum Schluss war der Seesack Knall voll gepresst. Das war aber erst die halbe Miete, denn welche Fotoausrüstung nehme ich mit? Welche Objektive werde ich verwenden und was ist mit Stativ?

Seesack

Zum Schluss hatte ich meine Kalahari und eine weiter Fototasche dabei. Bestückt  waren die Taschen mit dem
Nikkor 17-55mm 1:2,8,
Nikkor 70-200mm 1:2,8
Nikkor 35mm 1:1,8
NIKKOR 50 mm 1:1,8
Nikon DX 10,5/2,8 FISHEYE, Nikkor TC-20 Konverter
extra Kameraakku. Einen SB-800 Systemblitz, Funk Blitzauslöser, Fernauslöser. Dann hatte ich noch den Batteriegriff dabei und Akkus von Eneloop für zwei Ladungen. Ich wollte sichergehen das ich immer genug Energie hatte. Ladegeräte hatte ich trotzdem dabei. Dazu hatte ich noch Dinge zur Reinigung der Kamera, immerhin geht es raus auf das Meer, Wasserspritzer hinterlassen Salzflecken. Dann schon leicht Paranoid nahm ich noch meine alte D70 mit Tamron 18-50 mm mit, damit ich noch ein Body habe falls mir einer ins Wasser fällt. Dazu noch meine Graufilter und Polfilter inkl. Step-up Ringe. Beim Stativ habe ich echt gehadert, aber dann mein Manfrotto doch mitgenommen. Die Frage die sich jetzt stellt, was habe ich davon alles benutzt? Was war unnötig? Ich war mir überhaupt nicht im klaren was mich erwartet.
Also das 50 mm habe ich nie benutzt, genauso wie das Tamron auf der D70. Mir ist ja auch die D7000 nicht ins Meer gefallen. Ansonsten waren die Objektive/ Konverter im Einsatz. Das Fisheye hat mir sehr geholfen, auf dem engen Boot alles drauf zu bekommen. Ich hatte zu viele Akkus dabei, Funk Blitzauslöser unbenutzt genauso wie die ganzen Filter und Ringe. Das Stativ und der Blitz kamen genau einmal zum Einsatz. Die Utensilien zur Reinigung waren wichtig für die Linsen. Ging es runter vom Boot hatte ich immer nur mein 35 mm drauf, da es meistens abends war und ich erschöpft, nicht noch viel mit mir rumschleppen wollte, es hat immer ausgereicht und Lichtstark ist es obendrein.

Zum Schluss war ich derjenige der eigentlich am wenigsten dabei hatte! Reduce to the Max! Mir hat nichts gefehlt, ich habe nichts vermisst. Das nächste mal wird es weniger, Evolution!

In der Nacht ging es los, zwei Uhr dreißig, mitten in der Nacht… Eine zum Glück unspektakuläre Fahrt. Ich machte mir darüber Gedanken wie es sein wird, mit fünf anderen auf einem engen Boot. Markus und Frank kannte ich etwas näher, ansonsten war die Bekanntschaft mit der restlichen Crew eher oberflächlich. Eine Herausforderung, genauso wie das Meer, ich war noch nie auf dem Meer Segeln oder überhaupt in einem Schiff dieser Größenordnung unterwegs. Ich war fest davon überzeugt das mir nicht schlecht werden würde, ich hatte aber auch alles dabei um den Ernstfall zu verhindern. In meinem tiefsten inneren hoffte ich das wir richtig Seegang haben würden. Man(n) sucht das Unausweichliche, keine Chance vom Boot zu entkommen. Aber zuerst war ankommen in Vrsar angesagt, kurz vor dem Ziel war die Straße gesperrt.Rally StreckenpostenRally vor dem Ziel

Eine Rally! Zuerst dachten wir, es geht erst am späten Nachmittag weiter und es war erst zwölf Uhr! Doch der Trainingslauf dauerte zum Glück nur eine halbe Stunde und wir konnten Weiter.  Rally vor dem Ziel

An der Yacht angekommen, war schleppen an der Tagesordnung, dann einkaufen und noch einmal schleppen, der Proviant wollte verstaut sein. Ca. dreieinhalb Tage ohne Hafen lagen vor uns, da muss für die Mannschaft genug an Bord sein.

Vrsar im HafenVrsar im Hafen

einmal schlafen dann geht es endlich los, ich konnte es schon nicht mehr abwarten. Vorher in der Marina am Hafen noch einmal Essen gegangen und eine Kroatische Hochzeit im Restaurant beobachtet. Da waren auch drei Musikanten, aber es ist einem eher der Appetit vergangen, die waren… Naja, milde ausgedrückt, extrem schlecht.Fischerboot

Die Bilder sind am Abend und am nächsten morgen entstanden, auf dem Weg zum Brötchen und Brot besorgen. Das Wetter sollte jetzt doch durchgehend gut bleiben, hatte ich nun doch zu wenig leichte Klamotten dabei?

vrsar Hafen

Das war nur der Anfang einer aufregenden Reise! Es geht weiter, keine Frage! Auf Facebook meine Fanseite Liken um auf dem neuesten Stand zu bleiben, Teilen nicht vergessen 😉 !

Euer Lichtfreibeuter

Ersterlebnisse verlängern das Leben

Wer kennt das nicht, man blickt zurück und denkt „Wie sind die Jahre nur verflogen…?“. Bis man 18 ist scheint die Zeit zu kriechen und fängt dann langsam an zu Beschleunigen. Das Zeitempfinden verändert sich, man hat das Gefühl je Älter man wird desto schneller vergeht die Zeit. Ich erinnere mich nur an die „Herausragenden“ Ereignisse welche sich in das Hirn eingegraben haben. Was ist mit der Zeit dazwischen? Komprimiert und weggepackt, die ganz normalen Tage, der Alltag, wird aus der Erinnerung gelöscht. Die Ersterfahrungen werden weniger je Älter man wird. Somit haben wir das Gefühl unser Leben vergeht „schneller“. Daran sind wir selber Schuld! Je häufiger Neues und Emotionales erlebt wird, desto mehr prägt sich im Gedächtnis ein und um so stärker „entschleunigt“ sich das Leben rückblickend.
Es gilt die gefühlte Zeit mit neuen Ersterlebnissen abzubremsen und sich neuem zu öffnen und noch einmal erste Male zu erleben.

Ich habe gerade eben einen Segeltörn in Kroatien hinter mir (wie in diesem Artikel angekündigt), ich war vorher noch nie Segeln. Auf diesem Trip hatte ich jeden Tag ein erstes Mal. Ich habe mich einfach darauf eingelassen und zig Erlebnisse haben sich unauslöschlich in mein Gedächtnis eingebrannt mit all ihren Emotionen und Bildern. Es funktioniert! Lebensverlängerung durch Ersterlebnisse, Rückblickend kommt mir die Woche wie eine kleine Ewigkeit vor, im positiven Sinne.

Ich habe den Segeltörn auch fotografisch begleitet, dazu wird es bald einen weiteren Artikel geben. Der Törn lief in Kooperation mit dem Get on Board Blog, dort werden dann zusätzlich zu den Bildern noch Videos Präsentiert. Ihr dürft also über meine Ersterlebnisse beim Segeln gespannt sein!

Genießt euer Leben!

Eurer Lichtfreibeuter

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