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Disneyland Paris und die Buffalo Bill Show

Ich kann nicht sagen das ich begeistert war als mich meine Frau fragte ob wir nicht mal ins Disneyland Paris fahren sollen. Ehrlich gesagt habe ich es versucht abzuwehren, aber es half nichts. Ich musste mir irgendwann eingestehen das ich keine Argumente und Chancen mehr hatte und ich jetzt da durch muss.  Im Reisebüro blieb ich dann auch tapfer bei der Offenbarung der Kosten für drei Übernachtungen und Eintritt, inkl. Buffalo Bill Show.

Irgendwann war es soweit, Auto gepackt, Navi aktualisiert, Familie noch mal auf die Toilette geschickt und los. Die Fahrt war unspektakulär, da bin ich längeres gewohnt. Der Park liegt günstig, man bekommt vom Paris Verkehr eigentlich nichts mit, um Paris kann es auch recht eng zu gehen, hab ich auch schon erlebt. Im Hotel angekommen, dem Magic Circus einem vier Sterne Hotel, fällt mir gleich der eingespielte Duftstoff auf. Süßlich, soll wahrscheinlich die Atmosphäre wie auf dem Jahrmarkt erzeugen, hat nicht geklappt, fand es widerlich. Im Aufzug hat sich der Geruch gestaut, bäh. An der Rezeption dann musste man sich fast anschreien den die Musik war teilweise auch so laut wie im Zirkus. Ansonsten war das Zimmer in Ordnung, man hätte über das versiffte Telefon oder den nicht funktionierenden zweiten Fernseher bei den Kinderbetten Reklamieren können, aber das war mir zu doof, brauchen die Kids eh nicht, die sollen müde vom Park sein und abends pennen.

Am Anteisetag war geplant abends in die Buffalo Bill Show zu gehen, da es hier auch was zu futtern gibt. Der Plan ging auf, die Show sollte man sich nicht entgehen lassen, macht Spaß zuzuschauen und dabei ständig was auf den Teller und ins Glas zu bekommen.

Buffalo Bill ShowBuffalo Bill Show

Der Tag darauf wurde im Themenpark verbracht. Der erste Eindruck nach dem laufen auf der „Main Street“, so groß ist der Park gar nicht. Was einem auch noch ins Auge sticht, ist der totale Kommerz. Überall Geschäfte, in denen für teuer Geld alles gekauft werden kann was das Disney Imperium so hergibt.

Buffalo Bill ShowBuffalo Bill ShowBuffalo Bill Show

Wir haben uns angeschaut und gefahren was man in zehn Stunden nur machen kann. Dann war Schluss, fix und alle. Die Erkenntnis ist, man braucht mindestens zwei Tage für den Park weil man so lange anstehen muss. Die Wartezeiten waren bei uns noch Human, zwischen 20 und 45 Minuten musste eingerechnet werden. Nach der Größe der Wartebereiche zu urteilen, war fast nix los.

Tags darauf im Disneyland Abenteuer, wurde in den Disney Studios verbracht. Ein ganz eigener Park, neben dem Park. Filmkulissen, zum Beispiel „Herrschaft des Feuers“ waren aufgebaut. War ganz interessant. Die Stuntshow hätte bisschen mehr bieten können, da hat irgendwas gefehlt. Wieder nach 10 Stunden, Feierabend. Ursprünglich waren wir so Motiviert und sagten uns das wir am Abreisetag noch einmal in den Park gehen, da wir Spät auschecken konnten bis zwölf Uhr. Scheiß drauf! Haben wir nicht mehr gemacht, drei Tage mit ca. 25 Stunden halligalli Bedröhnung war wirklich genug. Es war nun Feiertag und sichtlich mehr los im Hotel. Auschecken und Abfahrt, gemütlich nach Hause und den Trubel hinter einem lassen. Mit dem Gefühl das es gut war, aber keiner Wiederholung Bedarf. Meine Frau ist auch geheilt.

Studio Tram TourStudio Tram TourEisenbahn

Da ich keine schwere Fotoausrüstung mit mir rumschleppen wollte, habe ich auf mein Tamron Reiseobjektiv zurück gegriffen. Dazu habe ich noch das Nikkor 35mm 1,8 mit genommen. Es war das erste mal das ich das Tamron wieder länger angeschraubt hatte. Die Bilder sind für Urlaubsfotos auch ausreichend, das war es dann aber auch. Das 35’er war scharf und zuverlässig, wie immer. Geiles Teil!

Disney Studios

Der Alte und das Spanische Mittelmeer

Früh aufstehen, ans Meer gehen und fotografieren, sich vorstellen das den ganzen Tag so eine Ruhe wäre. Den vereinzelten Joggern zusehen, manche in Sportschuhen, eine läuft mit Flip-Flops auf der Sandigen Promenade, es ist weniger laufen eher rutschen und ich erwische mich dabei, wie mir die Ansicht der rutschenden Flip-Flop Läuferin, ein lächeln auf das Gesicht zeichnet. Dann, am Meer, Fotografiere ich den Sonnenaufgang. Währenddessen kommt ein alter Mann auf einem Fahrrad und packt seine Angelsachen aus, ich beobachte in kurz, daraufhin spricht er mich an. Der Alte Mann gibt mir bereitwillig einen kleinen Einblick über sein Leben, seit siebzehn Jahren in Salou in Spanien, seit er in Rente ist. Nach der Frage warum er diesen Schritt gegangen ist, antwortete er: „Ich habe mein Herz hier verloren“, er ist Belgier.  Er liebt den Sonnenaufgang und er hat ihn auch selbst schon oft Fotografiert. Der gute Mann erzählte noch von seiner Wohnung die er relativ günstig mietet, komplett möbliert und baute dabei seine Angel auf.  Ein Wurm auf den Haken und schon war der Köder im Wasser. Mit sich und der Welt zufrieden setzte er sich auf eine Bank und als sein Blick auf dass Meer ging war unser Gespräch zu Ende.

Angler in SalouAngler in SalouFischer DenkmalSalou PromenadeSalou Promenade

Cava Herstellung in Sant Sadurni d’Anoia

Da wir schon mal in der Nähe von Sant Sadurni d’Anoia in Katalonien waren, habe ich bei dem großen Cava Hersteller Freixenet eine Tour durch die Keller gebucht. Cava ist ein geschützter Begriff der nur für Schaumwein aus bestimmten Spanischen Regionen verwendet werden darf. Da es sich um eine Traditionelle Herstellung handelt, wird die zweite Gährung in der Flasche vollzogen. Wenn man sich die Anzahl der Flaschen versucht vorzustellen, liegt man schon daneben, es sind mehr. Neben den Hauptsorten werden einige Cavas noch komplett Traditionell hergestellt und von Hand gerüttelt und gedreht, diese liegen in den alten Gewölbekellern und das teilweise schon über Jahrzehnte. Geniale Keller, muffig, voller alter Flaschen, altes Gemäuer, soll man nicht glauben wenn man die Flaschen im Geschäft sieht. Die Modernen Keller sind mit Maschinen befahrbar die vollautomatisch die Flaschen in Boxen setzten für den nächsten Arbeitsgang. Aber selbst diese neueren Keller sind beeindruckend. Das drehen der Flaschen, ob nun von Hand oder durch Maschinen, ist nötig um die Hefe im Flaschenhals zu sammeln. Diese wird heutzutage dann gefroren, die Flasche gedreht und der Kronkorken geöffnet, die gefrorene Hefe schießt raus und der richtige Korken wird eingesetzt. Genial! Die Grundweine werden aus verschiedenen Traubensorten aus verschiedenen Gebieten ausgebaut. Der Traubensaft dieser Trauben ist dermaßen mild und hat einen eigenen Geschmack, der mir zuerst fremd erschien und nicht richtig mit dem Gedanken an Trauben zusammen passte, aber sehr gut das Zeug! Guter Grundstoff für ein gutes Ergebnis. Diese Grundweine werden je nach dem, in Edelstahltanks oder eben auch nach traditioneller Art in Holzfässern gelagert. Ganz so wie der Cava dann schmecken soll. Die Reifung wird mit dem entfernen der Hefe unterbrochen, er ist also im Moment der Auslieferung Trinkfertig und am besten. Nach der Führung gab es eine Verkostung von Cava Cordon Negro Brut, ehrlich gesagt bin ich kein so ein Sekt-Trinker eher meine Schwiegermutter, für die ich diese Tour auch organisiert hatte, der Negro war mir immer zu trocken und schmeckte mir nie so richtig. Doch diesmal war der Geschmack besser um nicht zu sagen vollkommen anders, ich vermute das dieser eben “frisch” aus der Fertigung ist und nicht schon ein Jahr oder länger im Regal steht.

Es gab einen Haufen Motive, aber im absoluten Dämmerlicht. Um irgendwie bei der Geschwindigkeit des Rundgangs ein paar Fotos herauszubekommen die man danach auch ansehen konnte musste ich schon erheblich an der ISO Schraube drehen. Es sind mir trotz der Widrigkeiten ein paar gute Schüsse gelungen die einen kleinen Eindruck vermitteln wie riesig die Mengen an Flaschen sind innerhalb der zwanzig Kilometer Keller-System.

Freixenet RennwagenFreixenet HauptsitzFreixenet BasisweinFreixenet BasisweinCava FlaschengährungFreixenet Traditionelles Werbeschild
Cava FlaschengährungFreixenet alter CavaFreixenet alter CavaFreixenet Flaschengährung

Kellerei Freixenet, ein Album auf Flickr.

Des Zwingers fette Beute – Dresden der letzte

Früh sind wir aufgestanden und zur Elbe gezogen, wollten eigentlich die Stadt in der aufgehenden Sonne ablichten. Doch Wolken haben uns ein Strich durch die Belichtung gemacht, so sind wir erst ein wenig ziellos durch die Neustadt und schließlich bin ich in den Zwinger, den hatte ich mir noch gar nicht angeschaut. Zuerst dachte ich mir “naja”, da habe ich aber noch nicht die Brunnen an der Wand entdeckt und die vielen Steinfiguren. Die hatten es mir dann angetan und wurden aus vielen verschiedenen Richtungen auf den Chip gebannt. Später kam die Sonne raus und brachte alles nochmal in ein schönes Licht. Ich war mittags alleine unterwegs und konnte mir direkt mehr Zeit lassen, was sich meiner Meinung nach positiv auf die Fotos auswirkte. Vom Zwinger ging es in die Hofkirche und dort hatte ich perfekte Bedingungen, durch die oberen Fenster strahlte die Sonne. Es war fast so als wenn man die Strahlen mit der Hand berühren könnte. Ich hielt mich relativ lange in der Kirche auf und habe einige Perspektiven der dortigen Statuen und Kunstwerke geschossen. Nach der Kirche ging es noch auf den Hausmannsturm, als ich oben angekommen bin wäre ein Sauerstoffzelt nicht schlecht gewesen. Es war ein schöner Ausblick, es lag aber ein Dunst über der Landschaft, so hat sich mir nicht viel angeboten. Nach einer Pause in einer Wirtschaft an der Frauenkirche, ging es nochmal bei Abendsonne in den Zwinger. Da haben sich noch einmal gute Motive ins rechte abendliche Licht gerückt.

HofkircheZwingerBrunnen im ZwingerStatue im ZwingerStatue im ZwingerStatue im Zwinger
Statue in der HofkircheStatue in der HofkircheStatue in der HofkircheStatue im ZwingerStatue im ZwingerStatue im Zwinger
Dresden Tag 3, ein Album auf Flickr.

Die Dresden Tour Tag Zwei

Am zweiten Tag wurde sich viel vorgenommen und auch alles abgearbeitet. Der Titel stimmt nicht ganz, denn zuerst ging es in die Sächsische Schweiz zur Bastei. Trotz des frühen Aufstehens war es im Grunde zu spät, die Sonne stand schon recht hoch und tauchte die Landschaft in einen grell angeleuchteten Dunst. Trotzdem ist es eine beeindruckende Landschaft! Der Abschnitt mit den typischen Felsen ist kleiner als ich dachte. Von der Bastei sah man auch schon das nächste Ziel, die Festung Königstein. Viele Mauern, ein Weinkeller und ein paar Kanonen, guter Kuchen und Landschaftlich ein Reiser, vor allen Dingen die Schleife der Elbe unterhalb der Festung. Wieder einmal eine schöne Fischauge-Aufnahme! Danach ging es zu den Schrammsteinen, schöne Felsen aber im falschen Licht. Der Weg zum Schrammsteinblick ging über einen Freistehenden Aufzug und einem Fußweg. Zum Glück wurde auf den Berg gelaufen und erst später gemerkt das oben eine Straße hinführt, so haben wir den Aufzug wenigstens nicht verpasst… Kurze Rast und weiter nach Pilnitz in den Park den ich mir fast hätte sparen können, von da ging es zum “blauen Wunder” zurück nach Dresden. Eigentlich zuerst in den Biergarten am Fuß der Brücke. Ich war ziemlich am Ende und das Bier über den Durst hatte verheerende Wirkung auf meine Motivation auf die Brücke zu laufen. Rückblickend war der Tag “Touristisch” geprägt und dementsprechend gab es auch viele, sehr dokumentarische Fotos. Das Highlight des Tages waren die Aufnahmen von Dresden in der Abenddämmerung, direkt vom blauen Wunder in die Innenstadt zum Hotel und Stativ geschnappt und wieder los zur Elbe, gerade noch zur rechten Zeit.

Auf der BasteiAuf der BasteiAuf der BasteiWeinkeller auf KönigsteinAuf Festung KönigsteinAuf Festung Königstein
Blaues WunderBlaues WunderDresden blaue StundeDresden blaue StundeDresden blaue Stunde

Dresden Tag 2, ein Album auf Flickr.

 

Dresden 1

Nun war es endlich soweit, ich sollte das erste mal in den Osten Deutschlands reisen. Wenn ich das so schreibe ist es mir fast ein bisschen peinlich. Immerhin ist die Wiedervereinigung schon eine Weile her. Jetzt war es aber doch soweit, mit ein paar Fotografie begeisterten ging es nach Dresden. Freitags morgens um fünf ging es los, erst mal nichts besonderes, doch habe ich am Abend vorher aus Zeitmangel erst spät gepackt. Kennt ihr das auch wenn alles zusammen kommt? Meine Frau musste zum Elternabend und die Tochter ist überhaupt nicht müde und verlangt Aufmerksamkeit. Die Zeit schreitet fort und zum Schluss wird schnell gepackt, getrieben von der Angst irgend etwas zu vergessen wird viel zu viel mitgenommen. Die Reisetasche war sackschwer. Dazu hat meine kleine schlecht geträumt und uns dann nachts nochmal wach gehalten. Lange Rede kurzer Sinn, am morgen war ich milde gesagt, angeschlagen.
Die Fahrt war unspektakulär, was hatte ich auch erwartet? Wie gesagt die Vereinigung ist schon lange her, keine alten Straßen usw. Wieder habe ich mich aufgrund meiner bescheuerten Erwartungen ein wenig unwohl gefühlt. In Dresden angekommen hatten wir erst einmal Hunger und gingen zum Watzke, war gut und die Bedienung fleißig, hat uns in kurzer Zeit immer wieder gefragt ob wir noch was wollen, fast ein bisschen nervig aber freundlich. Nach der Stärkung einchecken im Hotel und kurz darauf mit der Kameratasche in die Stadt. Es fiel mir sofort auf das alles schön hergerichtet ist, klasse Stadt. Es kam schon öfter die Bemerkung das alles von „unserem“ Soli bezahlt wurde. Doch ich bin der Meinung das es hier gut eingesetzt wurde, hier ist ein echtes Zeichen gesetzt worden, schaut her was in zwanzig Jahren bei uns alles möglich ist. Außerdem, wäre die Stadt nicht hergerichtet worden, hätten wir nix zu fotografieren! Am ersten Tag hatte ich meinen Rhythmus noch nicht gefunden, unausgeschlafen, matt in der Birne und eher Tourist als Fotograf. Es konnte nur besser werden und es wurde besser, hier aber erst einmal Bilder vom ersten Tag in Dresden:

 

Kleine Pfalztour, bei Edenkoben

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, das Jahr hat seinen Zenit auch schon wieder überschritten. Ein neuer Jahrgang reift an den Reben, also los und mal schauen ob ein paar neue Pfalz Impressionen in den Kasten kommen bevor es Abends nach der Arbeit zu dunkel wird für an die Weinstraße. Am Freitag, es war schon recht spät für Fotos, sind wir losgezogen in die Nähe von Edenkoben.

Zuerst zur Villa Ludwigshöhe, dort war ein Fest zum Geburtstag von Ludwig I. von Bayern, die Musik konnte man draußen in den Weinbergen hören, das Fest war aber nicht das eigentliche Ziel sondern Pfalz Fotos. Diesmal gar nicht so einfach denn wir hatten mit etwas zu wenig Licht zu kämpfen. Die Sonne ging schneller unter als wir dachten. Auf dem Rückweg entdeckten wir am Straßenrand ein paar Weinbau Utensilien das waren lohnende Motive, an denen habe ich dann das entfesselte Blitzen getestet, naja ganz entfesselt war es nicht, mit TTL-Kabel. Das hat ganz gut geklappt auch wenn ein Kabel eine Stolperfalle ist. Es kommen auf einfache Weise ganz andere Bilder zu Stande, es ist auch ganz interessant den Blitz über die Kamera in seiner Leistung zu regeln, wieder etwas entdeckt. Funkauslöser habe ich auch, dummerweise hat mich meine Experimentierfreude dazu getrieben einen bestimmt 30 Jahre alten Blitz damit zu zünden, was ein bescheuerter Versuch. Er hat gezündet, einmal beim anschalten und hat dann wahrscheinlich die Elektronik des Empfängers geröstet. Also auf den Merkzettel – keine alten Blitzdingse an neumodische Elektronik anschließen! Lehrgeld bezahlt, heute ist der neue Empfänger gekommen. Für die Pfalztour musste dann eben das Kabel herhalten, den Blitz auf ein Stativ geschraubt und los ging es!

Licht-Freibeuten im Lufthafen Frankfurt

Unsere Nachbarin ist aktiv im S.e.H.T. (Selbständigkeits-Hilfe bei Teilleistungsschwächen e.V.) und hat für eine Gruppe einen Ausflug zum Flughafen Frankfurt gebucht. Wie das manchmal eben ist, es sind einige kurz vorher abgesprungen. So kamen wir auf den Plan. Unsere Nachbarin hat meine Frau kurzerhand gefragt ob wir den nicht einspringen wollen. Hat mich sehr gefreut denn ich war schon ewig nicht mehr als “Besucher” am Flughafen, um Fotos zu machen eigentlich noch nie. In Frankfurt angekommen haben wir uns auf einen dieser Sündhaft teuren Parkplätze gestellt und sind zu dem angegebenen Schalter marschiert. Dort hat uns denn auch unser Guide abgeholt, ein Werksstudent. Sehr freundlicher und sympathischer Typ. Dachte zuerst der studiert was in Richtung Flugzeugbau oder Logistik da er sehr viel über die Flugzeuge, Technik und den Ablauf wusste. Weit gefehlt, ich glaube er sagte das er Geschichte und Psychologie auf Lehramt studiert. Nach der Sicherheitskontrolle, da mussten wir durch sonst kommt man nicht auf das Vorfeld, wurden wir mit dem Bus auf dem Flugfeld herumgefahren. Ich dachte mir nur, was ein Aufwand. Wie viel Energie verwendet wird um unsere Hintern in die letzten Winkel dieser Erde zu wuchten. Hundertausende von Litern Kerosin, in einem A380. Abgesehen von meinen Umweltbedenken, auf einem Flughafen packt mich immer das Fernweh, einfach weg, den Globetrotter raushängen. Man spürt es förmlich, hier ist die Drehscheibe, von hier aus geht es in die weite Welt als wenn man nur durch ein Tor gehen müsste. Im Minutentakt kommen und gehen hunderte von Menschen, Geschichten, Schicksale und werden in alle Welt verteilt. Die pure Technik ist beeindruckend, aber das was so ein “Lufthafen” wirklich hervorhebt ist das hier die Welt “klein gemacht” wird, das ist faszinierend.

Lichtfreibeuter auf kleiner Fahrt

Wir waren dann mal eine Woche weg, mit einem Hausboot. Davon abgesehen das die Schleusen Öffnungszeiten hatten, waren wir unabhängig, wie in einem Wohnmobil, alles dabei was man braucht. Das war ein echtes Gefühl der Freiheit. Das ganze ohne Fernseher und Computer, zwar mit Smartphone, das wurde aber selten benutzt, nur um ein paar Schnappschüsse zu posten. Eineinhalb Stunden von Speyer entfernt und doch eine komplett andere Welt, da denkt man sich warum immer in die ferne schweifen wenn so was tolles vor der Haustür liegt. Dazu wurde es nie langweilig, wir mussten ja schließlich durch die Schleusen, das war am Anfang schon Aufregend da wir noch nicht genau wussten ob das so richtig ist wie wir es gemacht haben. Am Anfang war die ganze Crew beschäftigt, nach zwei Tagen und zwanzig Schleusen später nur noch zwei von fünf Matrosen und vor allem lief das ganze viel entspannter ab. Die Abende auf dem Boot waren mit am schönsten, bei einer warmen Brise mit Sekt-Aperol auf dem Deck liegend relaxen, was kann es genialeres geben?
Bei den Bootfahrern scheint es wie bei den Motorradfahrern, man grüßt sich man ist offen und erzählt gern wo man schon war und man hilft sich. In Straßburg erzählte uns einer das er in Paris am Place de la Bastille angelegt hat für schlappe vierunddreißig Euro die Nacht, abgesehen vom Boot, welches Hotel ist günstiger mitten in Paris? Das war auf jeden Fall nicht das letzte mal mit dem Boot!

Die Zorn bei LutzelbourgSportverein bei StraßbourgAlter NachenStraßburgHausboot im ElsassHausboot im Elsass
Hausboot im ElsassHausboot im ElsassSaverne

Bootfahren im Kanal, ein Album auf Flickr.

kleiner Baden-Baden Besuch

Trinkhalle

Im Laufe der Woche habe ich mich, mehr oder weniger spontan, entschieden Samstags einen kurzen Städtetrip zu unternehmen. Herausgekommen ist dabei Baden-Baden. Dort war ich einmal mit der Schule, also schon gehörig lange her. Gedacht, getan, am Samstag morgen ging es los bei schönem Wetter mit ein paar Wolken am Himmel – perfekt. Vorher wurde natürlich mal das Internet gecheckt, was es denn so alles gibt und das ist einiges. Baden-Baden ist eine sehr schöne Stadt und auffällig war auch das sehr viele „gut“ angezogen waren. Als wenn es eine Anweisung gegeben hätte das die Sonntagsklamotte aufgelegt werden muss. Es waren auch verschiedene Veranstaltungen am laufen, ein öffentliches Konzert und ein schöner Flohmarkt als Beispiel. Alles in allem war das mit Sicherheit nicht das letzte mal das ich in Baden-Baden aufgelaufen bin.